Schließen, Kürzen und Strukturveränderung sind die Stichworte in der aktuellen Nachrichtenlage zum Thema Rundfunkklangkörper. Der Beschluss der Ministerpräsidenten, die Gebührenanhebung deutlich unterhalb der von der KEF empfohlenen Erhöhung anzusiedeln, hat drastische Auswirkungen auf den Bildungs- und Kulturauftrag des öffentlichrechtlichen Rundfunks.

Die Rundfunkklangkörper, seit jeher tragende Säulen des Kulturlebens, werden in ihrem Wirkungsprofil bzw. ihrer Existenz mehr und mehr in Frage gestellt. Dabei zeigen die gesellschaftlichen Veränderungen Notwendigkeiten auf, die Politik und Kulturträger zur Absicherung eines lebendigen Kulturlebens verpflichten sollten – im Interesse der Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft.

Unter diesen Prämissen für die Rundfunkklangkörper wird die Gesprächsrunde u.a. folgenden Fragen nachgehen:

Bedarf das Profil der Rundfunkklangkörper neuer Schwerpunkte (z.B. Musikvermittlung)?

  • Ist die Reaktion auf verändertes Hörerverhalten (Häppchenkultur) eine Einbahnstraße?

  • Wie können die Rundfunkklangkörper den Spagat zwischen kultureller Vielfalt und Formatradio kreativ bewältigen?

  • Gibt es Alternativen zu den bestehenden Strukturen?

  • Was kann und muss politisch bewegt werden, um den Rahmen für die Perspektiven zu sichern?

  • Wie kann sich die Bundespolitik bei diesem Thema, das in die Kompetenz der Länder fällt, wirksam einbringen?


Das Forum findet statt am am Mittwoch, den 19.01.2005 von 11.00 – 13.00 Uhr im ARD Hauptstadtstudio, Wilhelmstraße 67a, 10117 Berlin.

Auf dem Podium werden vertreten sein:

  • Monika Griefahn, Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien

  • Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrats

  • Fritz Pleitgen, Intendant des Westdeutschen Rundfunks

  • Dr. Thomas Schmidt-Ott, Chefmanager des Symphonieorchesters und Chores des Bayerischen Rundfunks


Ein Zusammenschnitt der Diskussion wird am Sonntag, 23. Januar von 19:05 – 20:00 Uhr im „Kulturpolitischen Forum“, WDR 3, gesendet.

Angesichts des begrenzten Platzangebotes wird um frühzeitige Anmeldung gebeten.

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