Über 120 Vertreter:innen aus Kultur, Stiftungen und Verwaltung sowie pädagogische Fachkräfte und Kita-Träger kamen am 12. Februar im Altonaer Museum zum Fachtag der Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendkultur e. V. zusammen. Unter der Fragestellung „Wie gelingt Kulturelle Bildung in der Kita? Inspiration, Rahmenbedingungen und strukturelle Herausforderungen“ wurden erfolgreiche Kooperationsmodelle vorgestellt und Perspektiven für nachhaltige Strukturen der Kulturellen Bildung an der Schnittstelle Kultur und Kita in der Hansestadt entwickelt. Am Rande des Fachtags gründete sich eine Hamburger Landesgruppe des bundesweiten Netzwerks Frühkindliche Kulturelle Bildung.
Im Herbst 2024 hat der Senat das neue Rahmenkonzept Kinder- und Jugendkultur verabschiedet und wurden die neuen Bildungsleitlinien für die pädagogische Arbeit in Kitas veröffentlicht. Hamburg hat damit wichtige Grundlagen für die Kinder- und Jugendkultur gelegt. Der Fachtag gab Impulse, wie diese Rahmensetzungen im Bereich der frühkindlichen Bildung in der Praxis umgesetzt werden und gemeinsam mit der Fachszene Strukturen der Vernetzung und Kooperation von Kultur und Kita ausgebaut und gestärkt werden können. Inspiration für den Austausch lieferten dafür eine Keynote sowie Good-Practice-Beispiele aus Hamburg und anderen Bundesländern.
Im Anschluss an den Fachtag gründete sich im Kinderbuchhaus im Altonaer Museum eine Landesgruppe des Netzwerks Frühkindliche Kulturelle Bildung (https://netzwerk-fkb.de). Bundesweit setzen sich darin über 350 Personen aus Kunst, Kultur, Bildung, Wissenschaft und Politik dafür ein, dass auch junge Kinder in den ersten sechs Lebensjahren Zugang zu Kunst und Kultur erhalten. Das Netzwerk bündelt Kompetenzen und Expertisen und fördert den Fachdiskurs in Theorie und Praxis. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen an der Landesgruppe teilzunehmen.
Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Kulturelle Bildung ist kein ‚Zusatzangebot‘, sondern ein wesentlicher Schlüssel zu Teilhabe und Chancengerechtigkeit. Diese Überzeugung war handlungsleitend in der Entwicklung des Rahmenkonzepts zusammen mit jungen Menschen und der Fachszene – und das ist es auch für die praktische Umsetzung. Ich freue mich, dass wir mit dem Fachtag in enger Kooperation mit der Bildungsbehörde und der LAG Kinder- und Jugendkultur nun die guten Ideen des Konzepts in die Praxis umsetzen. An Kultur teilzuhaben und die eigene Kreativität auszuleben, eröffnet Kindern neue Perspektiven auf ihre Welt und ermöglicht jungen Menschen von Beginn an ihre Gesellschaft mitzugestalten.“
Ksenija Bekeris, Senatorin für Schule, Familie und Berufsbildung: „Der Fachtag ist ein hervorragender Anlass kulturelle Bildung stärker in den Mittelpunkt zu stellen, denn sie hat hohe Bedeutung für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Hamburgs Kitas tun gut daran sie fest im Alltag zu verankern, ihr Raum und Zeit zu geben, ihre pädagogische Arbeit daran auszurichten.“
Der Fachtag ist ein Projekt der LAG Kinder- und Jugendkultur e. V. in Kooperation mit der Behörde für Kultur und Medien und der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung. Finanziert durch die Behörde für Kultur und Medien.
Die aktuelle Ausgabe des kju-Magazins der LAG Kinder- und Jugendkultur e. V. enthält ein ausführliches Interview mit Prof. Dr. Widdascheck sowie Reportagen zu allen auf dem Fachtag vorgestellten Projekten. Die aktuelle Ausgabe finden Sie hier: kju Magazin
Das Netzwerk Frühkindliche Kulturelle Bildung wird von der Crespo Foundation und der Soziallotterie freiheit+ gefördert. Trägerin ist die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung.