Der Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen führt dieses Jahr das erste deutschlandweite Mentoringprogramm für den weiblichen, trans und nicht-binären Nachwuchs in der Musikbranche durch. Nach drei erfolgreichen Runden in Berlin, findet das Programm ab diesem Jahr erstmals bundesweit statt sowie im Rahmen des EU-geförderten Projektes MEWEM Europa zudem mit einer europäischen Dimension. Interessent*innen aus ganz Deutschland können sich ab jetzt auf die Mentee-Plätze bewerben!

Das VUT-Mentoringprogramm verbindet seit 2015 erfahrene Branchenkenner*innen aus allen Geschäftsbereichen der Musikwirtschaft mit Menschen, die noch am Anfang ihres Berufsweges in der Branche stehen. Im Rahmen des EU-geförderten Projektes MEWEM Europa wurde das bislang nur auf Berlin beschränkte Fortbildungsprogramm weiterentwickelt und für den hiesigen Ableger MEWEM Deutschland auf das gesamte Bundesgebiet ausgeweitet. Im Rahmen des viermonatigen Programms werden 12 sich als Frau, trans oder non-binär identifizierende Menschen, die über langjährige Erfahrung in u.a. den Bereichen Label, Verlag, Vertrieb, Booking, Promotion und selbstvermarktende Künstler*innen verfügen, mit 12 Nachwuchskräften zusammengebracht, um diese nachhaltig bei ihrer beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung zu unterstützen.

MEWEM Europa zielt darauf ab, den Zugang von Frauen zu Führungspositionen und Unternehmertum sowie die Entwicklung von Managementfähigkeiten junger Frauen in der Musikbranche zu fördern. Dafür entsteht in Kooperation mit sieben Partnerorganisationen ein an den Musiksektor angepasstes Ausbildungsprogramm, welches in sechs Ländern parallel durchgeführt wird. Am Ende des Projekts wird ein Modell eines Mentoringprogramms entwickelt, von dem auch weitere europäische Organisationen profitieren können. Das langfristige Ziel von MEWEM Europa ist dabei, dass zukünftig vermehrt Frauen – und zwar auch in Führungspositionen und als Gründerinnen – die Branche mitgestalten.

Dr. Birte Wiemann, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des VUT: "Aktuelle Studien unterstreichen die eklatante Wichtigkeit von Vorbildern für die persönliche Entwicklung besonders von Frauen. Genau an dieser Stelle setzten schon unsere vergangenen Mentoringprogramme an und brachten Branchenneulinge gezielt mit Spezialist*innen aus der Musikwirtschaft zusammen, deren Expertise, Sichtbarkeit und Netzwerkaffinität sie ganz klar zu solchen Role Models machten, wie sie derzeit in der Literatur gefordert werden. In dieser Runde freuen wir uns besonders darüber, dass wir Mentees und Mentor*innen bundesweit zusammenbringen können und damit als eins von sechs Ländern im MEWEM Europa-Netzwerk agieren. Da nicht nur Frauen bislang in der Musikwirtschaft unterrepräsentiert sind, richtet sich das Mentoringprogramm in Deutschland auch an trans und nicht-binäre Personen."

Helen Smith, Geschäftsführerin von IMPALA und Patin des Projektes: "Wir sind stolz, die Patenschaft für MEWEM Europa zu übernehmen, da dieses ambitionierte Programm unterstreicht, dass der unabhängige Sektor bei diesen grundlegenden Themen eine Vorreiterrolle einnimmt. Wir haben das Projekt schon im Rahmen unserer Arbeit für die European Diversity Month hervorgehoben und freuen uns darauf, konkrete Ergebnisse des VUT-Programms in Deutschland zu sehen. Diese Art von Projekt stellt ein echtes Symbol für Empowerment auf EU-Ebene dar."

MEWEM Europa (Mentoring Programme for Women Entrepreneurs in the Music Industry) wird mit Unterstützung des Creative Europe-Programms der Europäischen Union durchgeführt. Kooperierende Organisationen sind National Federation of Independent Labels – FÉLIN (Frankreich), Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen – VUT (Deutschland), Wallonie-Bruxelles Musiques – WBM (Belgien), Asociatia Romanian Artists Worldwide – RAW Music (Rumänien), Mujeres de la Industria de la Música – MIM (Spanien), Music Information Center Austria – MICA (Österreich) und Le LABA (Frankreich).

MEWEM Deutschland wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Initiative Musik im Rahmen des Programms "Infrastrukturprojekte".

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