Ein heller Bibliotheksraum mit mehreren Ebenen, eine Frau geht eine Treppe herunter
Stadtbibliothek am Mailänder Platz in Stuttgart  
Foto:  martinlorenz.net  /  Stadtbibliothek Stuttgart / yi architects
In den letzten Jahren sind viele innovative bibliothekarische Servicekonzepte entstanden, die der Wissenschaft Unterstützung und Kooperation beim Umgang mit digitalen Daten, Dokumenten, Werkzeugen und Infrastrukturen in Forschung und Lehre anbieten. Die Grenzen zwischen Archiv, Bibliothek und Forschung sind längst neu gezogen.

Gedächtnisinstitutionen wie Musikbibliotheken, -archive und -museen sind für die Musikpraxis wie auch für die Musikwissenschaft unabdingbare Voraussetzung. Diese Einrichtungen, die reichhaltiges Wissen bewahren und vermitteln, befinden sich überwiegend in öffentlicher Hand und haben vielfältige Aufgaben, die teilweise ineinandergreifen oder sich aufeinander beziehen. Sie sammeln und verzeichnen traditionell Quellenmaterial, Literatur, Musikalien, Tonträger, audiovisuelle Medien, Musikinstrumente und – vor allem im Museumsbereich – auch Objekte zum Musikleben. Durch die digitale Transformation gehören seit einigen Jahren auch nichtphysische Formate wie Digitalisate (eigener) physischer Bestände, Musik-, Noten- oder Mail- und Text-Dateien (z. B. aus erworbenen Nachlässen) dazu; neu ist ebenfalls die Funktion als Aggregator, etwa für Streamingdienste. Der Wandel der Informationsinfrastrukturen und die von Bund und Ländern formulierte Perspektive der Einrichtung einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) [1] betrifft auch diejenigen Institutionen, die am Musikinformationsund -dokumentationswesen mitarbeiten und aufgrund der dort erhobenen Forschungsdaten oder aufgrund der Verantwortung für die dauerhafte Verfügbarkeit von Forschungsdaten aus Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen daran beteiligt sind. Damit einher geht ein Umbruch in wesentlichen Handlungs-, aber auch Berufsfeldern, denn Forschungsdaten, die als relativ neue Datenarten hinzugekommen sind, müssen – als neue Aufgabe für Bibliotheken – ebenfalls gesammelt, gespeichert und zur Verfügung gestellt werden. Dies beeinflusst die Arbeitsweise von Bibliotheken, die dadurch auch ihre Geschäftsgänge verändern und erweitern müssen. Damit unterliegen Bibliotheken und ihre Arbeitsfelder momentan einem starken Wandel. 

Handschriftliche Partitur eines Requiems von Max Reger aus der Münchner Stadtbibliothek Am Gasteig
Autograf von Max Reger aus der Münchner Stadtbibliothek Am Gasteig  
Foto:  Eva Jünger  /  Münchner Stadtbibliothek

Struktur und Aufgaben der Musikbibliotheken und -archive

Einrichtungen zur Musikdokumentation und -information im bibliothekarischen Bereich gliedern sich im Wesentlichen in öffentliche (Musik-)Bibliotheken bzw. Bibliotheken mit Musikschwerpunkt sowie wissenschaftliche Musikbibliotheken bzw. Musikabteilungen in wissenschaftlichen Bibliotheken. Neben den Musikhochschulbibliotheken und den Rundfunk- sowie Orchesterbibliotheken wird das Spektrum durch Spezialbibliotheken ergänzt, die Musikbestände führen, wie z. B. Bibliotheken von Musikforschungsinstituten oder musikwissenschaftlichen Universitätsinstituten.

Auch im archivarischen Bereich existieren Institutionen mit großen Musikbeständen, etwa Rundfunkarchive und Archive der Akademien der Künste oder von Musikverlagen; es bestehen zudem spezielle Komponistenarchive, z. T. mit angegliederten Museen (s. dazu den Beitrag „Musikermuseen und Musikinstrumentensammlungen“ von Heike Fricke). Staats- und Landesarchive verwahren ebenso Bestände zur Musikgeschichte und zum Kulturleben, darunter z. B. Hoftheaterakten oder Programmzettelsammlungen.

Unter dem Dach der IAML-Ländergruppe Deutschland sind viele dieser Institutionen organisiert: Mit 215 Mitgliedern (154 institutionelle und 61 persönliche; Stand: Mai 2018) gehört dieser nationale Zweig zu den großen innerhalb der IAML (International Association of Music Libraries, Archives and Documentation Centres). Die Organisation wurde 1951 in Paris gegründet und führt mit Englisch, Französisch und Deutsch drei offizielle Sprachen; weltweit gibt es derzeit 26 „national branches“. Einmal jährlich findet ein internationaler Kongress an wechselnden Orten statt; außerdem wird in Deutschland ein nationaler Kongress organisiert, ebenfalls an wechselnden Austragungsorten. In Verbindung mit der IAML-Ländergruppe Deutschland erscheint die Zeitschrift „Forum Musikbibliothek“, [2] auf internationaler Ebene wird die Zeitschrift „Fontes Artis Musicae“ herausgegeben.

