Der Verband Deutscher KonzertChöre vereint seit fast 100 Jahren leistungsorientierte Laienchöre aus ganz Deutschland. Den Grundstein für die Verbandsarbeit legte die 1921 gegründete Initiative zur Bildung des „Schutzverbandes Deutscher Konzertgebender Vereine“. Daraus ging am 7. Mai 1925 in Berlin der „Reichsverband der gemischten Chöre Deutschlands“ hervor. Nach einer Neukonstituierung als „Verband gemischter Chöre Deutschlands“ im Jahre 1950 erfolgte 1956 die Umbenennung in „Verband Deutscher Oratorien- und Kammerchöre“ (VDOK). Der heutige Name „Verband Deutscher KonzertChöre“ (VDKC) besteht seit dem 11. Mai 1991 und basiert auf dem Zusammenschluss mit den zuvor eigenständig organisierten ostdeutschen Konzertchören. Seitdem verzeichnet der VDKC einen kontinuierlichen Zuwachs an Mitgliedschören. Mit Aufnahme des Hannoverschen Oratorienchores zum 1. Juni 2014 heißt der Verband Deutscher KonzertChöre sein 500. Mitglied willkommen.

Der VDKC-Präsident Prof. Ekkehard Klemm ist auf diese Entwicklung stolz: „Mit dem Hannoverschen Oratorienchor begrüßt der VDKC einen der ältesten Chöre Deutschlands in seinen Reihen. Mit seiner über 200-jährigen Geschichte reihen die Hannoveraner sich in die lange Liste hervorragender Konzertchöre ein und stellen damit ein für den VDKC sehr typisches Ensemble dar.“

Nicht nur bei den Hannoveranern wird die Chormusik seit Jahrhunderten gepflegt. Die Tradition der deutschen Amateurchöre ist eine seit 1000 Jahren praktizierte Kunst- und Ausdrucksform, die im religiösen Umfeld der Kirchen ihren Ursprung hat. Im ausgehenden 18. und 19. Jahrhundert wurden die deutschen Laienchöre zum Schwerpunkt bürgerlicher Musikkultur. Heute stellen sie das Rückgrat der Musikpflege und Musikausübung dar, ohne das die professionelle Musikausübung undenkbar ist.

Der Erhalt der Tradition spiegelt sich in der gegenwärtigen Chorszene sowie der Arbeit deutscher Chorverbände wieder und zeichnet sich nicht zuletzt in den steigenden Mitgliederzahlen des VDKC ab. „Diese Entwicklung hat den VDKC ermutigt, die ‚Pflege der Chormusik in deutschen Amateurchören‘ als immaterielles Kulturerbe für die UNESCO vorzuschlagen. Erbe und Aufbruch der Chormusik durchdringen sich – der VDKC scheint dafür eine attraktive Adresse der Unterstützung und Förderung zu sein“, so der VDKC-Präsident.

Kulturelle Tradition, gesellschaftlicher Aufbruch und lebendiges Engagement begegnen und vermischen sich bei der Pflege der Chormusik in den deutschen Amateurchören. Diese Ensembles gehören damit nicht nur zum kulturellen Erbe, sondern sind selbst der zu schützende und zu fördernde Kern der Musiktradition, des Musiklebens und der Musikpflege in Deutschland.

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