Bei den Publikumsveranstaltungen werden rund 45.000 Besucher:innen erwartet. Rund 6.000 Fachbesucher:innen kommen zudem in die Stadt, um an der Reeperbahn Festival Konferenz und weiteren Fachveranstaltungen teilzunehmen.
Zur Eröffnungsshow am Mittwoch, 16. September, im Schmidts Tivoli kommen zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Kreativwirtschaft zusammen. Hamburgs Senator für Kultur und Medien Carsten Brosda und Björn Böhning, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, werden die internationalen Gäste begrüßen, bevor Festivalleiter Detlef Schwarte das 21. Reeperbahn Festival offiziell eröffnet. Das Festival wird erneut zentrale Themen der Musikwirtschaft in den Blick nehmen und mit Gästen aus dem In- und Ausland diskutieren. So wird es zur Eröffnung ein Gespräch zum Festivalmotto „Forever Legit?“ mit Johann Scheerer, Gründer und CEO von Clouds Hill, und Ama Walton, General Counsel und Chief People Officer von SoundCloud, geben sowie eine Keynote des Künstlers Christopher von Deylen (Schiller).
Festivalmotto: „Forever Legit?“
Das Reeperbahn Festival 2026 beschäftigt sich unter dem Motto „Forever Legit?“ mit der Frage nach der kulturellen Legitimität, Relevanz und Zukunftsfähigkeit der Kreativ- und Musikwirtschaft in Zeiten tiefgreifender gesellschaftlicher und technologischer Veränderungen. Dabei hat das Festivalprogramm den Anspruch, insbesondere jungen Stimmen zuzuhören, Räume zu öffnen und echte Teilhabe zu ermöglichen.
Auch beim Musikdialog Hamburg, der traditionell auf Einladung der Stadt Hamburg im Vorfeld des Reeperbahn Festivals stattfindet, diskutieren in diesem Jahr Spitzenvertreter:innen der bundesweiten Musikwirtschaft gemeinsam mit dem Ersten Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher und Senator Dr. Carsten Brosda unter anderem über die Perspektive der jungen Generation auf die Musik, die Relevanz der „NextGen“ für die Musikwirtschaft und Möglichkeiten, die Transformation der Branche in Zeiten der künstlichen Intelligenz zu gestalten.
„Guest Country of Honour“ ist die Ukraine
Mit dem neuen Format „Guest Country of Honour“ will das Reeperbahn Festival Länder hervorheben, die sich besonders für die kulturelle Relevanz, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung in der heutigen Musikbranche einsetzen. Die Bedeutung der Musik zeigt sich in der Ukraine auf besonders eindrückliche Weise, wo trotz des Krieges weiterhin eine sehr lebendige Szene existiert, die Menschen über Grenzen hinweg zusammenbringt. Auch dieser Szene soll auf dem Reeperbahn Festival eine Bühne gegeben werden, und sie soll mit dem Schwerpunkt eine besondere Würdigung erfahren.
Neu im Programm 2026 ist zudem die zweitägige Konferenz MUSIC FRONTIERS, die am 17. und 18. September erstmals stattfindet. An der Schnittstelle von Musik, Technologie und Kreativwirtschaft wird diese in Kooperation mit MusicTech Germany veranstaltet. Besucher:innen mit Reeperbahn-Festival-Conference-Ticket erhalten kostenfreien Zugang zum Programm von MUSIC FRONTIERS.
Ebenfalls neu und ganz besonders: Mit Future Minds ruft das Reeperbahn Festival in Kooperation mit Hamburg Music Business erstmals einen jungen Programmbeirat ins Leben, der jungen Menschen zwischen 18 und 27 Jahren eine Stimme bei der Mitgestaltung des Festivals geben soll.
Auch 2026 findet im Rahmen des Reeperbahn Festivals der Sustain!-Green Culture Summit statt, die Konferenz der nachhaltigen Musik- und Veranstaltungsbranche. Zudem findet nach ihrer Premiere im vergangenen Jahr erneut auch die Afro Futuristic Convention statt, die Stimmen aus Afrika und der Diaspora rund um kulturelle Identität, Aktivismus und Female Empowerment präsentiert.
