Anfang der Nuller Jahre spielten nach einer Erhebung des Instituts für Demoskopie Allensbach gut 13 % der Bevölkerung ab 14 Jahre ein Instrument. Der Anteil der Singenden in Chor und Verein war halb so hoch.

Letztmalig 2005 wurden im Rahmen der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse demografische Daten zum Spielen eines Musikinstruments und zum Chorsingen erhoben.

Im Jahr 2005 gaben 13,5 % der Befragten ab 14 Jahre an, ein Instrument zu spielen. Männer taten dies gleichermaßen wie Frauen. Mit zunehmendem Alter wurde weniger musiziert: In der Altersgruppe der 14- bis 19‑Jährigen spielten ca. 23 % ein Instrument, in der Altersgruppe 70 Jahre und älter waren es nur rund 9 %. Mit höherer Schul- und Berufsbildung sowie steigendem Haushaltsnettoeinkommen nahm der Prozentsatz der Befragten zu, die ein Instrument spielen. So taten dies 26,3 % der Befragten mit abgeschlossenem Studium, und nur 6,4 % der Befragten mit Volks-/Hauptschulbildung ohne Lehre. In Bezug auf die Wohnortgröße gab es keinen Zusammenhang mit instrumentalmusikalischen Aktivitäten: in der Bevölkerung von Dörfern, Städten und Großstädten wurden ähnliche Werte ermittelt.

Im Chor oder Verein sangen 2005 insgesamt 6,3 % der Befragten ab 14 Jahre. Frauen (7,4 %) sangen etwas häufiger als Männer (5 %). In den oberen Altersgruppen fanden sich die höchsten Anteile an Sänger*innen. Der höchste Wert (9,3 %) wurde unter den 60- bis 69‑Jährigen ermittelt. Im Jugendalter bis 19 Jahre sangen 5,6 % der Befragten, unter den jungen Erwachsenen fanden sich die wenigsten Sänger*innen. In Bezug auf die Schul- und Berufsbildung sowie das Haushaltsnettoeinkommen zeichnete sich kein eindeutiges Bild ab, auch wenn der geringste bzw. höchste Anteil in der niedrigsten bzw. höchsten Bildungs- und Einkommensgruppe gemessen wurde. Unter den Befragten, die in Großstädten mit 500.000 Einwohnern und mehr leben, gab es die wenigsten Singenden (4,5 %), in Kleinstädten mit 5.000 bis unter 20.000 Einwohnern fand sich mit 7,3 % der größte Anteil.

Die Vergleichswerte zum instrumentalen und vokalen Amateurmusizieren aus dem Jahr 2000 finden sich in der Tabelle. Wie viele Personen bei den Befragungen angaben, sowohl ein Instrument zu spielen und auch zu singen, lässt sich anhand der vorliegenden Daten nicht ermitteln.

Tabelle
Instrumentales und vokales Musizieren 2005 und 2000
Tabelle: AWA 2005 und 2000

Hinweis

Grundlage der Daten ist eine nach dem Quoten-Auswahlverfahren repräsentativ angelegte Personenstichprobe bezogen auf die deutsche Bevölkerung ab 14 Jahren. Zur Vergrößerung der Fallzahlen im markt- und mediaanalytisch überdurchschnittlich genutzten Segment der 14- bis unter 60-Jährigen wurde ein disproportionaler Stichprobenansatz gewählt. Befragt wurden für beide Jahrgänge der Analyse jeweils ca. 21.000 Personen in Privathaushalten am Ort der Hauptwohnung in der Bundesrepublik Deutschland. Die Umfrage stützt sich ausschließlich auf mündlich-persönliche, nicht telefonische Interviews. Daten zum Spielen eines Musikinstruments und Chorsingen wurden 2005 letztmalig erhoben.

Statistik

Fußnoten

  1. Grundeinheit der Einkommensklassen war im Jahr 2000 noch die Deutsche Mark (Unter 2.000 DM; 2.000 - unter 3.000 DM; 3.000 - unter 4.000 DM; 4.000 - unter 5.000 DM; 5.000 - unter 6.000 DM; 6.000 DM und mehr). Aufgrund veränderter Kategorisierungen können die Vergleichswerte nicht immer angegeben werden.

Quelleninformationen

Zusammengestellt vom Deutschen Musikrat nach: Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse 2000 und 2005, hrsg. vom Institut für Demoskopie Allensbach, Jahrgänge 2000 und 2005.

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