Der am 15. Juni 2026 vorgestellte Bericht „Bildung in Deutschland 2026“ liefert eine umfassende Bestandsaufnahme des deutschen Bildungssystems und analysiert dessen Entwicklungen in den vergangenen zwei Jahren. Der Bericht erscheint im zweijährigen Turnus auf Grundlage amtlicher Statistiken und sozialwissenschaftlicher Erhebungen. Er wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Kultusministerkonferenz gefördert und ist eine wichtige Grundlage für bildungspolitische Debatten in Politik, Wissenschaft und Gesellschaft.

Antje Valentin, Generalsekretärin des Deutschen Musikrats, betont: „Der Deutsche Musikrat begrüßt ausdrücklich, dass die außerschulische Musikalische Bildung im aktuellen Bildungsbericht sichtbar gemacht wird. Der Bericht benennt zentrale Herausforderungen, die auch den Musikbereich betreffen: Fachkräftemangel, zunehmende bürokratische Anforderungen und Förderauflagen, ungleiche Teilhabechancen sowie die angespannte Haushaltslage vieler öffentlicher Träger und daraus resultierende unsichere Förderperspektiven. 

Kritisch sehen wir jedoch, dass im Bericht die Bedeutung Musikalischer Bildung in der Schule ausgeblendet wird. Es ist sehr besorgniserregend, dass bereits heute vielerorts schulischer Musikunterricht nicht mehr stattfindet oder fachfremd erteilt wird. Dabei ist die Schule der einzige Ort, an dem alle Kinder und Jugendlichen erreicht werden können. Kontinuierlicher und qualifizierter Musikunterricht ist deshalb eine unverzichtbare Voraussetzung für kulturelle Teilhabe.“ 

Musikalische Bildung leistet wichtige Beiträge zur Sprachförderung, Demokratiebildung, Inklusion und Integration. Wie die aktuelle repräsentative Allensbach-Umfrage „Musikunterricht in der Schule“ des Deutschen Musikinformationszentrums zeigt, ist regelmäßiger Musikunterricht in der Schule zudem ein Schlüssel für den lebenslangen Zugang zur Musik. 

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