Der vierte Kulturförderbericht des Landes Rheinland-Pfalz zieht Bilanz über die kulturpolitischen Maßnahmen nach der Pandemie und zeigt, wie gezielte Investitionen, neue Förderstrukturen und der Kulturentwicklungsplan die Kulturlandschaft im Land nachhaltig gestärkt haben.

Zur Umsetzung des Kulturentwicklungsplans wurde der Kulturetat deutlich aufgestockt. Im Jahr 2024 gaben das Land und die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur insgesamt 171,7 Millionen Euro für Kultur. Im aktuellen Doppelhaushalt stieg der Kulturetat des Kulturministeriums um 12 Prozent für 2025 und um 14 Prozent für 2026. Insgesamt haben sich die Ausgaben des Landes für Kultur in dieser Legislaturperiode um rund 28,3 Prozent erhöht.

Zusätzlich wurden kulturpolitische Leitthemen entwickelt, darunter die Stärkung regionaler Kulturlandschaften, bessere Rahmenbedingungen für Kunst- und Kulturproduktion sowie eine stärkere gesellschaftliche Verankerung von Kultur.

Im Bereich Musik wurden in den Jahren 2023 und 2024 die Landesmusikakademie in Neuwied-Engers zum „Zentrum der Laienmusik“ von Rheinland-Pfalz ausgebaut, die Mittel für die Musikschulen in dieser Legislaturperiode um 40 Prozent erhöht sowie landesweit 15 Stellen zur Unterstützung der ehrenamtlichen und freien Kulturszene geschaffen. Zudem wurden die Nachwuchsförderung in den Bereichen Jazz, Pop und Rock verbessert und wichtige Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit, kulturelle Teilhabe junger Menschen, die Einführung von Mindesthonoraren und die Provenienzforschung neu in den Blick genommen.