Rund 240.000 physische Tonträger waren 2024 auf dem deutschen Musikmarkt erhältlich, 73 % davon Audio-Alben im Segment Pop. Digitale Pop-Singles dominieren zusehends den Markt.

Das Gesamtangebot physischer Tonträger, das vor einigen Jahren noch bei annähernd 300.000 lag, hat sich nach einer rückläufigen Entwicklung zu Beginn der 2020er Jahre bei knapp 240.000 stabilisiert. Ein Viertel des Gesamtangebots waren zuletzt Klassik-Alben (Audio und Video) mit leicht rückläufiger Tendenz, drei Viertel waren Pop-Alben und Singles. Das physische Tonträgerangebot wird insbesondere durch Audio-Alben im Segment Pop bestimmt.

Im digitalen Gesamtangebot haben sich in den letzten Jahren die Pop-Singles durchgesetzt. Ihr Angebot verdoppelte sich zwischen 2020 und 2024 auf knapp 6 Millionen. Das Angebot digitaler Pop-Alben (2024: 3,9 Millionen) und digitaler Klassik-Alben (2024: 285.270) blieb hingegen weitgehend stabil.

Zugleich sind in den letzten Jahren viele Titel als digitale Pop-Single neu erschienen. Allein im Jahr 2024 waren es 911.970 – so viele wie nie zuvor. Als physische Pop-Alben sind 2024 knapp 12.100 Titel neu erschienen, bei den physischen Klassik-Alben gab es knapp 3.000 Neuerscheinungen.

Tabelle
Gesamtangebot und Neuerscheinungen 2004 bis 2024
Tabelle: Gesamtangebot und Neuerscheinungen 2004 bis 2024

Hinweis

Die Daten zu Gesamtangebot und Neuerscheinungen von Pop- und Klassik-Tonträgern basieren auf Angaben der Artikelstammdatenbank PHONONET und DigiAS. Ab 2006 werden auch Neuerscheinungen digitaler Pop-Singles berücksichtigt, ab 2014 ebenfalls das Gesamtangebot digitaler Tonträger. Nachträgliche Korrekturen früherer Jahrgänge der Publikation sind in der Zeitreihe berücksichtigt.

Statistik

Fußnoten

  1. Verschiedene Versionen eines Produkts werden getrennt erfasst.

  2. Jeder Titel wird nur einmal erfasst, auch wenn verschiedene Versionen/Artikelnummern vorliegen; Box-Sets aus mehr als zwei Einheiten sowie Sampler mit verschiedenen Interpreten sind nicht berücksichtigt.

Quelleninformationen

Zusammengestellt und berechnet vom Deutschen Musikinformationszentrum nach: Musikindustrie in Zahlen, hrsg. vom 
Bundesverband Musikindustrie, diverse Jahrgänge.

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