Preisträger des diesjährigen IB.SH-JazzAward ist der Pianist Keno Harriehausen. Dies gab Dr. Michael Adamska, Vorstand der IB.SH, gemeinsam mit Nils Landgren, künstlerischer Leiter von JazzBaltica heute in Timmendorfer Strand bekannt. Die Preisverleihung ist zugleich Auftakt zu »Mittsommer JazzBaltica 2020 – live aus Timmendorfer Strand«.

Der IB.SH-JazzAward würdigt seit 2008 die Arbeit und das künstlerische Potenzial junger und vielversprechender deutscher Jazzmusiker und Jazzmusikerinnen, die bei JazzBaltica auftreten. In diesem Jahr stiftet die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) den Geldpreis in Höhe von 3.000 Euro zum 13. Mal.

»Auch in diesem Jahr leisten wir mit dem IB.SH-JazzAward gemeinsam mit dem Hauptsponsor von JazzBaltica einen Beitrag zur Nachwuchsförderung im Jazz! Keno Harriehausen ist ein kreativer und technisch vorzüglicher Pianist. Neben seinem Spiel ist das Kompositorische eine weitere große Stärke. Die ungewöhnliche Instrumentierung seiner Band geht weit über den ›typischen‹ Jazz hinaus. Außerdem trägt sein Quartett mit Musikern aus Lettland, Norwegen und Deutschland den JazzBaltica-Gedanken in der Besetzung«, erläutert Nils Landgren die Entscheidung der Jury.

»Ich freue mich jedes Jahr aufs Neue, den IB.SH-JazzAward zu vergeben. Der Preis passt einfach gut zu uns: Wir leben damit unseren Fördergedanken und vereinen Wirtschafts-, Kultur- und Nachwuchsförderung. Noch besser passt der Preis natürlich zu Keno Harriehausen, er hat ihn mehr als verdient – herzlichen Glückwunsch«, sagt Dr. Michael Adamska, ebenfalls Jurymitglied.

In den letzten Jahren ging der Preis unter anderem an Vincent Niessen, David Grabowski, Anna-Lena Schnabel und Lisa-Rebecca Wulff. Der IB.SH-JazzAward ist nur ein Teilaspekt der langjährigen Partnerschaft zwischen der Investitionsbank Schleswig-Holstein und JazzBaltica. Seit 2004 unterstützt die IB.SH das Festival als Hauptsponsor – denn Finanzierungs- und Planungssicherheit sind Voraussetzung für das konstant hohe künstlerische Niveau von JazzBaltica.

Die fünfköpfige Jury besteht neben Dr. Michael Adamska und Nils Landgren außerdem aus Angela Ballhorn (Jazzthetik), Stefan Gerdes (NDR) und Arvid Maltzahn (Landesmusikrat Schleswig-Holstein e.V.). Die Juroren freuen sich, dass mit dem Preis auch 2020 wieder ein besonders talentierter junger Künstler ausgezeichnet werden kann.

Keno Harriehausen wurde 1988 geboren und wuchs in Hamburg auf, wo er das klassische Klavierspiel erlernte. Mit 16 Jahren verlagerte er seinen musikalischen Schwerpunkt auf den Jazz und absolvierte sein Jazzklavier-Studium zunächst in Utrecht und Amsterdam. Der anschließende internationale Masterstudiengang »European Jazz« führte ihn nach Kopenhagen mit Auslandssemestern in Amsterdam und Trondheim. Seit 2017 lebt Keno Harriehausen in Leipzig, wo er als Pianist, Komponist und Klavierlehrer tätig ist. Bereits in Amsterdam gründete er sein eigenes Quartett, bestehend aus Saxofon, Klavier, Kontrabass und zunächst Schlagzeug, das später durch Cello ersetzt wurde. Diese besondere Instrumentierung und der Klangkosmos seiner Band schaffen eine Symbiose zwischen europäischer Klassik von Dmitri Schostakowitsch bis Maurice Ravel und Jazz von Jan Garbarek bis Jan Johansson. Das Quartett gewann bereits mehrere Preise wie den International Zealand Jazz Award, UJazz Contest, Mechelen Jazzcontest (zusätzlich auch den Publikumspreis) und den Dordtse SENA Jazzaward. Das erste Album der Formation erschien im vergangenen Jahr unter dem Titel »Keno Harriehausen Quartet«. Es wurde von der Kritik vielfach gelobt und von Deutschlandfunk Kultur als das Jazz-Debüt des Jahres ausgezeichnet.

Bei »Mittsommer JazzBaltica 2020 – live aus Timmendorfer Strand« steht Keno Harriehausen am 20. Juni um 16 Uhr gemeinsam mit Fabia Mantwill (Saxofon), Eva Klesse (Schlagzeug), Eva Kruse (Bass) und Nils Landgren (Posaune) auf der Bühne. Dieses und sieben weitere Konzerte werden am 20. und 21. Juni jeweils ab 12 Uhr ohne Publikum aufgezeichnet und live auf ZDFkultur und unter www.jazzbaltica.de/livestream übertragen. NDR Info und Deutschlandfunk senden die Konzerte zu einem späteren Zeitpunkt.

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