Entsprechend der politischen Gliederung der Bundesländer mit ihrer Kulturhoheit gibt es in Deutschland keine zentrale Institution in öffentlicher Trägerschaft, die musikalische (unveröffentlichte) Quellen sammelt und wie sie mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach für die deutschsprachige Literatur vorhanden ist. Die Bestände einzelner Institutionen werden überwiegend nach dem Provenienzprinzip gesammelt und erweitert, wobei natürlich auch historisch gewachsene Sammlungsschwerpunkte eine Rolle spielen. Einige Bibliotheken und Archive mit Musikschwerpunkt nehmen dabei auch überregionale bzw. nationale Aufgaben wahr. 

„Vor der Digitalisierung der Informationslandschaft beschränkten sich fachliche Recherchen zumeist auf Bibliothekskataloge. Heute steht Forschenden eine nahezu unüberschaubare Vielfalt digitaler Informationsressourcen zur Verfügung."
Autor
Martina Rebmann, Reiner Nägele

Öffentliche Musikbibliotheken
Die Aufgabe öffentlicher Musikbibliotheken bzw. öffentlicher Bibliotheken mit Musikabteilung besteht darin, ein Angebot an Musikalien, Musikbüchern und -zeitschriften sowie Tonträgern und audiovisuellen Medien aus allen Bereichen der Musik zur Benutzung vor Ort und zur Ausleihe bereitzuhalten. Außerdem unterstützen sie bei der Fachinformation und Recherche. Neuerdings spielen öffentliche Bibliotheken eine wichtige Rolle als sogenannter „Dritter Ort“, als ein Aufenthalts- oder auch Lebensraum mit besonderen Möglichkeiten des Austauschs und der Begegnung. Je nach Größe der Bibliothek umfasst das Spektrum auch wissenschaftliche Editionen, spezielle Nachschlagewerke und Sekundärliteratur. Die in der Regel frei zugänglichen Bestände bedienen ganz überwiegend das praktische Musikleben und bieten teilweise auch Übemöglichkeiten. Besondere Bedeutung hat auch die Öffentlichkeitsarbeit durch Konzerte, Vorträge und Ausstellungen zum Thema Musik. Ebenso ist die Rolle der öffentlichen Bibliotheken als Lernort und Treffpunkt prinzipiell aller Altersgruppen zu nennen, als Orte der Informationsvermittlung für professionelle Musiker*innen, Schulen und für die breite Musikpraxis. [3]

 

Abbildung 1
Öffentliche Musikbibliotheken
Deutschlandkarte der öffentlichen Musikbibliotheken
Zur Kartenansicht

Große öffentliche Musikbibliotheken verwahren auch historische Sammlungen, so die Zentral- und Landesbibliothek Berlin, wo u. a. ein Bestand von über 73.000 LPs benutzt werden kann, der die Schallplattenproduktion der DDR abbildet. Als eine der größten öffentlichen Musikbibliotheken in Deutschland bietet die Musikbibliothek der Münchner Stadtbibliothek Am Gasteig mit 52.000 Büchern, 70 Zeitschriften-Abos, 122.000 Noten und 67.000 Tonträgern auch Sonderbestände mit Rara- und Autografensammlungen an. Weitere große Musikbibliotheken gibt es u. a. in Frankfurt am Main, Hamburg, Dresden, Leipzig, Düsseldorf und Stuttgart sowie als Bezirksbibliotheken in Berlin.

