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Veranstalter: International Association of Music Information Centres (IAMIC)

Beschreibung

Die International Association of Music Information Centres (IAMIC) ist ein globales Netzwerk von Musikorganisationen mit mehr als 30 Mitgliedern aus aller Welt, das Zugang zu den reichhaltigen Ressourcen des globalen Musiklebens bietet und die Weiterentwicklung des Musiksektors über alle Genres hinweg fördert.

Bereits 2020 war das Deutsche Musikinformationszentrum anlässlich des 250. Geburtstags Ludwig van Beethovens für die Ausrichtung der Jahrestagung der IAMIC in Bonn nominiert. Nach zweimaliger pandemiebedingter Verschiebung wird die Tagung im Mai 2022 nun zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder in Deutschland stattfinden.

Im Herzen der Konferenz steht ein öffentlicher Konferenztag am 24. Mai 2022 unter dem Motto „Musikleben an der Schnittstelle zwischen Tradition und Zukunft“. Mehr als 20 Referent*innen und Gästen tauschen sich hier über zentrale Aspekte des Musiklebens in Deutschland aus: Zeitgenössische Musik und Urheberrecht stehen dabei ebenso im Fokus wie Fragen der Programmgestaltung und der Musikvermittlung. Aspekte wie Digitalisierung, Klimaschutz und Diversität werden ebenso beleuchtet wie die Frage, welche Lehren aus der Corona-Krise gezogen werden können.

Der öffentliche Konferenztag findet in hybrider Form statt, sodass die Veranstaltung nicht nur für IAMIC-Mitglieder, sondern für alle Interessierten geöffnet ist. Die Teilnahme ist per Zoom-Webinar möglich. Bei Interesse an einem Online-Zugang zum öffentlichen Konferenztag schicken Sie bitte eine kurze Nachricht an info@miz.org

 

Programm:

09:15-09:30 Musikalische Eröffnung

09:30-09:45 Begrüßung und Eröffnung
Mit Martin Maria Krüger (Präsident des Deutschen Musikrats), Ingo Mix (Vertreter der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien), Diana Marsh (Präsidentin der IAMIC, SOUNZ Centre for New Zealand Music)

09:45-10:10 Präsentation: Musikleben an der Schnittstelle zwischen Tradition und Zukunft
Mit Holger Noltze (Institut für Musik und Musikwissenschaft der Technischen Universität Dortmund)

Das Musikleben ist seit jeher stark von Austausch und internationalen Kontakten geprägt. Das hilft Orchestern, Opernhäusern, Interpreten und Forschern, vielseitig und damit zukunftsfähig zu bleiben. Heute führt jedoch die zunehmende Digitalisierung zu besonders schnellen und bedeutenden Veränderungen. Auch Fragen des Klimaschutzes und der Gleichberechtigung rücken nicht zuletzt durch die Covid-19-Pandemie stärker in den Fokus der öffentlichen Diskussion. Was bedeutet das für die Zukunft der Musikindustrie? Welche Traditionen erweisen sich als tragfähig und welche Chancen und Risiken ergeben sich aus den neuen Technologien?

10:10-10:15 Einführung in die Panels
Mit Stephan Schulmeistrat (Deutsches Musikinformationszentrum)

10:15-11:15 Panel 1: Hinter den Kulissen: Orchester, Ensembles und Programmplanung

Podiumsdiskussion: Vor welchen Herausforderungen steht der traditionelle Konzertbetrieb in einer globalisierten Welt? Musik ist fast überall und jederzeit verfügbar, und der Wettbewerb hat sich verschärft - nicht zuletzt durch die Digitalisierung. Zunehmend geht es in der öffentlichen Diskussion auch um Fragen des Klimaschutzes und der Gleichberechtigung: Wie vielfältig sind Programme und Teams? Welche Projekte sind in Zeiten der Klimakrise nachhaltig? Eine Debatte über unterschiedliche Ansätze der Programm- und Profilbildung sowie über Individualität und ökonomische Zwänge.

