Porträt Christian Illgen
Christian Illgen  
Foto: Lutz Edelhoff  /  Theater Erfurt

In der heutigen Mitarbeiterversammlung wurde Christian Illgen von Oberbürgermeister Andreas Horn und Dezernent Steffen Linnert der Belegschaft offiziell als neuer interimistischer Intendant des Theaters Erfurt vorgestellt. Die Bestellung als Künstlerischer Werkleiter erfolgte in der gestrigen Werkausschusssitzung für die Spielzeit 2026/27 bis zum Ende der Spielzeit 2027/28. Illgen folgt damit auf Malte Wasem, der nach sieben erfolgreichen Jahren am Theater Erfurt zum Ende der Spielzeit 2026/27 das Haus verlässt, um neue Wege zu gehen. Ab dem 1. August 2026 wird Illgen als neuer Intendant tätig.

„Das Theater Erfurt hat ein großartiges Musiktheater-Ensemble, einen wunderbaren Opernchor und ein klangvolles Philharmonisches Orchester. Ich freue mich sehr auf die gemeinsame künstlerische Arbeit mit allen Beteiligten auf und hinter der Bühne in den nächsten zwei Jahren. Das Verhältnis zwischen dem Theater und seinem Publikum hat einen besonderen Stellenwert in Erfurt. Der Theatertransformationsprozess und die Wiedereinführung der Sparte Schauspiel sind starke Signale der Stadt Erfurt, und zeigen gerade in Zeiten politischer und sozialer Krisensituationen, wie wichtig Kunst und unverzichtbar der Austausch darüber sind. Die Möglichkeit am Theatertransformationsprozess die nächsten zwei Jahre mitzuwirken, fühlt sich gut an.“, sagt Christian Illgen.

Zur Person

Christian Illgen ist 1978 in Freiberg (Sachsen) geboren und war 1987 bis 1997 Mitglied im Dresdner Kreuzchor. Nach seinem Zivildienst lebte er auf Borneo und war Mitinitiator des Millennium Choir mit über 1000 Mitgliedern zur Jahrtausendwende. Er gründete auf Borneo das Barock-Ensemble „Bare Walls“ und veranstaltete Konzerte zur Unterstützung sozialer Projekte. Zurück in Deutschland studierte er Rechtswissenschaften, Betriebs- und Volkswirtschaftslehre. In den Jahren 2007 bis 2011 war er Projektleiter des Internationalen Gesangswettbewerbes „Competitione dell`Opera“ und des Internationalen Klavierwettbewerbes „Anton G. Rubinstein Wettbewerb“. Parallel dazu leitete er von 2008 bis 2010 als Geschäftsführer das Forum Tiberius – Internationales Forum für Kultur und Wirtschaft in Dresden, unter dessen Verantwortung 2009 das World Culture Forum in der Gläsernen Manufaktur von VW stattfand. Von 2015 bis 2026 war er Künstlerischer Betriebsdirektor und Chefdisponent am Vier-Spartenhaus Staatstheater Cottbus.