Große Stimmen, virtuose Instrumentalist*innen und überraschende Neuentdeckungen: Die Gesellschaft zur Förderung der Klassischen Musik gemeinnützige GmbH gibt die Preisträger*innen des OPUS KLASSIK 2026 bekannt.
Zu den Ausgezeichneten zählen u. a. der Bariton Andrè Schuen als Sänger des Jahres, Violinist Christian Tetzlaff als Instrumentalist*in des Jahres, Anna Lucia Richter als Sängerin des Jahres und Pianist Jean Rondeau für die Solistische Einspielung Instrument des Jahres. Das Café del Mundo erhält eine Auszeichnung für die Tournee des Jahres, Shani Diluka für den Videoclip des Jahres sowie das vision string quartet in der Kategorie Klassik ohne Grenzen und das WDR Sinfonieorchester Köln unter der Leitung von Elena Schwarz für die Weltersteinspielung des Jahres. Der Preis für Nachwuchsförderung (Kinder- und Jugendarbeit) geht an das Freiburger Barockorchester und das Ensemble Recherche mit dem Projekt HEAR! We move.
Besondere Aufmerksamkeit gilt den neuen Kategorien für herausragende Live-Projekte, die erst zum zweiten Mal vergeben wurden: Neben Anna Lapwood in der Kategorie Live-Performance des Jahres Solist*in werden u.a. Lucas und Arthur Jussen mit Alexej Gerassimez und Emil Kuyumcuyan (Live-Performance des Jahres Ensemble/Orchester) und die Duisburger Philharmoniker mit ihrem Projekt Marxloh Music Circus (Klassik ohne Grenzen live) ausgezeichnet. Anastasia Kobekina mit Sasha Waltz und das Konzerthaus Dortmund erhalten beide den OPUS KLASSIK in der Kategorie Innovatives Konzert des Jahres.
Frischen Wind bringt auch in diesem Jahr der Nachwuchs: Der OPUS KLASSIK 2026 würdigt in der Kategorie Nachwuchskünstler*in des Jahres junge Talente wie Sopranistin Shira Patchornik, Cellist Simon Tetzlaff, Bassbariton Marcel Brunner und Pianist Alexander Malofeev.
In der Sonderkategorie Musiklehrer*in des Jahres in Kooperation mit dem Deutschen Musikrat hat die Jury Florian Aschenbrenner für sein musikalisches Engagement an einer Realschule in der Region Oberpfalz mit dem OPUS KLASSIK 2026 geehrt.
Der Innovationspreis für Nachhaltigkeit, vergeben in Zusammenarbeit mit dem Orchester des Wandels, geht an Gregor A. Mayrhofer für ihr Recycling Concerto.
„Vielen Dank für den OPUS KLASSIK 2026. Ich freue mich besonders darüber, dass dieses mir so nahestehende Projekt mit Liedern von Schubert und Schumann ausgezeichnet wird. Mein herzlicher Dank gilt allen, die das möglich gemacht haben, besonders Helmut Deutsch, der mit mir die schwere Zeit der Pandemie zu künstlerischem Glück werden ließ, und Claus Guth, mit dem ich in New York eines der relevantesten Projekte meiner Karriere verwirklichen durfte.“ – Jonas Kaufmann –
„Was für eine schöne Überraschung, als Sänger des Jahres ausgezeichnet zu werden! Dieser Preis ist für mich Bestätigung und Ansporn zugleich, stets in der Musik selbst die Motivation für mein künstlerisches Schaffen zu finden. Mein allerherzlichster Dank geht an alle Partner auf dem und rund um das „Mozart“-Album, meinem Label, meiner Agentur und vor allem meiner Familie und meiner Partnerin. Ohne Euch wäre all dies nicht möglich gewesen.“ – Andrè Schuen –
„Die Auszeichnung mit dem Opus Klassik 2026 ist für mich eine große Ehre. Die Aufnahme meines Albums „Renaissance“ – mit zeitlosen Meisterwerken unter anderem von Händel, Purcell, Monteverdi und Byrd – war eine tiefgreifende, prägende Reise. Die Renaissance-Gemäuer und Ruinen, die das Klavier umgeben, lassen das kostbare Erbe der frühen Humanisten spürbar werden, eine Epoche, in der die Künste gemeinsam aufblühten und die Natur eine Symbiose mit der Spiritualität einging.
In diesem visuellen und musikalischen Kosmos wollte ich einen meditativen Dialog mit dem Klavier zum Ausdruck bringen und zugleich dieses Erbe – die Wurzeln der Polyphonie und der klassischen Musik – in ein neues Licht rücken. Musik besitzt die Kraft, Welten zu verbinden und unmittelbar zur Seele zu sprechen. Ich bin der Jury zutiefst dankbar, dass sie diese Vision gewürdigt hat.“ – Shani Diluka –
„Ich freue mich riesig über diese Auszeichnung. Es ist ein großes Privileg, diesen Weg gehen zu dürfen, in diese unglaubliche Musik eintauchen zu können! Ich möchte mich ganz herzlich bedanken, bei allen, die mich auf meinem Weg unterstützt haben, bei meiner Duopartnerin Kiveli Doerken, und bei der Jury des Opus Klassik – es ist mir eine große Ehre!“ – Simon Tetzlaff –
„Die diesjährigen Preisträger*innen stehen exemplarisch für die außergewöhnliche Vielfalt, Kreativität und internationale Strahlkraft der klassischen Musik. Sie zeigen eindrucksvoll, wie lebendig und vielfältig das Genre ist und setzen mit höchster künstlerischer Exzellenz und außergewöhnlicher Leidenschaft neue Maßstäbe.“, sagt Dr. Clemens Trautmann, Sprecher der Geschäftsführung der Gesellschaft zur Förderung der Klassischen Musik gemeinnützige GmbH und fährt fort: „Die Preisträger*innen tragen die Faszination der klassischen Musik in die Gesellschaft und begeistern ein Publikum weit über die Grenzen der Klassik hinaus. Und weil diese Begeisterung bereits in unseren Schulen und Musikschulen durch die hervorragende Arbeit von Musikpädagogen wächst, ist es uns dieses Jahr ein besonderes Anliegen, den Musiklehrer des Jahres in Kooperation mit dem Deutschen Musikrat zu würdigen."
Die Kategorien Würdigung des Lebenswerks und Bestseller des Jahres werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.
Eine elfköpfige Jury mit Expert*innen aus Musikindustrie, Konzertwesen, Verlagswesen und Medien hatte aus einer Rekordzahl an Einreichungen von über 680 insgesamt 116 herausragende Projekte für die Shortlist nominiert. Insgesamt wurden 39 Preisträger*innen ausgewählt.
Die Preisverleihungen finden mit dem OPUS KLASSIK Konzert am 10. Oktober im Fotografiska sowie am 11. Oktober im Rahmen der großen OPUS KLASSIK Gala im Konzerthaus Berlin statt. Das ZDF überträgt die Gala am selben Abend um 22:15 Uhr im Fernsehen. Wie in den vergangenen Jahren wird die Gala von Désirée Nosbusch moderiert. Die musikalische Begleitung übernimmt das Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung von Anna Rakitina.
Karten für die Gala sind ab 49 Euro hier erhältlich.
Karten für das Konzert können für 39 EUR hier erworben werden.
Eine vollständige Übersicht aller Preisträger*innen finden Sie hier und auf der Webseite.