Abbildung: Portrait
Der wiedergewählte Präsident des Landesmusikrats Rheinland-Pfalz: Peter Stieber  
Foto:  Tosten Silz  /  Staatskanzlei Rheinland-Pfalz

Am Dienstag, dem 19. März 2024, fand die Mitgliederversammlung des Landesmusikrats Rheinland-Pfalz im Bürgerhaus in Mainz-Finthen statt. Die Delegierten wählten Peter Stieber erneut zum Präsidenten des Dachverbands für das Musikleben in Rheinland-Pfalz. Neu in das Präsidium gewählt wurden der Landtagsabgeordnete Dr. Matthias Reuber auf Vorschlag des Landesmusikverbandes, der Landesvertreter des Bundesverbandes der freien Musikschulen Gerd Wagner, der Professor für Jazzklavier und Leiter der Jazzabteilung an der Hochschule für Musik Mainz Prof. Sebastian Sternal sowie der 1. Vorsitzende des Landesverbandes rheinlandpfälzischer Liebhaberorchester e.V. Thomas Germain. Als neues Mitglied in den Landesmusikrat aufgenommen wurde die „Junge Streicherakademie Mainz “.

Die Mitgliederversammlung wählte den ehemaligen SWR2-Musikchef für Rheinland-Pfalz und Leiter der Schwetzinger SWR Festspiele, Peter Stieber, der seit 2005 dem Präsidium des Landesmusikrats angehört und seit 2012 als Präsident wirkt, für die nächsten drei Jahre an die Spitze des Landesmusikrats. Stieber zeigte sich sehr zufrieden nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses: „Ich freue mich über die Wiederwahl und das eindrucksvolle Votum der Mitglieder. Der Zusammenarbeit mit dem neu zusammengesetzten Präsidium blicke ich voller Zuversicht entgegen und bin überzeugt, dass wir uns auch in den kommenden Jahren gemeinsam für eine kreative und lebendige Musik-Szene in unserem Bundesland erfolgreich engagieren werden.“

Der bisherige Vizepräsident Karl Wolff, der seit 2008 dem Präsidium angehörte, ist zukünftig nicht mehr Mitglied dieses Gremiums.

Markus Graf, der geschäftsführende Vorsitzende von pop rlp, und Winfried Krämer, Vizepräsident des Landesmusikverbandes, gaben ihre Sitze im Präsidium ab. Markus Graf war seit 2005 Präsidiumsmitglied und füllte von 2011 bis 2023 das Amt des Vizepräsidenten aus. Winfried Krämer gehörte dem Präsidium seit 2021 an. Die Saxophonistin Alexandra Lehmler engagierte sich seit 2022 als kooptiertes Präsidiumsmitglied für den Landesmusikrat und stellte sich im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung nicht zur Wahl. Herr Stieber sprach den scheidenden Präsidiumsmitgliedern seinen Dank aus.

Bereits seit 2023 kooptiertes Mitglied im Präsidium ist der Präsident des Chorverbandes der Pfalz Wolf-Rüdiger Schreiweis, der nun von der Mitgliederversammlung offiziell in das Präsidium gewählt wurde.

Vier bisherige Mitglieder des Präsidiums stellten sich der Wiederwahl und wurden in ihrem Amt bestätigt. Dem Präsidium gehören damit neben Präsident Stieber folgende Persönlichkeiten an:

  • Dr. Joachim Junker, Präsident Landesverband Rheinland-Pfalz des Bundesverbandes Musikunterricht
  • Prof. Dr. Ursula Kramer, Professorin am  Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
  • Uwe Sandner, Dirigent
  • Christa Schäfer, Mitglied des erweiterten Vorstands Landesverband der Musikschulen Rheinland-Pfalz
  • Dr. Matthias Reuber, Landtagsabgeordneter
  • Gerd Wagner, Landesvertreter des Bundesverbandes der freien Musikschulen
  • Thomas Germain, 1. Vorsitzender des Landesverbandes rheinland-pfälzischer Liebhaberorchester e.V.
  • Prof. Sebastian Sternal, Professor für Jazzklavier und Leiter der Jazzabteilung und populäre Musik an der Hochschule für Musik Mainz
  • Wolf-Rüdiger Schreiweis, Präsident des Chorverbandes der Pfalz

