- Datum:
-
Veranstaltungsort:
Bonn
- Anmeldeschluss:
Beschreibung
Wie politisch sollen oder müssen Kulturveranstaltungen heute sein?
Das fragt das Beethovenfest mit einer Konferenz zum Abschluss des vierjährigen von der Kulturstiftung des Bundes geförderten Projekts „tuned – Netzwerk für zeitgenössische Klassik“, mit dem ein bundesweites Netzwerk aus mehreren Musikfestivals ins Leben gerufen wurde, um künstlerisch, programmatisch und organisatorisch neue Konzertformen und Wirkungsweisen zu erproben und weiterzuentwickeln.
Wir leben in Zeiten zunehmender Geringschätzung von demokratischen Werten, populistischer Beförderung egoistischer Interessen und Verschärfung sozialer Ungleichheit. Diese gesellschaftlichen und politischen Verwerfungen werden von zeitgenössischen Künstler:innen in ihren Werken und von Kurator:innen in ihren Veranstaltungen vielfach aufgegriffen und setzen sich damit oft heftiger Kritik aus.
Welche Verantwortung haben Kulturschaffende, mit ihren Werken und Veranstaltungen zum gesellschaftlichen Diskurs mutig beizutragen und ihn zu beeinflussen? Diese Frage diskutieren und bearbeiten Künstler:innen, Kulturveranstalter:innen, Wissenschaftler:innen, Politiker:innen und die interessierte Stadtgesellschaft in verschiedenen Gesprächs- und Workshop-Formaten und vertiefen Anliegen, die auch im Rahmen des tuned-Netzwerks in den vergangenen Jahren behandelt wurden.
Programm
10 Uhr | Begrüßung Steven Walter (Intendant Beethovenfest Bonn)
10.15 Uhr | Maria Kalesnikava: „Kultur ist kein Luxus, sie ist eine Form des Widerstands“
11–11.45 Uhr | Block I, Session 1–3:
Kunstfreiheit und die gesellschaftliche Verantwortung der Kunst
1. Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio: „Kunstfreiheit – Ambivalenz eines Begriffs“
2. Kay Voges & N. N.: „Überall Krise – kann die Kunst etwas tun und wenn ja, was?“
3. Anselm Cybinski, Marc Sinan & Oxana Omelchuk: „Blick in die Werkstatt – Komponierende als Zeitgenoss:innen“
11.45–12 Uhr | Kaffeepause
12–12.45 Uhr | Podiumsgespräch: „Die Macht der Musik: Kunst in demokratischen und in repressiven Gesellschaften“
12.45–13.45 Uhr | Mittagspause
13.45–14.30 Uhr | Block II, Session 4–6:
Kulturveranstaltungen als Diskursorte – oder nicht?
4. Dirk Kaftan & Tilmann Böttcher (Beethoven Orchester Bonn): „Wandel und Beharrungskraft“
5. Rose Bartmer (Theater Bonn) & Guido Vaněk-Preuß (Tanzgenerator Bonn u. a.): „Für wen machen wir das (nicht)? Das Publikum schlägt zurück.“
6. Dr. Sven Sappelt u. a. (Bundeskunsthalle): „Unparteiisch, aber niemals neutral“
14.45–15.30 Uhr | Block III, Session 7–9:
Böse Menschen haben keine Lieder – tuned-Konzertformate unter der Lupe
7. Joosten Ellée & Janina Rinck (PODIUM Esslingen)
8. Lissa Meybohm, Carlotta Lipski, Elena Bechter und Marlene Unterfenger (TONALi): „Bubble Tea – Alle kochen mit Wasser“
9. Ursula Haselböck & Konstantin Udert (Festspiele Meck.-Vorp.): „Unmöglich nicht politisch zu sein.“
15.45–16.30 Uhr | Conclusio:
Leonie Reineke im Gespräch mit dem critical friend der Veranstaltung, Merle Krafeld (VAN Magazin)
Veranstaltungsleitung
Veranstaltungsort
Beethovenhalle Bonn