Flashmob des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und des Bayerischen Landesjugendorchesters
Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und das Bayerische Landesjugendorchester setzten sich unter Leitung von Sir Simon Rattle mit einem Flashmob für ein neues Konzerthaus im Münchner Werksviertel-Mitte ein.  
Photo:  Ivana Bilz

Am Freitagmittag (8. Juli) haben sich das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (BRSO) und das Bayerische Landesjugendorchester (BLJO) mit vielen weiteren Musikerinnen und Musikern aus ganz Bayern im Münchner Werksviertel-Mitte zu einem musikalischen Flashmob versammelt, um auf den großen Wunsch nach dem Neuen Konzerthaus an diesem Standort aufmerksam zu machen. Geleitet wurde die fröhlich-bunte Aktion von Sir Simon Rattle, dem designierten Chefdirigenten des BRSO.

Auf dem „Mariss-Jansons-Platz“ direkt vor dem Riesenrad „Umadum“ gaben die insgesamt knapp 300 Musikerinnen und Musiker das Hauptthema aus „Star Wars“ sowie den Raiders March aus „Raiders of the Lost Ark“ von John Williams zum Besten. Mitglieder aus zahlreichen professionellen und Laienensembles mischten sich unter das BRSO und vereinigten sich zu einem großen Ensemble, das gemeinsam aufzeigte, wie stark die Einigkeit und der Zusammenhalt der Musiklandschaft mit Blick auf das Konzerthaus-Projekt ist. Das Engagement und die Begeisterung für die Musik und das Vergnügen des gemeinsamen Musizierens standen dabei im Vordergrund.

„Der Flashmob ist erst die Vorspeise. Natürlich brauchen wir auch ein Gebäude. Wir bleiben optimistisch und wir spielen. Mit Freude, für alle. May the force be with you“, sagte Sir Simon unter dem Applaus des umstehenden Publikums neben dem vorgesehenen Bauplatz für das Neue Konzerthaus, das zur Heimstatt seines künftigen Orchesters werden soll – aber nicht nur.  
 
„Ein Konzerthaus für alle“, das ist der Wunsch und die Vision der Teilnehmenden aus ganz Bayern auf dem „Mariss-Jansons-Platz“. Der große Klangkörper, geleitet vom designierten Chefdirigenten des BRSO Sir Simon Rattle, setzte sich neben dem BRSO und dem BLJO zusammen aus Mitgliedern des Patentorchesters München, des Bayerischen Ärzteorchesters, des Abaco-Orchesters, der Wilden Gungl, der Philharmonie Starnberger See, der Blutenburg Kammerphilharmonie München, der Filmfoniker, der Isar Philharmonie München, der Münchner Symphoniker, der Jungen Philharmonie Ostbayern und anderen, die bis aus Weilheim und Kempten angereist waren.
 
Alle diese Ensembles und viele weitere wollen und sollen Nutznießer des Neuen Konzerthauses werden.

Die Vision Neues Konzerthaus für Bayern
 

Das Neue Konzerthaus kommt nach den aktuellen Plänen ins Herz des Werksviertel-Mitte direkt zu den Menschen und soll Heimat für viel mehr als nur klassische Konzerte sein. Ein Erlebnishaus, in dem Musikvermittlung auf höchstem Niveau mit viel Spaß und Freude stattfindet, in dem neue experimentelle Formate entwickelt werden, wo hochrangige Solisten und Spitzenensembles sowie international bedeutende Gastdirigenten auftreten und gerne wiederkommen; in dem die Hochschule für Musik und Theater neuartige Studiengänge anbieten kann und in dem dank der technischen Ausstattung Live-Übertragungen in Echtzeit und zukünftige, innovative Konzertformate jederzeit realisierbar sind – in dem aber auch Jugendorchester, Laienensembles, Volksmusikgruppen oder Jazz-Combos ihren Platz finden. Es soll das erste durch und durch digitalisierte Konzerthaus und damit ein herausragendes Vorzeigeobjekt für den Technik- und Kulturstandort Bayern sein.

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