Die öffentlichen Kulturausgaben für Theater und Musik lagen zuletzt bei knapp 4,6 Milliarden Euro. Gemeinden trugen mehr als die Hälfte der Ausgaben, die Länder steuerten 44 % der Mittel bei.

Nach Angaben des Kulturfinanzberichts entfielen im Berichtsjahr 2020 Kulturausgaben in Höhe von rund 4,56 Milliarden Euro auf den Bereich Theater und Musik. Gemeinden, Gemeinde- und Zweckverbände gaben mehr als 2,34 Milliarden Euro für Theater und Musik aus, die Bundesländer finanzierten diesen Kulturbereich mit rund 2,01 Milliarden Euro. Zusammen stellten diese Körperschaftsgruppen damit 95,5 % der öffentlichen Mittel für Theater und Musik bereit. Der Bund trug mit ca. 204 Millionen Euro einen Anteil von 4,5 %; im Jahr 2005 betrug der Anteil der Bundesmittel am Bereich Theater und Musik noch 0,67 %.

Öffentliche Ausgaben für Theater und Musik nach Körperschaftsgruppen
Abbildung: Öffentliche Ausgaben für Theater und Musik nach Körperschaftsgruppen

Hinweis

Die Finanzdaten beziehen sich auf Grundmittel. Diese geben den Zuschussbedarf der öffentlichen Haushalte für einen Aufgabenbereich an, d. h. sie beschreiben die Ausgaben abzüglich der vom Aufgabenbereich erzielten Einnahmen. Die Grundmittel weisen den Betrag aus, der aus allgemeinen Haushaltsmitteln (Steuern, Mitteln aus Finanzausgleich, Kreditmarktmitteln und Rücklagen) bereitgestellt wird, einschließlich der investiven Maßnahmen.

Der Kulturfinanzbericht weist bis einschließlich 2011 Ist-Daten auf Basis der Jahresrechnungsstatistik aus. Aufgrund methodischer Umstellungen der Kern- und Extrahaushalte können für die daraufolgenden Jahre nur vorläufige Ist-Daten ausgegeben werden; es liegen keine endgültigen Daten der Jahresrechnungsstatistik seit 2012 vor. Basis der vorläufigen Ist-Werte ist die Haushaltsansatzstatistik für die staatlichen Haushalte sowie eine Vorabaufbereitung der Gemeindefinanzstatistik für die kommunalen Haushalte. Bei der Interpretation der Zeitreihen ist zu beachten, dass aufgrund der anhaltenden Umstellung von Kameralistik auf Doppik (doppelte Buchführung in Konten) in den Gemeindeausgaben, aufgrund von Ausgliederungen von Kultureinrichtungen sowie Veranschlagungen von Finanzausgleichsmitteln die Daten nicht uneingeschränkt miteinander vergleichbar sind.

Im Hinblick auf die hier nicht aufgeführten Kulturbereiche ist zudem zu beachten, dass die verschiedenen Sparten des Musiklebens nicht nur in der Kategorie „Theater und Musik“, sondern aufgrund ihrer Einbindung in größere Organisations- oder Themenkomplexe häufig auch in anderen Kategorien erfasst werden (z. B. musikbezogene Ausgaben in Bibliotheken; Museen, Sammlungen und Ausstellungen mit Musikbezug; der Fachbereich Musik des Goethe Instituts unter „Kulturelle Angelegenheiten im Ausland“; Coronahilfsprogramme für das Musikleben unter „Sonstige Kulturpflege“). Die Ausgaben für weitere Kulturbereiche sind in der Statistik „Öffentliche Ausgaben für Kultur nach Kulturbereichen und Körperschaftsgruppen“ zusammengestellt.

Statistik

Fußnoten

  1. Mit dem Jahr 2017 erhöhte der Bund seine Mittel insbesondere für die Projektförderung, beispielsweise für das Beethovenjubiläum 2020.
  2. Einschließlich Stadtstaaten.
  3. Einschließlich Gemeinde- und Zweckverbände.

Quelleninformationen

Zusammengestellt vom Deutschen Musikinformationszentrum nach: Kulturfinanzbericht 2022 und 2020, hrsg. von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder, Wiesbaden.

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