Die Entscheidungen sind gefallen: In der dritten Runde des Festivalförderfonds erhalten 134 Festivals aus allen 16 Bundesländern eine Förderzusage. Für die aktuelle Förderrunde standen 4 Millionen Euro aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien zur Verfügung.
Kleine Festivals, große Wirkung
Auch in dieser Runde standen kleine und mittlere Festivals klar im Fokus. Besonders sichtbar wird ihre Bedeutung außerhalb der Metropolen: 71 Prozent der geförderten Festivals sind in ländlichen Regionen verortet und leisten dort einen entscheidenden Beitrag zur Vielfalt, bieten Raum für Teilhabe und künstlerische Entwicklung und sichern Musiker:innen Bühnen für ihren nationalen und internationalen Erfolg.
Festivals sind nicht nur kulturelle Begegnungsorte – sie stärken die Wirtschaft vor Ort und entfalten zugleich überregionale Strahlkraft. Die Förderung zielt darauf ab, kulturelle Strukturen nachhaltig auszubauen und Festivals als kreative Plattformen sowie Impulsgeber für die Kultur- und Kreativwirtschaft mit überregionaler und bundesweiter Bedeutung langfristig zu stärken.
Jury-Highlights der dritten Runde
Einige Festivals überzeugten die Jury besonders durch ihr starkes Engagement und ihre gesellschaftspolitische Relevanz:
- TIBA Festival in Köln, das durch seine klar im Afrofuturismus verankerte Ausrichtung, professionelle Weiterentwicklung und konsequent inklusive Praxis überzeugt – vom vollständig BIPOC-besetzten Booking bis hin zu Gebärdensprachdolmetschung und inklusiven Tanzworkshops.
- La Figue – Festival zum queerfeministischen Kampftag in Karlsruhe, das durch seine stringente Haltung, ein zu 80 Prozent FLINTA*-besetztes Line-up, queerfeministische Kooperationen und barrierearme Teilhabe überzeugt, etwa durch niedrige Ticketpreise.
- Akzeptanzfestival in Potsdam, das durch sein inspirierendes Engagement für Inklusion überzeugt und Menschen mit und ohne Behinderung zusammenbringt, um gemeinsam zu feiern, zu tanzen und ins Gespräch zu kommen.
- KM28 Forstfest in Grünow, das durch seine internationale Vernetzung, experimentelle Musikprogramme und Förderung künstlerischer Nischen außerhalb urbaner Zentren ein starkes kulturelles Signal setzt.
Hoher Förderbedarf und Ausblick auf die nächste Runde
Mit 463 eingereichten Anträgen war die Nachfrage erneut hoch: Rund 29 Prozent der Antragstellenden erhielten eine Förderung. Eine weitere Förderrunde des Festivalförderfonds ist für September 2026 geplant. Im Bundeshaushalt wurden hierfür erneut 4 Millionen Euro etatisiert. Details zum genauen Antragsstart für in 2027 stattfindende Festivals sowie den Förderbedingungen werden über die Kanäle der Initiative Musik bekannt gegeben.
Weitere Informationen zum Festivalförderfonds und alle geförderten Festivals finden Sie unter:
www.initiative-musik.de/livemusikfoerderung/#festivalfoerderfonds
www.initiative-musik.de/doku