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20.09.2018 Musikfest Berlin 2018 zieht Bilanz

 

Die Konzerte in den letzten Festivaltagen bescherten dem Musikfest Berlin weitere musikalische Höhepunkte. Sie standen nochmals ganz im Zeichen der zeremoniellen Musikformen und Aktionen mit der konzertanten Aufführung eines Bühnenwerkes, einem Stummfilm mit Live-Musik sowie Live-elektronischer Musik und einer Late-Night in der St. Matthäus-Kirche. 

Das Musikfest Berlin 2018 wurde vom 31. August bis 18. September von den Berliner Festspielen in Kooperation mit der Stiftung Berliner Philharmoniker veranstaltet. An den 19 Festivaltagen mit insgesamt 27 Veranstaltungen kamen rund 34.000 Besucher*innen in die Philharmonie Berlin und deren Kammermusiksaal, in das Konzerthaus Berlin, den Pierre Boulez Saal, den Großen Sendesaal des rbb und die St. Matthäus-Kirche.

Bei dem Eröffnungskonzert des Musikfest Berlin am 1. September von der Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim wurde mit der Aufführung von Boulez' „Rituel“ und Strawinskys „Le Sacre du Printemps“ ein zentrales Thema des Festivals eingeführt, welches am 18. September in der gefeierten Aufführung von Stockhausens „INORI – Anbetungen für zwei Tänzermimen und großes Orchester“ durch das Orchester der Lucerne Festival Academy unter der Leitung von Peter Eötvös seinen Abschluss fand. Dieser Abend war Teil eines vier Konzerte umfassenden Porträts zu Karlheinz Stockhausen, das mit dem Pianisten Pierre-Laurent Aimard und weiteren Interpret*innen zentrale Werke des Komponisten anlässlich seines 90. Geburtstages einem breiten Publikum nahe brachte. Als weiterer zeitgenössischer Komponist stand George Benjamin im Fokus, dem als Composer in Residence der Berliner Philharmoniker drei Programme im Festival gewidmet waren und der die Berliner Philharmoniker und das Mahler Chamber Orchestra als Dirigent leitete.

Weitere Höhepunkte waren die Konzerte des Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin mit der Aufführung des Stummfilms „J’accuse“ von Abel Gance mit neuer Musik von Philippe Schoeller, die konzertante Aufführung von Debussys „Le Martyre de Saint Sébastien“ durch das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin mit Robin Ticciati sowie Dvořáks „Requiem“ mit dem Konzerthausorchester und dem Collegium Vocale Gent dirigiert von Philippe Herreweghe sowie die Late-Night der Schola des Rundfunkchores Berlin mit Tabea Zimmermann und weiteren Solist*innen in der St. Matthäus-Kirche.

Außerdem war Bernd Alois Zimmermanns letztes vollendetes Werk, die Kantate „Ich wandte mich und sah an alles Unrecht, das geschah unter der Sonne“, aufgeführt durch die Münchner Philharmoniker unter der Leitung von Valery Gergiev mit Michael Rotschopf und Josef Bierbichler als Sprecher, zu erleben. Die starke Reaktion des Publikums bewies die Relevanz dieser Komposition für unsere Zeit. Alle Werke von Bernd Alois Zimmermann, die in diesem Jahr anlässlich seines 100. Geburtstages einen Fokus im Festival bildeten, wurden geradezu enthusiastisch aufgenommen: Carolin Widmanns Interpretation von Zimmermanns Violinkonzert mit den Berliner Philharmonikern, die Aufführungen von „Photoptosis“ und „Stille und Umkehr“, gespielt vom Orchester der Deutschen Oper unter der Leitung von Donald Runnicles sowie der „Sinfonie in einem Satz“ mit dem gefeierten Rotterdam Philharmonic Orchestra und Yannick Nézet-Séguin, das nach 32 Jahren wieder zu Gast in Berlin war.

Das Boston Symphony Orchestra und die Chöre des Gewandhaus Leipzig unter der Leitung von Andris Nelsons begeisterten mit ihrer Interpretation der 3. Symphonie von Gustav Mahler, das Royal Concertgebouw Orchestra und Manfred Honeck mit Musik von Anton Webern und Anton Bruckner sowie die beiden Konzerte im Pierre Boulez Saal mit ihren kammermusikalischen Programmen mit zentralen Werken von Anton Webern, Pierre Boulez, Gerard Grisey, Alban Berg und Robert Schumann. Die Musik von Anton Webern bildete auch den ersten Teil des Konzertes des Ensemble Modern Orchestra unter der Leitung von Enno Poppe, welches dann im zweiten Teil mit der Aufführung von „passage/paysage“ von Mathias Spahlinger dieses lange nicht mehr aufgeführte Werk zu neuem Leben erweckte – ein enthusiastisch gefeierter Abend.

Das Eröffnungskonzert des Musikfest Berlin 2018 am 1. September wurde vom rbb Kulturradio um eine Stunde zeitversetzt gesendet und deutschlandweit im ARD-Radiofestival ausgestrahlt. Insgesamt wurden vier Konzerte des Musikfest Berlin 2018 vom rbb Kulturradio übertragen und elf Konzerte sowie das Quartett der Kritiker von Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet und davon wiederum vier Konzerte live gesendet. In der Digital Concert Hall wurden die Konzerte der Berliner Philharmoniker live ausgestrahlt und sind nach wie vor im Archiv abrufbar.
Alle Sendetermine finden Sie online unter Musikfest Berlin im Radio und Internet.

Das Musikfest Berlin 2019 findet vom 29. August bis 19. September statt.

Quelle: http://www.berlinerfestspiele.de

 
 

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