Beim Musikdialog Hamburg diskutierten heute (16. September) auf Einladung der Stadt Verantwortliche der deutschen Musikwirtschaft gemeinsam mit Dr. Peter Tschentscher, Hamburgs Erster Bürgermeister, und Dr. Carsten Brosda, Hamburgs Senator für Kultur und Medien, über die Zukunft der Branche. Im Mittelpunkt der bundesweiten Leuchtturmveranstaltung im Vorfeld des Reeperbahn Festivals stand dieses Jahr die Bedeutung von Musik für die nächste Generation. Neben den Spitzenvertreter:innen von Verlagen, Labels, Verbänden und Streamingdiensten sowie Künstler:innen waren dieses Jahr passend zum Thema auch Jugendliche am Roundtable vertreten.
Den Auftakt zum Thema „Next Gen“ und der Frage, welche Rolle Musik in ihrem Alltag spielt, machten zwei Impulsvorträge aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Die Podcasterin („More than Gossip“) und Creatorin für Pop Culture, Gizem Çelik und der Sozialwissenschaftler und Experte für Jugend- und Medienforschung, Thomas Rathgeb führten aus ihrer Sicht in das Thema ein. Im Mittelpunkt der Diskussion standen dabei Fragen wie: „Wie und wo entdecken Jugendliche neue Musik?“ und „Wie wichtig ist ihnen der Mensch, der hinter der Musik steht?“. Eine zentrale Rolle spielte dabei auch das Thema „Musikalische Bildung“. Im zweiten Teil wurde darüber hinaus über die Entwicklungschancen junger Musiker:innen und die Möglichkeiten zur Gestaltung der Transformation der Branche in Zeiten der künstlichen Intelligenz gesprochen. Hierzu hielten unter anderem Nina Graf „Miu“, Künstlerin und Vorstandsvorsitzende des PRO MUSIK Verbands und Dr. Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender Chairmen und CEO des Bundesverbandes Musikindustrie e. V. (BVMI), weitere Impulsvorträge.
Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Mit dem Blick auf die ‚Next Gen‘ wollen wir nicht nur die Musikwirtschaft zukunftsfähig machen, sondern wollen auch deutlich machen, dass Musik immer auch eine gesellschaftliche Ausdrucksform einer Generation ist. Umso wichtiger ist es, dass wir diese wichtige Debatte im Rahmen des Musikdialogs auch mit Vertreter:innen der jungen Generation selbst führen. Ihre Einstellung bestimmt maßgeblich, wie Musik künftig entsteht, entdeckt, genutzt und erlebt wird.“
Thormas Rathgeb, Experte für Jugend- und Medienforschung: „Die Ergebnisse der aktuellen JIMplus-Studie wie auch ein Rückblick über die ganze JIM-Studienreihe machen deutlich, dass Musik eine Konstante und zentraler Aspekt der Jugend ist. Egal, über welchen technischen Weg, Musik ist immer dabei, stiftet Identität und ist Tag für Tag eine wichtige emotionale Stütze für die junge Generation.“
Gizem Çelik, Podcasterin, Creatorin: „Wir neigen dazu, die neuen Generationen als radikal anders zu sehen. Aber die Wahrheit ist, dass jede Generation ihre Phasen und ihre Plattformen hatte. Bei Gen Alpha ist es TikTok statt Radio, aber die Sehnsucht nach Musik, nach Identität und nach Zugehörigkeit ist zeitlos."
Weitere Informationen zum Musikdialog finden Sie hier: Musikdialog Hamburg - hamburg.de.
Die „JIMplus-Studie 2026“ zeigt ergänzend zu der jährlich erscheinenden, quantitativen Studienreihe JIM (Jugend, Information, Medien), wie Jugendliche die Chancen und Belastungen digitaler Medien erleben.
Weitere Informationen zur JIMplus Studie: https://mpfs.de/studie/jimplus-2026/.