Diskussionsteilnehmer*innen: Louwrens Langevoort (Kölner Philharmonie/Festival ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln), Magdalena Ernst (Duisburger Philharmoniker, Orchester des Wandels e. V.), Steven Walter (Beethovenfest Bonn), Christiane Wiesenfeldt (Universität Heidelberg)

Moderation: Susanna Eastburn (Sound and Music)

11:45-12:45 Panel 2: Zeitgenössische Musik und die Förderung von Komponist*innen

Einblicke: Video über ein zeitgenössisches Musikprojekt

Podiumsdiskussion: Wie ist die Situation der zeitgenössischen Komponist*innen in Deutschland? Welchen Effekt bzw. Nutzen haben Netzwerke und Fördermöglichkeiten und wie erreicht die Musik ihr Publikum? Ein Blick auf die zeitgenössische Musik aus einer Innen- und Außenperspektive.

Diskussionsteilnehmer*innen: Gregor Hotz (Musikfonds), Charlotte Seither (Komponistin, GEMA), Christiane Engelbrecht (Internationale Ensemble Modern Akademie), Thomas Schäfer (Internationales Musikinstitut Darmstadt)

Moderation: Frank J. Oteri (New Music USA)

14:00-15:00 Panel 3: Musikvermittlung

Mitmachaktion mit Ekkehard Vogler (MDR Sinfonieorchester, Musikvermittlung)

Präsentation: Musikvermittlung der ARD / Beethoven-Experiment

Präsentation: Klavier-Festival Ruhr

Podiumsdiskussion: Wie sieht das Publikum der Zukunft aus? Wie tragen wir klassische und zeitgenössische Musik an unterschiedliche Publikumsschichten heran? Was sind die Ziele von Musikvermittlungsprojekten und was sind die aktuellen Trends und Konzepte in dieser Hinsicht? Welche Rolle spielen die Konzepte der "Community Music"? Ein Überblick über die aktuellen Entwicklungen.
Diskussionsteilnehmer*innen: Ekkehard Vogler (MDR Sinfonieorchester), Katharina von Radowitz (Netzwerk Junge Ohren), Tobias Bleek (Klavier-Festival Ruhr)

Moderation: Agnieszka Cieslak-Krupa (Polisch Music Information Centre POLMIC)

15:00-16:00 Panel 4: Musikvertrieb und Urheberrecht

Einführung: Musikvertrieb und Urheberrecht (Arbeitstitel)
Mit Jürgen Brandhorst (GEMA)

Podiumsdiskussion: Wie beeinflusst das Urheberrecht die Verbreitung von Musik und deren Finanzierung? Welche Herausforderungen bestehen zwischen (kostenlosen) Angeboten und der Vergütung von Urhebern? Wie etabliert sind Streaming-Plattformen im Kontext der klassischen Musik? Welche Rolle spielen Streaming-Anbieter für die Entwicklung junger Künstler und welchen Einfluss hat Streaming auf die Förderung von Künstlern?

Diskussionsteilnehmer:  Maximilian Merkle (Idagio GmbH), Jürgen Brandhorst (GEMA), Tilo Gerlach (GVL), NN

Moderation: Egīls Šēfers (Latvian Music Information Centre)

16:20-16:40 Fazit: Musik und Gesellschaft
Mit Christian Höppner (Generalsekretär des Deutschen Musikrats)

Wie wir heute mit Musik umgehen, wie wir lernen zu musizieren und wie wir die Freude daran vermitteln hat nicht nur Einfluss auf unser persönliches Leben, sondern auch auf die Gesellschaft der Zukunft: Was hören wir? Wie neugierig und weltoffen sind wir? Wie verantwortungsbewusst handeln wir? Der Generalsekretär des Deutschen Musikrates mit einem abschließenden Beitrag zu Fragen der musikalischen Bildung, Kultur und der Rolle der Musik in unserem Leben.

16:40-16:50 Musikalischer Abschluss

 


Veranstaltungsort
Online-Veranstaltung
Ansprechpartner
Deutsches Musikinformationszentrum
Deutscher Musikrat gGmbH
Weberstr. 59 (Haus der Kultur)
53113
Bonn
(0228) 2091-280

Kooperationspartner

Deutsches Musikinformationszentrum (miz)

Finanzielle Förderer

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)
Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL)
GEMA-Stiftung