Wissenschaftliche Musikbibliotheken / Musikabteilungen an wissenschaftlichen Bibliotheken
Die klassischen Aufgaben wissenschaftlicher Bibliotheken wie das Sammeln und Erwerben, das Erschließen, Benutzen und Präsentieren gelten generell auch für ihre jeweiligen Musikabteilungen. [4] Als Voraussetzung für die Musikwissenschaft sind Quellen und Forschungsliteratur unabdingbar, die deshalb möglichst vollständig bereitgehalten werden müssen. Dies ist in Deutschland – anders als in zentralistisch aufgebauten Staaten Europas – verteilt auf unterschiedliche Institutionen der Fall. Die Gründung einer Nationalbibliothek erfolgte erst im Jahr 1912 in Leipzig (Deutsche Bücherei); der Sammelauftrag für die Verlagspublikationen umfasste deutsche und fremdsprachige Literatur des Inlands und deutschsprachige Literatur des Auslands. Auf Noten wurde die Pflichtablieferung an die Nationalbibliothek erst 1943 ausgeweitet, nach der Teilung Deutschlands übernahm im damaligen Westdeutschland sogar erst 1973 das Deutsche Musikarchiv (DMA) die Archivierung der Pflichtexemplare von Noten. Ebenso spät, 1970, war die Sammlung von Tonträgern für Westdeutschland national geregelt worden. Unter dem Namen Die Deutsche Bibliothek (seit 2006: Deutsche Nationalbibliothek) wurden nach der Wiedervereinigung im Jahr 1990 die in Leipzig ansässige Deutsche Bücherei und die nach dem Krieg im Jahr 1947 in Frankfurt am Main in Westdeutschland eröffnete Deutsche Bibliothek zusammengelegt. Das DMA hatte zunächst seinen Sitz in Berlin und zog 2010 nach Leipzig um. Ein neuer gesetzlicher Auftrag aus dem Jahr 2006 sieht für das DMA neben den bisherigen Aufgaben für Noten und Tonträger auch das Sammeln und Erschließen von Musik-Netzpublikationen (Audiodateien und digitales Notenmaterial) vor. Aufgrund der geschilderten historischen Situation gibt es bis heute Lücken, insbesondere bei der systematisch-vollständigen Sammlung aller deutschen Musiknotendrucke. Dies sollte und soll durch die 1989 gegründete Arbeitsgemeinschaft Sammlung Deutscher Drucke aufgefangen werden, in der mehrere wissenschaftliche Bibliotheken für die retrospektive Sammlung und Verzeichnung von Literatur, Noten und Karten bis 1912 verantwortlich zeichnen. Die Erwerbung von Notendrucken teilen sich die Bayerische Staatsbibliothek München (BSB) (Zeitsegment bis 1800) und die Staatsbibliothek zu Berlin (SBB) (Zeitsegment 1801 bis 1945).

Blick von höherer Ebene hinab in einen Bibliothekslesesaal
Lesesaal in der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz  
Foto:  C. Seifert  /  Staatsbibliothek zu Berlin – PK

Historisch begründet gibt es an großen Staats-, Landes- oder Universitätsbibliotheken Musikabteilungen mit Altbeständen (Handschriften und Notendrucke, Libretti, Nachlässe, Briefe), die heute auch Musikliteratur, Noten (wissenschaftliche Gesamtausgaben wie auch der Musikpraxis verpflichtete Ausgaben) und Tonträger sammeln. Zu den größten Musikabteilungen bzw. Musiksammlungen gehören diejenigen der Staatsbibliotheken in Berlin und München, bedeutende Musikabteilungen gibt es auch an der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, in Coburg, Darmstadt, Detmold, Frankfurt am Main, Karlsruhe, Münster, Schwerin, Speyer und Stuttgart, in Wolfenbüttel und in Hamburg. Ähnliche Aufgaben für den Bereich der Wissenschaft und Forschung haben Bibliotheken der musikwissenschaftlichen Institute und Seminare sowie die Spezialbibliotheken der Forschungs- und Editionsinstitute, z. B. das Bach-Archiv in Leipzig, das Beethoven-Haus in Bonn, das Joseph Haydn-Institut in Köln und das Archiv des Max-Reger-Instituts in Karlsruhe. 

Musikhochschulbibliotheken
Deutschland weist eine besondere Dichte an Musikhochschulen auf, die zur Versorgung der Lehrenden und Studierenden jeweils eigene Bibliotheken unterhalten. In der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen sind derzeit 24 Einrichtungen zusammengeschlossen, die mit ihren Bibliotheken vor allem den Hochschulangehörigen offenstehen und insbesondere Studienliteratur und Aufführungsmaterial bereitstellen. Teilweise verwahren auch sie historische Bestände. 

Musikbibliothek der Hochschule für Musik Detmold: Eine Reihe Computerarbeitsplätze.
Musikbibliothek der Hochschule für Musik Detmold  
Foto:  Andreas Klingenberg  /  HfM Detmold

Rundfunk- und Orchesterbibliotheken und -archive
Rundfunk- und Orchesterbibliotheken stehen nur dem Personal der Rundfunkanstalten bzw. Mitgliedern der Konzert- und Theaterorchester zur Verfügung. Für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkarchive wurde 2014 zudem der Zugang für Wissenschaft und Forschung einheitlich geregelt. Das Deutsche Rundfunkarchiv (DRA) als gemeinnützige Stiftung von ARD und Deutschlandradio steht darüber hinaus auch weiteren externen Nutzern offen. Als eines der größten Medienarchive in Deutschland verfügt das DRA über umfangreiche Bestände an Ton- und Bildträgern, Schriftgut, Publikationen und Sachzeugnissen. Die audiovisuellen Überlieferungen reichen zurück bis zum Beginn der Ton- und Bildaufzeichnung und dokumentieren so die Entwicklung des deutschen Rundfunks. Überlieferungsschwerpunkte sind der Rundfunk bis 1945 sowie DDR-Hörfunk und -Fernsehen. 