Rund 425 Acts aus 44 Ländern
Im Konzertprogramm 2026 sind rund 425 Acts aus 44 Ländern zu erwarten. Besondere Ticketmodelle für ausgewählte Formate und jüngere Besucher:innen ermöglichen 2026 einen niedrigschwelligeren Zugang zum Reeperbahn Festival beziehungsweise zu den Konferenzangeboten. Musikalischer Höhepunkt ist der Anchor – Reeperbahn Festival International Music Award, der neben weiteren Preisverleihungen das Festivalprogramm abrundet.
Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Das Reeperbahn Festival hat sich in den letzten Jahren zur Leitveranstaltung der deutschen Musikbranche und zur international herausragenden europäischen Branchenplattform für die Musikwirtschaft entwickelt. Das Festival baut auch seine Bedeutung für weitere Bereiche der Kreativwirtschaft kontinuierlich aus. Mit dem Festivalmotto ‚Forever Legit?‘ rückt es im Dialog mit der jungen Generation die Zukunftsfähigkeit der gesamten Musikwirtschaft und die gesellschaftliche Bedeutung der Musik in den Mittelpunkt. Hamburg wird auch künftig fest an der Seite des Festivals stehen. Um die zentrale Funktion des Musikstandorts Deutschland in Europa und des Reeperbahn Festivals als internationale Drehscheibe für die Musikwirtschaft zu wahren, braucht es auch über Hamburg hinaus ein klares Bekenntnis zum Festival und seiner wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung. Musik und Popkultur wie auch eine vielfältige Clubszene sind in gesellschaftspolitisch herausfordernden Zeiten wichtiger denn je.“
Detlef Schwarte, Festivalleitung Reeperbahn Festival: „Viele junge Menschen erleben gerade, dass Gewissheiten, auf die frühere Generationen bauen konnten, brüchig werden. Ihr Vertrauen in Politik, Institutionen und etablierte Strukturen nimmt ab – und auch in der Musik akzeptieren sie längst nicht mehr automatisch, was ihnen die Branche oder große Plattformen vorsetzen. Gleichzeitig entscheiden gerade sie mit ihrem Verhalten darüber, welche Musik, welche Technologien und welche Formen des kulturellen und wirtschaftlichen Miteinanders sich durchsetzen. Und darum geht es bei unserem Motto ‚Forever Legit?‘: Wer oder was wird künftig noch als relevant, glaubwürdig und legitim empfunden? Das Reeperbahn Festival möchte die jungen Generationen deshalb stärker zu Beteiligten machen und ihre Perspektiven mit denen von Künstler:innen, Musikwirtschaft, Technologie und Politik zusammenbringen. Und natürlich geht es vor allem um die Musik selbst: Rund 400 internationale Acts zeigen in Hamburg vier Tage lang, wie vielfältig und aufregend die Zukunft klingt.“
Die Stadt Hamburg ist im Rahmen des Reeperbahn Festivals an verschiedenen Veranstaltungen beteiligt:
Musikdialog Hamburg 2026, 16. September
Der Musikdialog Hamburg bringt auf Einladung des Ersten Bürgermeisters Dr. Peter Tschentscher gemeinsam mit Senator Carsten Brosda die Verantwortlichen der deutschen Musikwirtschaft zusammen, darunter Vertreter:innen von Verlagen, Labels, Verbänden und Streamingdiensten sowie Künstler:innen. Im Mittelpunkt der diesjährigen Diskussion stehen die Perspektive der jungen Generation auf die Musik, die Relevanz der „NextGen“ für die Musikwirtschaft und Möglichkeiten, die Transformation der Branche in Zeiten der künstlichen Intelligenz zu gestalten. Moderiert wird der Musikdialog in diesem Jahr von der Musikerin, Autorin und Moderatorin Nina Sonnenberg.
