UNISONO begrüßt den Vorschlag der Grünen im Landtag von Sachsen-Anhalt, Kultur zu einer kommunalen Pflichtaufgabe zu machen. „Damit wäre die Finanzierung von Theatern, Orchestern, Museen oder lokalen Kultureinrichtungen deutlich besser gesichert“, sagt unisono-Geschäftsführerin Julia Hofmann. „In politisch immer unsicherer werdenden Zeiten ist das ein wichtiger Schritt zur Sicherung von Orten der Daseinsvorsorge, in denen nicht nur Demokratie gelebt wird, sondern Menschen auch Inspiration und Orientierung für ihren Alltag finden.“

In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt. „Das Zeitfenster im Vorfeld der Wahl ist günstig für solche Weichenstellungen, damit der ohnehin darbende Kulturbereich, der seit der Pandemie finanziell immer mehr unter Druck geraten ist, mehr Geld bekommt“, sagt Hofmann. Folgerichtig ist deshalb aus Sicht von UNISONO die Forderung der Grünen, in Landeshaushalt künftig 1,5 Prozent für kulturelle Ausgaben einzustellen statt aktuell 1,27 Prozent. „Sachsen-Anhalt hätte die Chance, mit dieser Strategie zum Vorreiter für andere Bundesländer zu werden. Es ist höchste Zeit für neues Denken und sichere Leitplanken, damit der Kulturbereich nicht zum Opfer der großen strategischen Veränderungen wird.“

Absätze