Neu aufgenommen in die Reihen der nun 57 Mitgliederverbände und Institutionen des Landesmusikrats ist die „Junge Streicherakademie Mainz“. Die Leiterin, Professorin Annette Seyfried, bedankte sich für das einstimmige Votum der Mitgliederversammlung.

Hintergrundinformationen

Landesmusikrat Rheinland-Pfalz
Der Landesmusikrat hat zur Aufgabe, die Musik in Rheinland-Pfalz zu fördern, und vertritt damit mehr als 500.000 musizierende Menschen im Land. Er ist Dachverband für das Musikleben, für Amateurmusik ebenso wie für professionelle Musik, für Chöre und Orchester. Seine Initiativen richten sich u. a. auf die Ausbildung von Musikberufen, auf die Musikerziehung in Kindergarten, Schule und außerhalb der Schule. Er vertritt die Musikwissenschaft wie auch die Musikwirtschaft und engagiert sich bei der Suche nach konstruktiven Lösungen in bildungs- und kulturpolitischen Fragen. Durch landesweite Wettbewerbe fördert er begabte Kinder, Jugendliche und die Qualität des Musizierens der Laienorchester und -chöre. Seit dem 1. Januar 2013 ist der Landesmusikrat Träger aller fünf LandesJugendEnsembles sowie der Landeswettbewerbe "Jugend musiziert" und "Jugend jazzt". Ferner verteilt er seit 2005 die Zweckerträge aus der GlücksSpirale von Lotto Rheinland-Pfalz an seine Mitgliedsverbände über einen festgelegten Verteilungsschlüssel.

Peter Stieber
Peter Stieber studierte Musikwissenschaft und Gesang in Berlin und war bis 1982 als freier Journalist tätig. Seit 1982 arbeitete er als Rundfunk-Redakteur und war ab dem Jahr 1991 Abteilungsleiter für E-Musik im Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart. Peter Stieber leitete 15 Jahren lang die SWR2 Landesmusikredaktion Rheinland-Pfalz, er hat 14 Jahre als Geschäftsführer der Schwetzinger SWR Festspiele gewirkt und war zudem über 16 Jahre hinweg Künstlerischer Leiter des Konzertbereichs der Festspiele. Die Landesmusikredaktion RLP ist pro Jahr an rund einhundert Konzerten als Kooperationspartner oder Veranstalter im gesamten Bundesland beteiligt. Konzertreihen wie „SWR2 Internationale Pianisten in Mainz“ oder „ClassicClash“ und das Festival „RheinVokal“ stehen dabei im Zentrum. Insbesondere der musikalische Nachwuchs erfreut sich der Förderung durch den SWR: Von „Jugend musiziert“ über die Landtagsreihe „Musikalischer Nachwuchs stellt sich vor“ bis hin zum „Sparkassen Musikstipendium“ reicht das Betätigungsfeld der Landesmusikredaktion. Dem Präsidium des Landesmusikrats Rheinland-Pfalz gehört Peter Stieber seit 2005 an, ab 2009 als Vizepräsident und ab 2012 als Präsident. Seit 2018 ist er Vorsitzender des Vorstands der Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz, der er bereits seit 2012 als Stellvertretender Vorsitzender verbunden war. Im Oktober 2013 wurde er in das Präsidium des Deutschen Musikrats gewählt. Seit 2015 ist er Mitglied im „Bundesfachausschuss Arbeit und Soziales“ und leitet den „Bundesfachausschuss Medien“ im Deutschen Musikrat.

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