Musikarchive
Musikarchive gibt es in öffentlicher und privater Trägerschaft und mit unterschiedlichsten Ausrichtungen ihrer Bestände. Die Spannbreite reicht vom privat finanzierten und auf Jazz spezialisierten Lippmann+Rau-Musikarchiv in Eisenach über das Archiv des Internationalen Musikinstituts Darmstadt (IMD) als Informationszentrum zur zeitgenössischen Musik des In- und Auslands ab 1946 bis hin zum Deutschen Volksliedarchiv in Freiburg im Breisgau, das seit 2014 in das Zentrum für Populäre Kultur und Musik an der Universität Freiburg integriert ist. Eine gleichfalls hochspezialisierte Einrichtung ist das Musikarchiv der Akademie der Künste Berlin, wo Nachlässe und Arbeitsarchive aus dem Bereich der zeitgenössischen Musik des 20. und 21. Jahrhunderts aufbewahrt werden, hauptsächlich von Mitgliedern und Meisterschülern der Akademie. Gleichfalls existieren Archivbestände großer Musikverlage wie Schott, Breitkopf & Härtel oder Peters, die teilweise an den heutigen Verlagsstandorten, teilweise aber auch in öffentlichen Institutionen wie Archiven, Bibliotheken und Forschungsstellen verwahrt werden. 

Bunte CD-Ordner in einem Regal
Singelalben im Popmusikarchiv  
Foto:  Michael Fischer  /  Zentrum für populäre Kultur und Musik
Plattenspieler und Platte „Helden, Helden“ von Udo Jürgens
Bestände des Deutschen Musicalarchivs  
Foto:  Patrick Seeger  /  Zentrum für populäre Kultur und Musik
Buchrücken mit der Aufschrift „Orpheus“
Historische Liederbücher im Zentrum für populäre Kultur und Musik  
Foto:  Michael Fischer  /  Zentrum für populäre Kultur und Musik

Informations- und Dokumentationsstellen zur Musik

Unabhängig von den ortsgebundenen Musikdokumentationsstätten unterstützt das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ) als zentrale Informationseinrichtung zum Musikleben in Deutschland die unterschiedlichen Nutzergruppen. Es bietet umfängliche Datensammlungen zu den zentralen Bereichen des Musiklebens, etwa Strukturdaten zu mehr als 10.000 Institutionen, zahlreiche Statistiken sowie Fachbeiträge zu Einzelund Spezialthemen mit dem Ziel, Strukturen und Entwicklungen zu dokumentieren und zu vermitteln. Als öffentlich geförderte Einrichtung aktualisiert das MIZ regelmäßig seine Informationen und bereitet die Daten für Recherchen unter zahlreichen thematischen Gesichtspunkten systematisch auf. International ist das MIZ mit entsprechenden Partnerorganisationen weltweit verknüpft.

Einen umfassenden Zugriff auf Quellensammlungen, Bestandsinformationen und Materialien für Musik und Musikwissenschaft bietet die Virtuelle Fachbibliothek Musikwissenschaft, kurz: ViFaMusik. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt wurde von 2005 bis 2013 bei der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB) zusammen mit dem Staatlichen Institut für Musikforschung (SIM) in Berlin und der Gesellschaft für Musikforschung (GfM) in Kassel auf- und ausgebaut. Seit 2014 ist die ViFaMusik Bestandteil des an der BSB verantworteten Fachinformationsdiensts (FID) Musikwissenschaft. Neben den beteiligten Institutionen ist die musikwissenschaftliche Fachcommunity eng in die Weiterentwicklung der ViFa Musik eingebunden. Ihr zentrales Angebot ist eine Metasuche, u. a. in den Musikbeständen renommierter europäischer Musikbibliotheken in Berlin, Leipzig, London, München und Wien, in der Datenbank des RISM (Répertoire International des Sources Musicales / Internationales Quellenlexikon der Musik), in Inhaltsverzeichnissen einschlägiger Zeitschriften und in sorgfältig ausgewählten Internetressourcen. [5] Angebote wie „JSTOR Complete Music Collection“ oder „Index to Printed Music“ sind über den FID erreichbar, wo die Spannbreite der Datenbanken von allgemeinen Referenzsammlungen bis hin zu fachspezifischen Datenbanken für öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken reicht. Freien Zugriff auf kostenpflichtige Angebote haben aus lizenzrechtlichen Gründen bislang Mitglieder der Gesellschaft für Musikforschung (GfM), die der Fachverband der in Deutschland in Studium, Forschung und Lehre tätigen Musikwissenschaftler* innen mit derzeit 1.600 Mitgliedern ist. Eine Erweiterung des Nutzerkreises unabhängig von einer GfM-Mitgliedschaft wird zurzeit verhandelt. Allen „an Fragen der Musikgeschichte, Musikethnologie und der systematischen Musikwissenschaft Interessierten bietet die GfM ein Forum der Information und des Austauschs. Die Gesellschaft fördert die musikwissenschaftliche Forschung auch im Dialog mit anderen Disziplinen. Darüber hinaus versteht sie sich als Vermittlungsorgan von Erkenntnissen aus dem ganzen Gebiet der Musik an eine breitere Öffentlichkeit.“ [6] Eine wichtige Entwicklung der jüngsten Zeit stellt auch das Verbundprojekt ZenMEM (Zentrum Musik – Edition – Medien) dar, ein seit 2014 bestehender Zusammenschluss von Wissenschaftler*innen der Universität Paderborn, der Hochschule für Musik Detmold und der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Es wird im Rahmen des Förderprogramms zur Einrichtung von eHumanities-Zentren durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert und hat laut Website u. a. die „Förderung der Anwendung digitaler Methoden“, den „Aufbau entsprechender digitaler Ressourcen sowie die (Weiter-)Entwicklung einschlägiger Werkzeuge“ im Bereich der Musik zum Ziel. Von besonderer Bedeutung ist dabei das Format „Music Encoding Intitiative“ (MEI), das aus dem im Textbereich verwendeten Format der „Text Encoding Initiative“ (TEI) weiterentwickelt worden ist.

