Je höher die Schul- und Berufsbildung, desto höher ist der Anteil der Bevölkerung, der Interesse am Besuch von Jazzfestivals hat. Von den für die Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse 2025 befragten Menschen mit abgeschlossenem Studium gaben 14,6 % an, auf ein Jazzfestival gehen zu wollen. 7,9 % waren es bei denjenigen mit Abitur/Hochschulreife ohne ein abgeschlossenes Studium, 5,7 % bei den Befragten mit Höherer Schule ohne Abitur. In der Gruppe mit Volks- bzw. Hauptschulbildung (mit oder ohne abgeschlossener Berufsausbildung) lag das Interesse an einem Jazzfestivalbesuch dagegen nur bei 2,8 %. In der gesamten deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahre waren es 2025 7,0 %, die ein Eventinteresse an Jazzfestivals hatten.
In Bezug auf das Einkommen sind heute kaum Unterschiede in den Präferenzwerten zu erkennen. Dies war noch bis Anfang der 2010er Jahre anders, als die höchsten Anteile mit dem Eventinteresse bei den Höchstverdiener:innen mit einem Haushaltsnettoeinkommen von monatlich 3.500 Euro und mehr gemessen wurden. In der untersten Haushaltseinkommensgruppe (monatlich unter 1.000 Euro) war das Interesse an Jazzfestivals seit 2014 zwar ebenfalls überdurchschnittlich ausgeprägt (rund 9 bis 10 %), hier sank der Präferenzwert zuletzt aber auf nur noch 5,8 %. Mit Blick auf die Gemeindegrößen lässt sich feststellen, dass das Interesse an Jazzfestivals in Landgemeinden unter 5.000 Einwohner:innen und Kleinstädten mit 5.000 bis unter 20.000 Einwohner:innen mit 5,0 bzw. 5,3 % nur halb so stark ausgeprägt ist wie in Großstädten mit 100.000 bis 500.000 Einwohner:innen (10,3 %). In Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohner:innen liegt der Wert aktuell bei 8,3 %.

Hinweis
Grundlage der Daten ist eine repräsentativ angelegte Personenstichprobe (Quoten-Auswahlverfahren) bezogen auf die deutschsprachige Bevölkerung ab 14 Jahre in Privathaushalten am Ort der Hauptwohnung in der Bundesrepublik Deutschland (2025: 70,001 Mio. Menschen). Befragt werden jährlich insgesamt über 20.000 Personen (2025: 23.075) in Privathaushalten am Ort der Hauptwohnung in der Bundesrepublik Deutschland. Die Umfrage stützt sich ausschließlich auf mündlich-persönliche, nicht auf telefonische Interviews.
Fußnoten
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Die Feldzeit der AWA 2020 lag überwiegend vor dem wesentlichen Einbruch der COVID-19-Pandemie in Deutschland; sie endete am 17. März 2020.
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Das Haushaltsnettoeinkommen berücksichtigt das gesamte Einkommen aller Haushaltsmitglieder (z. B. aus Erwerbstätigkeit, Rente, Vermietung oder Verpachtung, staatliche Leistungen).
Quelleninformationen
Zusammengestellt vom Deutschen Musikinformationszentrum nach: Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA), hrsg. vom Institut für Demoskopie Allensbach, diverse Jahrgänge.