
Nach Angaben des Deutschen Bühnenvereins zählten die öffentlich finanzierten Theater in der Spielzeit 2023/24 insgesamt 42.358 ständig beschäftigte Mitarbeiter:innen, davon 18.562 (43,8 %) im künstlerischen Personal und 23.796 (56,2 %) im (künstlerisch-)technischen, Verwaltungs- und Hauspersonal.
Etwa die Hälfte des künstlerischen Personals sind Musiker:innen. In der Spielzeit 2023/24 beschäftigten die Theater 5.214 Orchestermitglieder, 2.904 Chormitglieder und 1.207 Solo-Sänger:innen. Auch engagierten die Theater 2.104 ständig beschäftigte Schauspieler:innen sowie 1.402 Tänzer:innen. Spartenübergreifend entfielen 4.664 Beschäftigte auf das nicht-darstellende künstlerische Personal sowie 1.067 auf das Leitungspersonal.
Das Leitungspersonal weist zugleich mit 63,1 % den höchsten Männeranteil aller Personalgruppen innerhalb des künstlerischen Personals auf. Umgekehrt verhält es sich beim nicht darstellenden künstlerischen Personal, wo der Frauenanteil bei nahezu zwei Dritteln liegt. Etwa gleich viele Männer und Frauen gibt es unter den Tänzer:innen und Chorsänger:innen. Unter den Musiker:innen der Theaterorchester sowie im Solo-Gesang fällt der Frauenanteil mit 42,4 bzw. 43,1 % aktuell geringer aus; auch unter den Schauspieler:innen sind Frauen mit einem Anteil von 46,5 % (leicht) in der Minderheit.
Im (künstlerisch-)technischen Personal sowie dem Verwaltungs- und Hauspersonal liegt der Frauenanteil insgesamt bei 46,0 %, wobei die unterschiedlichen Personalgruppen stark unterschiedliche Geschlechterverteilungen aufweisen. Deutlich mehr Männer arbeiten in der Technik (9.321 Beschäftigte mit einem Männeranteil von 86,2 %) und in den Werkstätten (68,3 % von 2.424), während in Maske (1.318 Beschäftigte mit einem Frauenanteil von 89,2 %) und Kostüm (88,0 % von 3.812) deutlich mehr Frauen angestellt sind. Der Anteil von Personen nicht-binären Geschlechts liegt über alle künstlerischen und nicht-künstlerischen Personalgruppen der Theater hinweg bei 0,1 %.
In der vorliegenden Darstellung nicht berücksichtigt ist das nicht ständig beschäftigte Personal der öffentlich finanzierten Theater, für das keine Personenzählung vorliegt. In der Spielzeit 2023/24 schlossen die Theater 15.879 produktionsbezogene Gastverträge, d. h. Dienst- oder Arbeitsverträge für einzelne Produktionen z. B. für Schauspielende, Gesang oder Regieassistenz. Zudem gab es 5.120 Einzelengagements von Abendgästen, d. h. von Solist:innen, die vorwiegend im Musiktheater für einzelne Abendveranstaltungen verpflichtet werden.

Hinweis
Grundlage der Theaterstatistik ist eine schriftliche Befragung der öffentlich finanzierten Theater und Orchester zu ihren betrieblichen Leistungen (Spielstätten, Veranstaltungsangebot, Besuchszahlen, Personal, Finanzen). Die Daten der Zeitreihe sind nur bedingt miteinander vergleichbar, da die Datenerfassung aufgrund fehlender Meldungen insbesondere in früheren Jahren, aber auch während der COVID-19-Pandemie nicht immer vollständig war. Stand der Daten ist grundsätzlich der in die jeweilige Spielzeit fallende 1. Januar. Daten zur Geschlechterverteilung wurden erstmals für die Spielzeit 2023/24 erhoben.
Fußnoten
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Die Spielzeitdaten 2019/20 und 2020/21 spiegeln die Auswirkungen der Coronaschutzmaßnahmen auf die Theater. Ab März 2020 führten diese wiederholt zu Einschränkungen des Spielbetriebs bzw. zur Schließung der Häuser. Die Daten der Spielzeit 2021/22 beschreiben die erste Spielzeit für die Bühnen nach dem Ende der pandemiebedingten Einschränkungen.
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Technik, Werkstätten, Maske, Kostüm (alle Theatersparten), einschließlich Verwaltung, Hauspersonal, Vertrieb und Auszubildende.
Quelleninformationen
Zusammengestellt und berechnet vom Deutschen Musikinformationszentrum nach: Theaterstatistik, hrsg. vom Deutschen Bühnenverein, diverse Jahrgänge.