Die genannte Internationale Vereinigung der Musikbibliotheken IAML verantwortet gemeinsam mit der International Musicological Society (Internationale Gesellschaft für Musikwissenschaft, IMS) einige grundlegende Projekte zur Recherche: RISM (Internationales Quellenlexikon der Musik, gegründet 1952, Zentrale in Frankfurt am Main) weist Quellen zur Musik nach (Musikdrucke bis 1800, Musikhandschriften ab 1600, Quellen zur Musiktheorie, arabische, griechische, hebräische, persische Quellen), ist länderübergreifend und gemeinnützig und wird von Deutschland durch die Union der Akademien der Wissenschaften maßgeblich finanziert. [7] Für Musikwissenschaft und Musikpraxis steht der kostenfreie RISM-OPAC der BSB München zur Verfügung, die Datenbank wird von der SBB in Berlin gehostet. RIdIM (Répertoire International d’Iconographie Musicale) dokumentiert daneben seit 1971 visuelle musikbezogene Materialien, vornehmlich in der Bildenden Kunst und im Kunsthandwerk. RILM (Répertoire International de Littérature Musicale, Zentralredaktion in New York City) weist ab 1967 Musikschrifttum wie Monografien und Aufsätze nach. Die internationale Bibliografie mit ca. einer Million Einträgen an wissenschaftlichen Arbeiten über Musik bietet auch Abstracts an. Zuträger zu RILM für den deutschen Bereich ist die Datenbank „Bibliographie des Musikschrifttums online“, die vom SIM Berlin kostenfrei angeboten wird und inzwischen über 360.000 Einträge aufweist. Das vierte der sogenannten „ R“-Projekte ist RIPM (Répertoire international de la presse musicale, seit 1980), mit dem musikbezogene Artikel und Illustrationen aus seltenen, primären Quellenmusikzeitschriften des 18. bis 20. Jahrhunderts nachgewiesen werden. 

Aus- und Fortbildung

Da die meisten Bibliotheken in Deutschland von der öffentlichen Hand finanziert werden, sind die Strukturen im Bibliotheksdienst überwiegend nach den Rahmenbedingungen des öffentlichen Diensts gestaltet: So gibt es Beschäftigte im höheren, gehobenen und mittleren Dienst an wissenschaftlichen und öffentlichen Bibliotheken. [8] Voraussetzung für den Zugang zum höheren Dienst ist ein (musikwissenschaftliches) Fachstudium, an das sich ein Referendariat, ein Volontariat oder ein Aufbaustudium anschließt. [9] Das Studium für den Zugang zum gehobenen Dienst an wissenschaftlichen oder öffentlichen Bibliotheken wird mit unterschiedlichen Studienabschlüssen an verschiedenen Fachhochschulen etwa in Hannover, Leipzig, Potsdam und Stuttgart angeboten. Dabei können im Rahmen von Informations- und Medienstudiengängen Module, die das Musikbibliothekswesen betreffen, belegt werden. [10] Als Voraussetzung für die dreijährige Ausbildung zur/zum Fachangestellten der Medien- und Informationsdienste (FaMI) bzw. für den mittleren Bibliotheksdienst gilt die mittlere Reife. Hier handelt es sich um eine allgemeine Ausbildung ohne speziellen Bezug zur Musik. Durch die digitale Transformation verändert sich das Berufsbild sehr stark, sodass die Lehrinhalte in immer kürzerer Zeit angepasst werden müssen. Studienpläne enthalten Themen wie Strategien des Semantic Web, digitale Archivierung oder die Erwerbung und Bearbeitung von Online-Medien. Der aktuelle technische und wirtschaftliche Wandel führt dazu, dass Wissen immer rascher veraltet, weshalb Fortbildungen im Informations- und Dokumentationsbereich einen hohen Stellenwert haben. 

Aktuelle Entwicklungen

Der Aufbau und Betrieb der ViFaMusik, die kontinuierliche Transformation der für die Musikpraxis und Forschung relevanten Sammlungen in Online-Repositorien, die Generierung von Forschungsdaten in digitalen Editionen, das sich verändernde Publikationsverhalten (E-Medien, Open Access), digitale Veröffentlichungen von klingender Musik via Download oder Streaming: All dies, verbunden mit den hierfür spezifischen Anforderungen an Datenmodellierung und Retrieval-Systeme, algorithmisch gesteuerte Analysemethoden, Textmining, Optical Character und Optical Music Recognition sowie disziplinärer wie interdisziplinärer Kontextualisierung durch Linked (Open) Data, [11] sind Symptome eines „Paradigmenwechsels der Archivierung“ [12].

