Über den richtigen Umgang mit Musik im Internet und die Risken bei der Nutzung illegaler Angebote, vor allem in sogenannten ’Tauschbörsen’, informiert ein neuer Leitfaden der internationalen Jugendschutzorganisation Childnet. Unter dem Titel "Jugendliche, Musik und das Internet" informiert er in verschiedenen Schritten über die Funktionalität von ’Tauschbörsen’, die Vermeidung jugendgefährdender Inhalte sowie datenschutz- und urheberrechtliche Fragen und gibt praktische Hinweise für eine verantwortliche Nutzung des Internets. Der Leitfaden kann in deutscher Sprache auf www.pro-musicorg.de heruntergeladen werden.

Die Risiken der Nutzung von ’Tauschbörsen’ werden oft nicht bedacht oder unterschätzt. Sie sind vor allem ein Sicherheitsproblem, denn schädliche Viren und Spyware, die den eigenen Computer ausschnüffelt, sind dort die Regel. Außerdem findet man in sogenannten ’Tauschbörsen’ nicht nur massenhaft illegale Angebote von Musik und Filmen, die urheberrechtlich geschützt sind, sondern auch sehr viel pornographisches und gewaltverherrlichendes Material. Sicher ist hingegen die Nutzung legaler Angebote. Wer Musik und Filme beim Händler oder beim legalen Online-Anbieter kauft, gewährleistet seine Computersicherheit und vermeidet das Risiko
straf- und zivilrechtlicher Verfolgung mit hohen Geldstrafen. Außerdem erhalten die Schöpfer der Produkte hierdurch ein angemessenes Entgelt.

Die Aufklärungskampagne von Childnet startet in 19 Ländern in Kooperation mit der Initiative Pro-Music, die Künstler, Musikervereinigungen, Tonträgerhersteller, Musikverleger und Musikhändler vereint. In Deutschland wird die Kampagne u.a. vom Gesamtverband Deutscher Musikfachgeschäfte (GDM), vom Handelsverband Musik und Medien (HAMM), den Deutschen Phonoverbänden und der Onlineplattform Musicload von T-Online unterstützt.

Stephen Carrick-Davies, CEO Childnet: "Kinder und Jugendliche laden Musik und andere Unterhaltung gerne aus dem Internet. Eltern wissen aber oft nicht genau, wie ’Tauschbörsen’ funktionieren und was dort außerdem noch zu finden ist. Nach unserer Erfahrung brauchen Eltern einfache Informationen mit praktischen Tipps. Es ist wichtig, auf technische Sicherheit, persönlichen Schutz und rechtliche Risiken zu achten und Eltern Hinweise zu geben, damit ihre Kinder Musik aus dem Internet ohne Risiko genießen können."

Gerd Gebhardt: Vorsitzender der Deutschen Phonoverbände: "Der Musikmarkt im Internet ist etabliert. Mehr als 30 legale Musikangebote allein in Deutschland und mehr als 200 weltweit belegen das große Kundeninteresse.
Illegale Musikangebote schaden hingegen den Künstlern und auch den Musikunternehmen. Sie alle leben nämlich vom Verkauf von Musik, nicht von illegalen kostenlosen Angeboten. Deswegen bin ich dankbar für den Leitfaden der Jugendschutzorganisation Childnet."

Michael Huchthausen, Präsident des Gesamtverbandes deutscher Musikfachgeschäfte (GDM): "Aufklärung ist wichtig, damit Kinder und Jugendliche verstehen, dass Musik einen Wert hat, der respektiert und geschützt werden muss. Die Eltern brauchen eine Anleitung, wie ihre Kinder sich sicher und legal verhalten können. Der Musikfachhandel bietet hierfür praktische Tipps - und dazu natürlich Musik für jeden Geschmack."

Nina Krogmann, Geschäftsführerin des Handelsverbandes Musik und Medien
(HAMM): "Der Musikhandel bietet eine große Vielfalt von Musik gleich zum Mitnehmen und dazu eine qualifizierte Beratung vor Ort. Wir unterstützen die Aufklärungsinitiative, damit Eltern wissen, wie ihre Kinder verantwortlich mit Musik umgehen können."

Susanne Peter, Projektleiterin von Musicload: "Als Marktführer haben wir in Deutschland beste Erfahrungen mit dem Onlinevertrieb von Musik gemacht.
Tausende von Kunden schätzen täglich die Vorzüge unseres Angebotes, das mehrere hunderttausend Songs bereithält und technische Sicherheit garantiert."

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