Die maßgeblichen Verbände der deutschen Musikwirtschaft begrüßen das von Kulturstaatsministerin Grütters heute vorgestellte erste Teilprogramm aus dem Konjunkturpaket NEUSTART KULTUR zur Erhöhung der Künstler*innenförderung der Initiative Musik. Damit kommt die Staatsministerin nun den Empfehlungen der Musikwirtschaftsverbände und der Verwertungsgesellschaften in Teilen nach, mit passgenaueren Förderprogrammen die hochgradige Arbeitsteilung sowie die gegenseitige Abhängigkeit der Branchensektoren zu berücksichtigten.

Für die aktuelle Förderrunde werden die Mittel der bestehenden Künstler*innenförderung der Initiative Musik um insgesamt 10 Millionen Euro aufgestockt. Das seit vielen Jahren intensiv genutzte Programm hilft Künstler*innen und ihren wirtschaftlichen Partnern bislang durch eine Förderung von 40 Prozent der Kosten. Dieser Förderanteil wird nun für einen befristeten Zeitraum um 50 Prozent auf 90 Prozent angehoben. Antragsteller*innen müssen damit anstatt 60 Prozent nur noch einen Eigenanteil von 10 Prozent der Gesamtkosten aufbringen. Insgesamt ist eine Förderhöhe bis zu 67.500 Euro je Projekt möglich. Zusätzlich zu Produktion, Marketing und Tourneen können nun auch die Werkkreation, Probe- und Vorproduktionszeiten gefördert werden.

Die maßgeblichen Verbände der deutschen Musikwirtschaft (BDKV – Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, BVMI – Bundesverband der Musikindustrie, DMV – Deutscher Musikverleger-Verband, LIVEKOMM – Verband der Musikspielstätten in Deutschland, SOMM – Society Of Music Merchants, VUT – Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen) erhoffen sich von diesem niedrigschwelligen Programm entsprechende wirtschaftliche Impulse für Kreative und ihre Partner, beispielsweise Label, Musikverlage, Produktionsstudios, Managements, Bookingagenturen oder Tourneeveranstalter*innen.

Stellvertretend für die berücksichtigten Sektoren der Musikwirtschaft dieses Förderpaketes aus dem BKM, äußern sich DMV, VUT und BVMI wie folgt zur Aufstockung der Künstler*innenförderung der Initiative Musik:

Birgit Böcher, Geschäftsführerin des Deutschen Musikverleger-Verbandes (DMV): "Mit der naheliegenden Erweiterung der bestehenden Künstlerförderung – solidarisch von allen Musikwirtschaftsverbänden und den Verwertungsgesellschaften mitgetragen – gibt es nun auch für Urheberinnen und Urheber und ihre wirtschaftlichen Partnern, den Musikverlagen, gute Möglichkeiten, den ‚Neustart Kultur‘ anzugehen. Die bewährte Abwicklung über die Initiative Musik ermöglicht einen schnellen und unbürokratischen Zugang zum Förderprogramm.“

Mark Chung, Vorstandsvorsitzender des Verbandes unabhängiger Musikunternehmer*innen (VUT): "Der VUT hat dieses mittlerweile mehr als 1.700-mal erfolgreich genutzte Förderprogramm der Initiative Musik bereits 2008 mitkonzipiert. Die nun dank großer Solidarität unter den Verbänden und Verwertungsgesellschaften erfolgte massive Aufstockung durch die BKM sollte viele unterstützen, die in dieser schwierigen Zeit neue Projekte starten. Das kann sich als wirksame Konjunkturmaßnahme innerhalb des ‚Neustart Kultur‘-Pakets erweisen.”

Dr. Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI): "Als Vertreter einer Branche, die mit öffentlichen Geldern seltener in Berührung kommt, ist erfreulich festzustellen, dass es im Dialog mit den anderen Branchenverbänden und der BKM gelungen ist, Anreize zu definieren, die über den ersten Aufschlag des ‚Neustarts Kultur‘ hinausgehen und jetzt auch die Mitgliedsfirmen adressieren. Als Verband liegt unser Fokus nun auf der Umsetzung der Urheberrechtsrichtlinie, von der wir uns bessere Rahmenbedingungen für Kreative und ihre Partner erhoffen – ein Prozess, in dessen Verlauf wir ebenfalls auf die Unterstützung der BKM zählen.“

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