Das „Digitale“ ist nicht nur ein anderer Begriff für „elektronisch“, sondern „ein Epistem, also eine eigene Wissensordnung“ [13]. Mithin verändert sich die jahrtausendealte Funktion von Bibliotheken und Archiven als reine Gedächtnisinstitutionen. Durch die zunehmende Präsenz des Digitalen und vermehrt des digital Originären („digital born“) sowie den damit verbundenen spezifischen Charakter der kodierten Information im Gegensatz zum historisch generierten Wissen verschieben sich die Wahrnehmung von Suchergebnissen und die Zugriffsweisen, letztlich die Rezeptionsbedingungen.

Die klassische Bibliothek war ein kultischer Ort der Bestätigung des Kontinuums namens historisches Gedächtnis, das monumental zwischen den Buchdeckeln abgesichert oder auf Ton- und Bildträgern dauerhaft konserviert werden konnte. Eine digitale Bibliothek dagegen, generiert aus Linked Data Files, ist ohne historischen Bezug und ohne vorgegebenen, durch einen Bibliothekar oder eine Archivverwalterin generierten Sinnbezug nutzbar. So wird auch eine verbindliche und historisch legitimierte Ontologie obsolet. Das Digitale erzeugt eine „ahistorische“ Realität im Virtuellen. Alles ist grundsätzlich mit allem zu vernetzen.

An die Stelle des traditionell statischen Katalogs treten bei der elektronischen Bibliothek dynamische Suchmaschinen und Discovery-Systeme. Auch der an der BSB für die Bereitstellung der weltweiten Erfassungsdaten für Musikhandschriften entwickelte und gehostete RISM-OPAC trägt diesem dynamischen Prinzip Rechnung und wird in dieser Hinsicht kontinuierlich weiterentwickelt.

Digitalisierungswerkstatt der Bayerischen Staatsbibliothek: Eine Frau mit weißen Handschuhen digitalisiert ein historisches Buch.
Digitalisierungswerkstatt der Bayerischen Staatsbibliothek  
Foto:  Hans-Rudolf Schulz  /  Bayerische Staatsbibliothek, München

Vor der flächendeckenden Digitalisierung der Informationslandschaft, also bis in die 1990er Jahre hinein, beschränkten sich fachliche Recherchen zumeist auf Bibliothekskataloge und einige Fachdatenbanken. Heute hingegen steht den Forscher* innen eine nahezu unüberschaubare Vielfalt digitaler Informationsressourcen und Suchwerkzeuge zur Verfügung, vom Discovery-System über Fachdatenbanken und -portale bis hin zu fachlichen und institutionellen Repositorien und wissenschaftlichen Spezialsuchmaschinen. Insbesondere die vielfältigen und täglich wachsenden digitalen Sammlungen, die im Internet präsent sind, ob nun nach bibliothekarischen Standards generiert (wie etwa die Digital Collections der Library of Congress) oder (wie die IMSLP/Petrucci Music Library) aufgrund privater Initiative entstanden und mit entsprechend „freier“, weniger reglementierter Struktur: Sie alle erfordern eine Kontextualisierung und Visualisierung „auf diversen Plattformen und Portalen im Internet (z. B. institutionelle Webauftritte, regionale Kulturportale, Deutsche Digitale Bibliothek, Europeana, Archivportal-D)“. [14] 

Die immer noch analog existierenden Informationssysteme, die zu den Bibliotheksbeständen führen, diese erschließen und zugänglich machen, sind zwar bislang noch nicht überflüssig. Viele konventionelle Zettelkataloge mit besonderen Bestandsnachweisen sind nach wie vor nicht konvertiert. Dies wird aber mit der Zeit erfolgen und sich über die zunehmende Digitalisierung, die ja stets auch mit einer Konversion der Metadaten oder gar Neukatalogisierung einhergeht, erledigen. Noch existierende CD-ROM-Datenbanken, insbesondere auch Internetquellen wie Netzpublikationen und E-Medien jeglicher Art (E-Books, E-Journals, Datenbanken) müssen als Informationen gesichtet und – bei Nachweis fachlicher Relevanz – auch archiviert werden. Geisteswissenschaftliche (Forschungs-)Daten sind allermeist „digitale Repräsentations- und Verarbeitungsformen von kulturellen Objekten, die ganz wie bei traditionellen Archiven und Bibliotheken vom Prinzip her für immer bereitgestellt werden sollen.“ [15] Die digitale Transformation der Forschung selbst wie auch der Forschungspublikation benötigt deshalb „nicht weniger, sondern mehr Contentbereitstellung und -sicherung“ im Hinblick auf die Forschungsdaten. [16] 

