Fachbelegungen von Studierenden im 1. Hochschulsemester (Studienjahr 2020)
Abbildung: Studierende im 1. Hochschulsemester nach Studienfächern (Studienjahr 2020)
Instrumental- und Orchestermusik, Musikwissenschaft und pädagogische Studiengänge haben die höchsten Erstsemesterzahlen. Besonders in künstlerischen Fächern waren die Ersteinschreibungen 2020 rückläufig.

-Das statistische Bundesamt meldet für das Sommersemester 2020 und das Wintersemester 2020/21 insgesamt runf 4.150 Erst-, Zweit- und Drittfachbelegungen von Studierenden, die Musik- und musikwissenschaftliche Studienfächer im ersten Hochschulsemester studieren. In dem von der COVID 19-Pandemie geprägten Studienjahr 2020 waren die Erstsemesterzahlen damit 12 % niedriger als im Vorjahr. In absoluten Zahlen war die Instrumentalmusik und Orchestermusik mit einem Minus von 341 Ersteinschreibungen besonders stark betroffen. In relativen Zahlen war der Rückgang in den kleineren Fächern Dirigieren (-54 %) und Komposition (-32 %) am stärksten. Nur die Erstsemesterzahlen für das Lehramt Musik verzeichneten einen kleinen Zuwachs, wodurch sich der zuletzt positive Trend des Fachs trotz Pandemie fortsetzen konnte.

Entwicklung der Studienanfängerzahlen seit 2000
Abbildung: Entwicklung der Studienanfängerzahlen

Bei Betrachtung der Entwicklung über die letzten 20 Jahre zeigt sich im Studienfach Musikwissenschaft/Musikgeschichte die größte Veränderung. Zählte das Fach zu Beginn des neuen Jahrtausends zeitweise bis zu 1.800 Studierende im ersten Hochschulsemester, waren es im Studienjahr 2020 nur noch rund 1.000.

Tabelle
Studienanfänger*innen im 1. Hochschulsemester
Tabelle: Studienanfänger*innen im 1. Hochschulsemester insgesamt

Hinweis

Grundlage der Statistik sind die Verwaltungsdaten der einzelnen Hochschulen, die für administrative Zwecke im Rahmen der Ersteinschreibung der Studierenden erhoben und anschließend an die Statistischen Landesämter übermittelt werden. Berücksichtigt wird in der vorliegenden Tabelle die Gesamtzahl der Studienanfänger*innen (ohne Gasthörer*innen), die während des angegebenen Studienjahrs erstmals in Deutschland ein Studium aufnahmen und damit für das 1. Hochschulsemester eingeschrieben wurden; nicht berücksichtigt werden hingegen Studienanfänger*innen, die bereits an einer Hochschule in Deutschland eingeschrieben waren und aufgrund eines Fachwechsels oder des Beginns eines konsekutivem Studiums in das 1. Fachsemester eingeschrieben wurden. Neben den Studierenden mit Musik als 1. Studienfach (Werte in Klammern) werden bei der Gesamtzahl auch diejenigen Studierenden berücksichtigt, die Musik als 2. oder 3. Studienfach belegt haben. Berichtszeitraum ist jeweils das Studienjahr (Sommersemester und darauf folgendes Wintersemester). Bei der Interpretation der Daten ist zu beachten, dass es aufgrund von z. T. voneinander abweichenden Schlüsselzuordnungen einzelner Hochschulfächer durch die Statistischen Landesämter bei den Zahlenreihen zu Ungenauigkeiten kommt. Auch können aufgrund der Berücksichtigung von 1., 2. und 3. Studienfach Mehrfachzählungen von Studierenden nicht ausgeschlossen werden.

Statistik

Footnotes

  1. Einschließlich der Studierenden an den Kirchenmusikhochschulen in Aachen (WS 2001/02 bis WS 2006/07), Görlitz (bis WS 2007/08) und Regensburg (ab WS 2002/03) sowie in Bayreuth, Dresden, Halle und Herford. Seit dem WS 2016/17 ebenfalls einschließlich Studierende an der Barenboim-Said Akademie Berlin.
  2. Bis WS 2001/02 einschließlich Gesamthochschulen.
  3. Dargestellt ist der Gesamtanteil bzw. die Summe der Studienanfänger*innen beider Studienrichtungen Musikerziehung und Rhythmik.
  4. Bei der Übermittlung der Verwaltungsdaten für das WS 2017/18 sind bei mindestens einer Hochschule Fehler aufgetreten, was auf Bundesebene zu teils erheblichen Verzerrungen der Studierendenzahlen in einzelnen Fächerbelegungen führte. Die Daten werden daher nicht berücksichtigt.
  5. Ohne Studierende im Fachbereich „Darstellende Kunst, Film und Fernsehen, Theaterwissenschaft“ (darunter Bühnenkunst, Regie u. a.).
  6. Die Studiengänge Komposition und Dirigieren werden in stärkerem Maß als andere Studiengänge auch als Aufbaustudiengang belegt.
  7. Ohne Studierende der Popakademie Baden-Württemberg.
  8. Berücksichtigt sind Studierende im 1. Hochschulsemester der Studienangebote  für Tonmeister an den Musikhochschulen Berlin (UdK) und Detmold, ab WS 2010/11 erstmals zusätzlich auch die B.A.-Studiengänge Musikproduktion und Audiodesign an der Hochschule der populären Künste Berlin (seit 2019/20 Berlin School of Popular Arts), ab WS 2013/14 der B.A.-Studiengang „Sound and Music Production“ an der Hochschule Darmstadt  sowie Studierende der FH Dortmund (ab WS 2016/17) und der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf (ab WS 2018/19). Des Weiteren ist zu beachten, dass in den WS 2002/03 bis 2004/05 aufgrund einer nicht sachgemäßen Schlüsselzuordnung seitens des Statistischen Landesamts NRW die Studierenden im Fach „Musikübertragung“ (Tonmeister) der Musikhochschule in Detmold der Rubrik „Musikerziehung“ zugeordnet wurden.
  9. Hinzu kommen Studienanfänger*innen an Fachakademien, Konservatorien und Privatinstituten sowie Kirchenmusik- und Fachhochschulen, die durch das Statistische Bundesamt nicht erfasst werden (letzte Erhebung des Deutschen Musikinformationszentrums zum WS 2013/14 unter elf entsprechenden Institutionen: rund 380 Personen). Nicht erfasst sind zudem Studierende in Fachrichtungen für Musikberufe, die in der bundeseinheitlichen Fächersystematik nicht dem Bereich Musik/Musikwissenschaft zugeordnet sind.

Quelleninformationen

Zusammengestellt und berechnet vom Deutschen Musikinformationszentrum nach Angaben des Statistischen Bundesamts.

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