Es gibt Impulsvorträge unter anderem von Thomas Rathgeb, Leiter Medienkompetenz, Jugendschutz und Forschung der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg; Gizem Çelik, Pop Culture Strategist und Consultant und Creatorin; Antje Valentin, Generalsekretärin des Deutschen Musikrats, Nina Graf/Miu, Künstlerin und Vorstandsvorsitzende des PRO MUSIK Verbands und Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender Chairmen und CEO des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. (BVMI).
Für die Teilnahme ist eine persönliche Einladung erforderlich.
Opening Show des Reeperbahn Festivals
16. September um 18:00 Uhr im Schmidts Tivoli, Spielbudenplatz 27-28
Moderiert von Yasmine Blair wird es ein vielfältiges Programm aus Redebeiträgen, inhaltlichen Debatten und Musik-Acts geben.
Es sprechen unter anderem Senator Carsten Brosda, Björn Böhning, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, Festivalleiter Detlef Schwarte, Johann Scheerer, Gründer und CEO von Clouds Hill und Ama Walton, General Counsel & Chief People Officer von SoundCloud, sowie der Musiker Christopher von Deylen (Schiller).
Musikalische Beiträge gibt es von Dotan und Schiller, featuring Julia Sanina.
Soundcheck Hamburg 2026
17. September, 11:00 Uhr, „Hamburg Haus“ / Musikclub Twentyfive Club, Reeperbahn 25
Die Behörde für Kultur und Medien Hamburg, die Hamburg Marketing GmbH und der Hamburg Music Business e. V. laden im Schulterschluss der Hamburger Unterstützer:innen des Reeperbahn Festivals und der hiesigen Musikbranche zum gemeinsamen Empfang „Soundcheck Hamburg“ ein.
Moderiert von Diana Huth gibt es nach einer Begrüßung von Carsten Brosda ein politisch besetztes Expert:innengespräch mit dem Titel „Ankerplatz Hamburg – Die Kreativwirtschaft als Innovationsmotor für die nächsten zwei Jahrzehnte“ mit den Mitgliedern der Hamburgischen Bürgerschaft Hansjörg Schmidt (SPD), Fachsprecher für Wirtschaft, Medien und Innovation, Dietrich Wersich (CDU), Fachsprecher für Kultur, Medien und Integration, René Gögge (Bündnis 90/Die Grünen), Fachsprecher für Kultur und Medien, und Marie Kleinert (Die Linke), Fachsprecherin für Kultur und Medien, in dem es um Fragen des Erhalts und Ausbaus der Wirtschafts- und Anziehungskraft des Musikstandorts Hamburg geht.
Warner Music Central Europe Reception
17. September, Tazzi Pizza, Clemens-Schultz-Straße 18
Senator Carsten Brosda besucht den Empfang von Warner Music im Rahmen des Reeperbahn Festivals.
VIA Awards
17. September, 20:00 Uhr, Schmidts Tivoli, Spielbudenplatz 27-28
Die laut eigener Aussage „ersten und einzigen Kritikerpreise der unabhängigen Musikbranche“, die VIA Awards, werden seit 2015 im Kontext der VUT Indie Days beim Reeperbahn Festival in Hamburg verliehen. Eröffnet wird der Abend von Senator Carsten Brosda, moderiert wird die Awardshow von Nina Sonnenberg.
Weitere Infos: www.viaawards.de
RockCity PopReception
18. September, 11:30 Uhr, Dschungel/RockCity Büro, Sternstraße 4
RockCity lädt gemeinsam mit dem BV POP Musikbranche Künstler:innen und Politik sowie Popfördereinrichtungen anderer Bundesländer im Rahmen des Reeperbahn Festivals zum PopReception Meet & Greet. Dabei wird es um das Thema Popförderung in verschiedensten Facetten gehen. Senator Carsten Brosda wird ein Grußwort halten. Mit weiteren Redebeiträgen von Andrea Rothaug, Geschäftsführerin RockCity Hamburg e. V., mit einer Keynote und im Gespräch mit Andreas Jäger, Geschäftsführer des Verbands für Popkultur in Bayern und BV POP Vorstandsmitglied.
Das gesamte Festivalprogramm sowie weitere Informationen finden Sie unter: www.reeperbahnfestival.com