Digitale Forschungsdaten können „sowohl Ursprung als auch Ergebnis wissenschaftlicher Arbeit sein“ und sind „in regelhafte[r] Form maschinenlesbar, dokumentiert, idealerweise nach internationalen Standards erfasst und mit Normdaten ausgezeichnet (Prozessier- und Interpretierbarkeit)“. [17] Die zahlreichen digitalen und hybriden Editionsunternehmen in der deutschsprachigen Musikwissenschaft, die mittels Musik- und Textkodierung solche Forschungsdaten generieren (z. B. im Virtuellen Forschungsverbund Edirom), müssen deren nachhaltige Sicherung und Nachnutzbarkeit am Ende der jeweils befristeten Projektlaufzeit sicherstellen. [18]

Somit hat sich in den letzten Jahren auch die „klassische“ bibliothekarische Fachreferatsarbeit deutlich verändert. War sie einst reine Erwerbungs- und Erschließungsarbeit, hat sie sich inzwischen ausgeweitet zu einer vielfältigen Tätigkeit als Mittler und gleichzeitig – im Wissensmanagement – Akteur im Dialog mit Fachwissenschaft und Informationstechnik („Embedded Librarianship“). Entsprechend gewachsen sind die bibliothekarischen Anforderungen hinsichtlich fachlicher Kompetenz. Dies betrifft IT-Fragen, Fragen der Wissensorganisation und -ordnung im „Ecosystem kontextualisierter und vernetzter Datenbestände“ [19], Strategien zur Langzeitarchivierung und dauerhaften Nutzung sowie Fragen der Lizenzierung und Rechteverwaltung, die sich insbesondere bei der Online-Bereitstellung der Bestände und deren Weiternutzung stellen.

Vor diesem Hintergrund sind in den letzten Jahren eine Reihe innovativer bibliothekarischer Servicekonzepte entstanden, die den Wissenschaftler*innen Unterstützung und Kooperation beim Umgang mit digitalen Daten, Dokumenten, Werkzeugen und Infrastrukturen in Forschung und Lehre anbieten. An der BSB in München sind dies beispielsweise das Zentrum für elektronisches Publizieren sowie das internationale Projekt IIIF (International Image Interoperability Framework), das neue Standards zur Bereitstellung von digitalen Bildern und für die Datenpräsentation im Internet setzt. Auch der weltweit zugängliche, kostenlose Downloadservice für hochauflösende Bilder und – soweit bereits maschinenlesbar vorhanden – den dazugehörigen Text DaFo (Daten für die Forschung), die Möglichkeit bildbasierter Ähnlichkeitssuche und die Entwicklung von Anwendungsszenarien für Optical Music Recognition (OMR) im Rahmen des Fachinformationsdiensts Musikwissenschaft („Musiconn“) bieten neuartige Chancen in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Musik und all den damit verbundenen Forschungsfeldern. Die spezifischen Anforderungen an die Datenmodellierung – Normdaten, Musikund Textkodierungen (MEI, TEI), Protokolle, Dokumentationen, Entscheidungen über Formate und Standards etc. – erzwingen bereits im wissenschaftlichen Forschungsprozess und nicht erst im Sammlungskontext einer Bibliothek einen entsprechenden Workflow und ein effizientes und prospektives Ressourcenmanagement. Hier ist deshalb eine enge, frühzeitige Abstimmung in der Projektentwicklung zwischen Wissenschaft und Informationsinfrastruktureinrichtung erforderlich.

Die Grenzen zwischen Archiv, Bibliothek und Forschung sind somit längst neu gezogen. Ein vorsichtiger Blick in die Zukunft lässt zudem vermuten, dass die traditionellen bibliothekarischen Tätigkeitsfelder zunehmend an Bedeutung verlieren werden, denn „die Zukunftsaufgabe der Bibliothek als Wissenschaftsinfrastruktur“ wird vorrangig „die Kuratierung des prinzipiell unendlichen Linked Open Data- Raums“ [20] sein – eine primär technologisch bestimmte Dienstleistung. 

Über die Autorin

Martina Rebmann ist seit 2008 Leiterin der Musikabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz und leitete zuvor die Musiksammlung der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe.

Über den Autor

Reiner Nägele hat 2009 die Leitung der Musikabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek in München übernommen, davor leitete er die Musiksammlung der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart.

