Wie können junge Menschen in Bayern im kulturell-ästhetischen Bereich noch besser gefördert werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich gestern in München über 100 Vertreter von Künstlervereinigungen, Kommunen, weiteren Institutionen und Pädagogen aus ganz Bayern. Im Rahmen der Tagung „Künste, die die Welt bedeuten? Kulturelle Bildung in Bayern. Kunst und Schule in Stadt und Land“ tauschten sie sich über die Möglichkeiten der Zusammenarbeit in den Bereichen Musik, Literatur, Tanz, Theater und Kunst aus. Eingeladen hatte das Bayerische Bildungsministerium gemeinsam mit dem STADTKULTUR Netzwerk Bayerischer Städte e.V., der Landesvereinigung Kulturelle Bildung in Bayern und der Kulturpolitischen Gesellschaft, Landesgruppe Bayern.

Vernetzung von schulischem und außerschulischem Engagement

„Für die Förderung der Persönlichkeit junger Menschen leistet die kulturelle Bildung einen wichtigen Beitrag“, betonte Kunststaatssekretär Bernd Sibler. „Daher freue ich mich über die vielen Initiativen von Kommunen, Organisationen und Institutionen, schulisches und außerschulisches Engagement noch enger miteinander zu verknüpfen. Die Tagung kann dabei als Impulsgeber wirken.“ Norbert Tessmer, Vorsitzender STADTKULTUR Netzwerk Bayerischer Städte e.V., ergänzte: „Die Kommunen sind – wie in der Aachener Erklärung von 2007 festgehalten – aktive Bildungspartner. Auch die bayerischen Städte und das Netzwerk STADTKULTUR unternehmen seit zehn Jahren große Anstrengungen in der kulturellen Bildung, denn sie fördert die Entwicklung unseres höchsten Gutes – unserer Kinder.“

Projekte und Strukturen im Bereich der kulturellen Bildung

Bei der kulturell-ästhetischen Bildung junger Menschen spielt die Praxis eine wichtige Rolle. In verschiedenen bayerischen Städten sind in den letzten Jahren neue, erfolgreiche Projekte auf den Weg gebracht worden, die sich der Netzwerkbildung verschrieben haben. Beispiele sind der Kultur- und Schulservice der Stadt Coburg, das Projekt „MUBIKIN“ in Nürnberg, das sich auf die musikalische Bildung in Kindergarten- und Grundschulalter konzentriert, oder „Künstler an die Schulen“ in Ingolstadt. Auch bayernweit sind vielversprechende Strukturen entstanden, wie beispielsweise die Förderung des Landesverbandes der Jugendkunstschulen, die landesweiten Projekte von STADTKULTUR Netzwerk Bayerischer Städte e.V. oder auch die Initiative des bayerischen Kultusministeriums „Bildungsregion in Bayern“, die eine enge schulische und außerschulische Zusammenarbeit in der Region zum Ziel hat.

Einig waren sich alle Teilnehmer, dass die vorgestellten Initiativen Vorbilder sein können für eine erfolgreiche Vernetzung von Schule und Kunst, aber auch noch viel Netzwerk- und Strukturarbeit zu leisten sei. Auch vielfältige Förderstrukturen müssten weiter aufgebaut werden.

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