Während sich in den vorangehenden Spielzeiten das Veranstaltungsangebot nach den pandemiebedingten Einschränkungen wieder stabilisierte, stiegen zuletzt auch die Besuchszahlen im Theater wieder stärker an. Entsprechend entwickelte sich die Auslastung in den einzelnen Sparten positiv. Musicals konnten 2023/24 mit 88,8 % sogar eine überdurchschnittliche Auslastung erzielen, Tanz erreichte mit 81,9 % wieder das hohe Vor-Coronaniveau. Die Sparten Oper, Operette und Konzert erzielten mit jeweils rund 72 % Auslastung dagegen eher unterdurchschnittliche Ergebnisse.
Nach Angaben des Deutschen Bühnenvereins lag das Einspielergebnis aller Theater und Theatersparten in der Spielzeit 2023/24 bei 15,9 %. Der Wert beziffert den Anteil der eigenen Betriebseinnahmen (ohne Zuweisungen und Zuschüsse) an den Betriebsausgaben. In der letzten Spielzeit vor Beginn der COVID-19-Pandemie lag das Einspielergebnis bei 17,7 %, in der maßgeblich durch die Coronaschutzmaßnahmen geprägten Spielzeit 2020/21 bei 6,7 %.
Der Betriebszuschuss pro Besuch sank 2023/24 wieder auf unter 200 Euro: Eine Theaterkarte wurde im Schnitt mit 191,27 Euro subventioniert. Vor der Pandemie (Spielzeit 2018/19) hatte der Betriebszuschuss pro Besuch bei 141,15 Euro gelegen, unter den Umständen eines eingeschränkten Spielbetriebs mit deutlicher Zuschauerbegrenzung in der Spielzeit 2020/21 waren es sogar 1.289,41 Euro. Auch bei der Berechnung des Betriebszuschusses pro Besuch sind alle Theatersparten berücksichtigt.

Hinweis
Grundlage der Theaterstatistik ist eine schriftliche Befragung der öffentlich finanzierten Theater und Orchester zu ihren betrieblichen Leistungen (Spielstätten, Veranstaltungsangebot, Besuchszahlen, Personal, Finanzen). Die Daten der Zeitreihe sind nur bedingt miteinander vergleichbar, da z. T. einzelne Häuser wegen Baumaßnahmen nicht bespielt werden konnten und/oder die Datenerfassung aufgrund fehlender Meldungen insbesondere in früheren Jahren, aber auch während der COVID-19-Pandemie, nicht immer vollständig war.
Fußnoten
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Bei Landesbühnen einschließlich der Besuche an den übrigen Spielorten.
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Da ab März 2020 durch behördliche angeordnete Coronaschutzmaßnahmen Häuser wiederholt schließen mussten, Zuschauerkapazitäten begrenzt wurden und die Zuschauerzahlen dadurch gesunken sind, fiel der Betriebszuschuss pro Besuch in den Spielzeiten 2019/20 und 2020/21 vergleichsweise hoch aus. Gestiegene Personal- und deutlich gestiegene Sachkosten bei noch zögerlicher Rückkehr des Publikums führten auch 2021/22 zu einem hohen Betriebszuschuss pro Besuch.
Quelleninformationen
Zusammengestellt und berechnet vom Deutschen Musikinformationszentrum nach: Theaterstatistik, hrsg. vom Deutschen Bühnenverein, diverse Jahrgänge.
