Mit Kunst und Kultur kann man nicht früh genug anfangen. Je früher Kunst und Kultur im Alltag unserer Kinder einen Platz haben, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass sie einen Schatz gewinnen, der sie ein Leben lang bereichert: als Besucherinnen und Besucher von Museen, Theatern, Opern-, Ballett- und Konzerthäusern oder selbst als Künstlerin und Künstler. Mit dem Landespreis „Kommunale Gesamtkonzepte für Kulturelle Bildung“ zeichnet das Ministerium für Kultur und Wissenschaft deshalb Städte und Kreise aus, die hervorragende strukturelle Bedingungen schaffen, um Kindern und Jugendlichen einen frühen Zugang zu Kunst und Kultur zu erleichtern.
In der aktuellen Förderrunde erhält die Stadt Bonn diese Auszeichnung zum ersten Mal. Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, überreichte am Freitag, 16. Januar 2026, den Förderbescheid in Höhe von 15.000 Euro an Oberbürgermeister Guido Déus.
Kulturministerin Ina Brandes: „Eine gute Bildung ist der Schlüssel für ein erfolgreiches Leben. Dazu gehört auch eine fundierte Kulturelle Bildung. Mit unserem Landespreis unterstützen wir Städte und Landkreise dabei, Kinder und Jugendliche schon früh zu ermutigen, ihre eigenen Talente, Begabungen und Interessen zu entdecken und auszuprobieren. Das sind die besten Chancen, dass unsere Kinder zum Publikum von morgen werden. Damit stärken wir die gesamte Kulturlandschaft in Nordrhein-Westfalen.“
Als ehemalige Bundeshauptstadt profitiert Bonn von einer besonders hohen Dichte und Vielfalt an musealen Angeboten und bietet als Beethovenstadt viele Anknüpfungspunkte für Kulturelle Bildung. Die bestehenden Angebote – etwa Landesprogramme wie Kultur und Schule oder Kulturstrolche, das Rheinische Lesefest Käpt’n Book, „ViM – Vorschulkinder ins Museum“ oder die kostenlose Bilderbuch-App „Polylino Bonn“ – sind breit gefächert. Diese Angebote sollen künftig noch besser vernetzt werden. Die Jury zeigte sich beeindruckt, wie die Stadt Bonn diesen Herausforderungen mit einem gut strukturierten Konzept begegnen will. Dessen Umsetzung gewährleistet unter anderem eine neu gegründete Koordinierungsstelle. In einer ersten Analyse wurde bereits untersucht, in welchen Stadtteilen das kulturelle Bildungsangebot ausgebaut werden muss, um insbesondere junge Menschen zu erreichen. Als ein Hauptziel für das Konzept benannte die Stadt zudem die Stärkung von Sichtbarkeit und öffentlicher Wertschätzung für Kulturelle Bildung.
Oberbürgermeister Guido Déus: „Die Auszeichnung ist eine großartige Anerkennung für unser Engagement, kulturelle Bildung in Bonn nachhaltig und für alle zugänglich zu gestalten. Mit unserem Gesamtkonzept schaffen wir Räume, in denen Kinder und Jugendliche Kultur nicht nur erleben, sondern aktiv mitgestalten können. Ich danke dem Land Nordrhein-Westfalen und unseren Partnerinnen und Partnern, die uns auf diesem Weg weiter unterstützen – gemeinsam machen wir kulturelle Teilhabe zu einem selbstverständlichen Bestandteil des Lebens in unserer Stadt.“
Seit 2007 würdigt das Land mit dem Wettbewerb besonderes kommunales Engagement in der Kulturellen Bildung. Seither wurden 95 nordrhein-westfälische Städte, Gemeinden und kommunale Verbünde ausgezeichnet.
Insgesamt werden in diesem Jahr neben Bonn sieben weitere Preisträger ausgezeichnet. Gefördert werden etwa Konzepte, die durch Vernetzung von Ämtern, freien Künstlerinnen und Künstlern sowie Kultur-,
Jugend- und Bildungseinrichtungen an der Qualität ihrer kulturellen Bildungslandschaften arbeiten. Kindern und Jugendlichen soll so dauerhaft der Zugang zur Kulturellen Bildung ermöglicht werden.
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