Verbände, Unternehmen und Kreative der deutschen Livebranche fordern die Bundesregierung in einem offenen Brief zur Regulierung des Ticketzweitmarkts auf.  Als besonders problematisch werden Leerverkäufe angesehen; noch vor dem offiziellen Vorverkaufsstart würden Verkäufer auf Plattformen Tickets anbieten, die sie noch gar nicht besitzen, und dafür überhöhte Preise fordern. Die Unterzeichner kritisieren, dass daduch Zwischenhändler Geld verdienen, die zur Kultur nichts beitrügen als "Abzocke".

In anderen Ländern sei der Ticketzweitmarkt bereits reguliert. Entsprechendes habe die Koalition aus CDU/CSU und SPD auch im Koalitionsvertrag für die 21. Legislaturperiode angekündigt. Die Unterzeichner fordern daher, nun zügig einen Gesetzentwurf vorzulegen, welcher u. a. Veranstalter:innen das Recht gibt zu bestimmen, auf welchen Plattformen ihre Tickets angeboten werden. Ferner wird eine Preisobergrenze von 25 Prozent gefordert sowie das Verbot von Leerverkäufen,  ein Bot-Verbot und ein Verbot falscher Identitäten, eine vollständige Transparenzpflicht sowie ein Meldesystem und Haftung.