Der Verwaltungsrat des Südwestrundfunks (SWR) hat am Freitag, 10. Juni, abschließend über die künftige Struktur der SWR-Klangkörper beraten und der vorgeschlagenen künftigen Struktur der SWR-Klangkörper einstimmig zugestimmt. Grundlage dafür war eine Entscheidungsvorlage des SWR-Intendanten Peter Voß.

Das Gesamtkonzept bringt zunächst Einsparungen von bis zu 8 Mio. Euro innerhalb der laufenden Gebührenperiode 2005-2008, die durch Rationalisierungsmaßnahmen und einen maßvollen Planstellenabbau bei den Klangkörpern erreicht werden. Diese Schritte sind die Voraussetzung für noch darüberhinausgehende Einsparungen in den folgenden Jahren und Jahrzehnten.

SWR-Intendant Peter Voß unterstrich die damit langfristig angelegte Zukunftsperspektive für die sechs Klangkörper des Senders. "Ich freue mich, dass der Verwaltungsrat sich so klar für meine Konzeption ausgesprochen hat. Jetzt ist der Weg frei, um den Klangkörpern eine programmkonforme, dauerhaft tragfähige Perspektive zu geben. Ich hoffe zuversichtlich, dass sich am 24. Juni nun auch der Rundfunkrat für diese Reform aussprechen wird", sagte Voß.

Im Rahmen des Gesamtkonzepts zur Sicherung der SWR-Klangkörper soll das SWR Rundfunkorchester Kaiserslautern mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken auf der Basis der mit dem Saarländischen Rundfunk verhandelten Eckpunkte fusionieren. Daraus ergeben sich für die laufende Gebührenperiode Einsparungen von 1,974 Mio. Euro. Ferner ist beabsichtigt, für das Radiosinfonieorchester Stuttgart des SWR, das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, das Experimentalstudio der Heinrich-Strobel-Stiftung und die SWR Big Band Rationalisierungsmaßnahmen umzusetzen und auf diese Weise für die laufende Gebührenperiode Einsparungen in einer Größenordnung von ca. 4,3 Mio. Euro zu erzielen.

Schließlich wird für das SWR Vokalensemble Stuttgart im Rahmen der normalen Fluktuation und unter Ausnutzung der Möglichkeiten von Vorruhestandsregelungen eine Reduzierung der Planstellen von 36 auf 24 vorgesehen. Dies schließt die Möglichkeit ein, auf der Basis von 2/3-Stellen in der Übergangsphase die Altersteilzeit zu befördern und die an das Vokalensemble gebundenen Stimmen damit deutlich (bis zu 36) über der Anzahl der Planstellen halten zu können. Für die laufende Gebührenperiode ergeben sich dadurch Einsparungen von 0,671 Mio. Euro (worst case) bis 1,855 Mio. Euro (best case).


Der SWR Rundfunkrat wird in seiner nächsten Sitzung am 24. Juni die Vorlage des Intendanten abschließend beraten.

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