Gruppenfoto der Preisträgerinnen und Preisträger der OPER! AWARDS 2026
Gruppenfoto der Preisträger:innen der OPER! AWARDS 2026  
Foto:  Uwe Moosburger l altro - die fotoagentur

Im Rahmen einer festlichen Preisverleihung wurden am 23. Februar 2026 die Preisträgerinnen und Preisträger der OPER! AWARDS 2026 ausgezeichnet. Zu den Gewinnern in den Hauptkategorien gehören u. a. die Sopranistin Miina-Liisa Värelä (Beste Sängerin), der Tenor Jonathan Tetelman (Bester Sänger), Barrie Kosky (Bester Regisseur), Erin Morley und Lawrence Brownlee (Bestes Solo-Album), Nadezhda Karyazina (Beste Nachwuchskünstlerin) sowie Gianluca Capuano (Bester Dirigent). Der Lebens- und Ehrenpreis ging an den Bühnen- und Kostümbildner Jürgen Rose.

Bereits im November letzten Jahres wurde bekanntgegeben, dass die Auszeichnung „Bestes Opernhaus“ an das Theater Regensburg unter seinem Intendanten Sebastian Ritschel geht. Das Opernhaus war Gastgeber der OPER! AWARDS 2026. (Vollständige Preisträgerliste am Ende der Pressemitteilung und im Anhang)

Die OPER! AWARDS sind Deutschlands einziger öffentlich verliehener internationaler Opernpreis. Er wird jährlich im Rahmen einer Preisverleihungsgala an die weltweit besten Künstler und Akteure auf und hinter der Bühne vergeben. Über die Awards in insgesamt 20 Kategorien entscheidet die Jury aus Fachjournalisten. Bewertungszeitraum ist spielzeitübergreifend das Jahr 2025. Das Gewinnerhaus des vergangenen Jahres war das Opernhaus La Monnaie / De Munt in Brüssel.

„Neben den Auszeichnungen für die großartigen Preisträgerinnen und Preisträger vergibt die Jury mit dem ‚Größten Ärgernis‘ jedes Jahr auch einen Anti-Preis, um damit auf einen besonderen Missstand in der Opernlandschaft hinzuweisen“, so Ulrich Ruhnke, Gründer und Jury-Vorsitzender der OPER! AWARDS. Das „Größte Ärgernis“ in diesem Jahr ist die Abwicklung des Orchesters der Bühne Baden. „Noch vor Antritt des neuen Intendanten der Bühne Baden wurde diesem verkündet, dass sein Orchester, das letzte echte Operettenorchester Österreichs, aufgelöst wird. Seine Dienste im Jubiläumstheater und der Sommerarena sollen vom (im Musiktheater ungeübten) Tonkünstlerorchester Niederösterreich versehen werden. Öffentliche Proteste liefen ins Leere, die Politik bleibt stur. Damit wird die letzte originäre Operettenbühne des Landes ihres Rückgrats, ja ihrer musikalischen Seele beraubt. Jetzt bleibt in Österreich nur das Ferien-Orchester der Lehár-Festspiele Bad Ischl. Und ein Blick nach Deutschland, wo die Staatsoperette Dresden und die Musikalische Komödie Leipzig zeigen, wie Spezialbetriebe dieser Art florieren. Die Abschaffung des Operettenorchesters der Bühne Baden ist das Ärgernis des Jahres“, so die Begründung der Jury.

gez. Ulrich Ruhnke
Jury-Vorsitzender der OPER! AWARDS


Vollständige Liste der Preisträgerinnen und Preisträger der OPER! AWARDS 2026:
BESTES OPERNHAUS: Theater Regensburg
BESTE SÄNGERIN: Miina-Liisa Värelä
BESTER SÄNGER: Jonathan Tetelman
BESTER DIRIGENT: Gianluca Capuano
BESTER REGISSEUR: Barrie Kosky
BESTES ORCHESTER: Staatskapelle Berlin
BESTER CHOR: Coro del Teatro alla Scala
BESTE URAUFFÜHRUNG: Il nome della rosa von Francesco Filidei
BESTE AUFFÜHRUNG: Hotel Metamorphosis bei den Salzburger Pfingstfestspielen
BESTER BÜHNENBILDNER: Jo Schramm
BESTE KOSTÜMBILDNERIN: Cécile Trémolières
BESTES SOLO-ALBUM: Golden Age (Pentatone) mit Erin Morley und Lawrence Brownlee
BESTE GESAMTEDITION: Donizetti Songs (Opera Rara)
BESTE NACHWUCHSKÜNSTLERIN: Nadezhda Karyazina
BESTE WIEDERENTDECKUNG: Die toten Augen am Theater Altenburg Gera
BESTES ZUKUNFTSPROJEKT: Verdi OFF beim Festival Verdi Parma
BESTES FESTIVAL: Opern-Uraufführung Rummelplatz am Theater Chemnitz im Rahmen des
Kulturhauptstadtjahres
LEBENS- UND EHRENPREIS: Jürgen Rose
BESTER ENTREPRENEUR: Christof Loy für Los Paladines
GRÖSSTES ÄRGERNIS: Abwicklung des Orchesters der Bühne Baden