Mit einem klaren Bekenntnis zur kulturellen Infrastruktur stärkt Staatsminister für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, die Denkmallandschaft in Deutschland: Rund 35 Millionen Euro stellt der Bund für die inzwischen 14. Auflage des Denkmalschutz-Sonderprogramms bereit. Die Auswahl der geförderten Vorhaben wurde gestern durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages beschlossen. Damit ist der Weg frei für dringend erforderliche Sanierungsmaßnahmen an mehr als 140 kulturell bedeutsamen Denkmälern und historischen Orgeln in allen Teilen Deutschlands.

Staatsminister Wolfram Weimer erklärt: „Die Stärkung der Kulturinfrastruktur liegt mir besonders am Herzen. Kulturbauten gehören zu unserer Identität als Kulturnation. Sie fördern den gesellschaftlichen Zusammenhalt, indem sie Räume für Anregung und Begegnung schaffen. Das erfolgreiche Denkmalschutz-Sonderprogramm zeigt, was möglich ist, wenn Bund, Länder, Kommunen und die Bürger vor Ort gemeinsam Verantwortung für unser kulturelles Erbe übernehmen.“

Zu den ausgewählten Projekten gehören unter anderem

  • der jüdische Friedhof in Mannheim (Baden-Württemberg),
  • die Junkershallen am ehemaligen Flughafen Oberschleißheim (Bayern),
  • das Mittelmeerhaus im Botanischen Garten in Berlin,
  • der Eltzer Hof in Eltville (Hessen),
  • das Juluem in Helmstedt (Niedersachsen),
  • der Kreuzgang im Aachener Dom (Nordrhein-Westfalen),
  • die Baumann-Orgel in der Bergkirche in Bad Bergzabern (Rheinland-Pfalz),
  • das Kloster Gerode in Sonnenstein (Thüringen) und
  • die ehemalige Spinnerei und Weberei in Ebersbach-Neugersdorf (Sachsen).

Bis einschließlich 2025 wurden im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogramms bereits insgesamt 547 Millionen Euro investiert. Die Bundesmittel werden dabei durch Länder, Kommunen, Eigentümerinnen und Eigentümer sowie durch bürgerschaftliches Engagement ergänzt. Denkmalschutz-Mittel in dieser Größenordnung sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, sie kommen insbesondere auch kleinen und mittelständischen Bau- und Handwerksbetrieben im Bereich der Denkmalpflege zugute.

Bereits im November 2025 hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages weitere Mittel in Höhe von 50 Millionen Euro für eine 15. Auflage des Denkmalschutz-Sonderprogramms veranschlagt. Damit kann der Bund das erfolgreiche Förderinstrument fortführen.