Fußnoten

  1. Vgl. RfII – Rat für Informationsinfrastrukturen: Leistung aus Vielfalt. Empfehlungen zu Strukturen, Prozessen und Finanzierung des Forschungsdatenmanagements in Deutschland, Göttingen 2016. Online unter: http://www.rfii.de/download/rfii-empfehlungen-2016 (Zugriff: 16. Juli 2018).
  2. Forum Musikbibliothek. Beiträge und Informationen aus der musikbibliothekarischen Praxis, Weimar 1978–1999, Berlin 2000 ff., hrsg. von der AIBM-Gruppe Bundesrepublik Deutschland. Ab 2012 online unter: http://www.aibm.info/publikationen/forum-musikbibliothek (Zugriff: 10. Oktober 2018).
  3. S. dazu auch den Beitrag „Öffentliche Musikbibliotheken“.
  4. Vgl. Martina Rebmann: Musikabteilungen in wissenschaftlichen Bibliotheken. Aktueller Stand: Kooperationen, Projekte, Perspektiven, in: Musikbibliotheken – Neue Wege und Perspektiven, Sonderheft der Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie (ZfBB), hrsg. von Michael Fernau, Reiner Nägele und Martina Rebmann, Jg. 59 (2012), S. 129–136.
  5. Zu Recherchemöglichkeiten informiert der Beitrag „Musikrecherche“ von Susanne Hein beim Deutschen Musikinformationszentrum (Zugriff: 16. Juli 2018 [Anm. d. Red.: In dieser Form unter miz.org nicht mehr online. Der Beitrag steht in einer neueren Fassung als Tutorial zur Verfügung]).
  6. Vgl. https://www.musikforschung.de/index.php (Zugriff: 16. Juli 2018).
  7. Vgl. http://www.rism.info/de/unternehmen (Zugriff: 16. Juli 2018).
  8. Informationen finden sich im Internet auf den Seiten von Fachhochschulen, aber auch von einstellenden Institutionen, z. B. unter http://staatsbibliothekberlin.de/extras/spezielle-interessen/ausbildung/weiterfuehrendeinformationen (Zugriff: 10. Oktober 2018).
  9. Weitere Informationen z. B. bei http://staatsbibliothek-berlin.de/extras/spezielle-interessen/ausbildung/referendariat ; https://www.ibi.hu-berlin.de/de/studium/fernstudium/startseite ; https://bibliotheksportal.de/informationen/beruf/berufswege/wissenschaftlicher-dienst (Zugriff: 16. Juli 2018).
  10. Informationen zum Studieninhalt: https://bibliotheksportal.de/informationen/beruf/berufswege/studium; Informationen zu den Studienorten: http://marvin.bibliothek.uni-augsburg.de/cgi-bin/daps2.pl?instliste=hochschule (Zugriff: 16. Juli 2018).
  11. Zur Erklärung der gebräuchlichen Technologien und Fachbegriffe siehe Fotis Jannidis [u. a.] (Hrsg.): Digital humanities. Eine Einführung, Stuttgart 2017.
  12. Aleida Assmann, zitiert nach: Alexander Roesler, Bernd Stiegler (Hrsg.): Grundbegriffe der Medientheorie, Paderborn 2005, S. 25.
  13. Hanna Engelmeier: Was ist die Literatur in „Digitale Literatur“, in: Merkur 71 (2017), S. 31–45, hier S. 32.
  14. Klaus Ceynowa: Vom Wert des Sammelns und vom Mehrwert des Digitalen – Verstreute Bemerkungen zur gegenwärtigen Lage der Bibliothek, in: Bibliothek – Forschung und Praxis, Jg. 39 (2015), S. 268–276, hier S. 273.
  15. Klaus Ceynowa: Vom Wert des Sammelns und vom Mehrwert des Digitalen – Verstreute Bemerkungen zur gegenwärtigen Lage der Bibliothek, in: Bibliothek – Forschung und Praxis, Jg. 39 (2015), S. 268–276, hier S. 273.
  16. Positionspapier des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) zur Schaffung nationaler Forschungsdateninfrastrukturen (NFDI). Online unter: https://www.historikerverband.de/verband/stellungnahmen/positionspapier-zur-schaffung-nationaler-forschungsdateninfrastrukturennfdi.html (Zugriff: 10. Oktober 2018, [Anm. d. Red.: Link aktual. 22.03.2022]).
  17. Elmar Mittler: Wohin geht die Reise? – Bibliothekspolitik am Anfang des 21. Jahrhunderts, in: Bibliothek – Forschung und Praxis, Jg. 41 (2017), S. 213–223, hier S. 219.
  18. Jenny Oltersdorf, Stefan Schmunk: Von Forschungsdaten und wissenschaftlichen Sammlungen. Zur Arbeit des Stakeholdergremiums „Wissenschaftliche Sammlungen“ in DARIAH-DE, in: Bibliothek – Forschung und Praxis, Jg. 40 (2016), S. 179–185, hier S. 182.
  19. Siehe hierzu: Grundsätze zum Umgang mit Forschungsdaten der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen, verabschiedet am 24. Juni 2010. Online unter: https://www.ratswd.de/download/RatSWD_WP_2010/RatSWD_WP_156.pdf (Zugriff: 10. Oktober 2018).
  20. Mittler: Wohin geht die Reise?, S. 217.
  21. Klaus Ceynowa, Lilian Landes: Neuer Wein in neuen Schläuchen. Von Wissenschaftlern, die nicht nur anders publizieren, sondern auch anders schreiben werden, in: Bibliothek – Forschung und Praxis, Jg. 38 (2014), S. 287–293, hier S. 292.

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