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06.06.2018 Kulturrat NRW veröffentlicht Positionspapier "Landesweites Gesamtkonzept Kulturelle Bildung NRW"

 

Der Kulturrat NRW hat am 5. Juni 2018 ein Positionspapier für ein landesweites Gesamtkonzept zur kulturellen Bildung in NRW veröffentlicht:

Positionspapier: Landesweites Gesamtkonzept Kulturelle Bildung NRW

Nordrhein-Westfalen hat im Bereich Kulturelle Bildung viele wichtige Projekte und Vorhaben auf den Weg gebracht: Nicht zuletzt im Kulturfördergesetz wird explizit formuliert, dass „durch kulturelle Bildungsangebote […] die kulturelle kreative Betätigung und die Nutzung des Kulturangebotes als Bestandteile lebenslangen Lernens gestärkt werden [sollen]“. Aktuell gibt es eine sehr reichhaltige kulturelle Bildungslandschaft in NRW und zusätzliche Landesprogramme wie Kultur und Schule, JeKits oder Kulturrucksack, aber auch Kultur und Alter, die die Arbeit der kulturellen Bildungsakteure unterstützen und Pionierarbeit im Feld ermöglichen.

Kulturelle Bildung ist eine Querschnittsaufgabe. Um auf diesem Gebiet landesweit und ressortübergreifend Qualität und Kontinuität weiter zu entwickeln, ist eine enge Zusammenarbeit der unterschiedlichen Politikressorts unabdingbar, um eine lebenslange, diverse Kulturelle Bildung in formalen, non-formalen und informellen Kontexten für alle unabhängig von Herkunft, Bildung und Kapital in NRW zu ermöglichen. Kultur, Schule und Jugendarbeit, Familie und Integration sollten innerhalb der Kulturellen Bildung kooperieren und so Synergieeffekte schaffen. Im Sinne der bisher geleisteten Pionierarbeit in NRW wünscht sich der Kulturrat NRW ein landesweites Gesamtkonzept der Kulturelle Bildung NRW, indem die für kulturelle Bildung zuständigen Ministerien in NRW gemeinsame Strategien entwickeln und ressortübergreifende Förderung und Vernetzung der Kulturellen Bildung in allen Handlungsfeldern ermöglichen.

Innerhalb dieses „Landesweiten Gesamtkonzepts Kulturelle Bildung NRW“ sollten auch folgende Aspekte ausgebaut werden:

  • Förderung von Konzepten und Ausstattung zu Fragen der Digitalisierung in der Kulturellen Bildung müssen dringend vorangetrieben werden
  • Vielfaltssensible Kulturelle Bildung soll als Querschnittsaufgabe gestärkt werden, um allen Teilen der Gesellschaft Teilhabe zu ermöglichen
  • Die Ausbildung aller beteiligten Professionen (Pädagogisches Fachpersonal, Lehrer*innen, Erzieher*innen, Künstler*innen, Kulturmanager*innen, …) muss ausgebaut werden. Umsetzungsvorschläge:
    • Die Zahl der Studienplätze für die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern im Bereich Musik und Kunst an Musik/Kunsthochschulen und Universitäten soll über Vereinbarungen mit dem Wissenschaftsministerium deutlich erhöht werden.
    • Der Zuschnitt der Aufnahmeprüfung für das Studium der Schulmusik soll sich verstärkt an der schulischen Unterrichtspraxis orientieren.
    • Auch in den künstlerischen Studiengängen sollen verstärkt didaktische, pädagogisch-methodische und vielfaltssensible Ansätze berücksichtigt werden.
  • Die Weiterbildung aller beteiligten Berufsgruppen muss sichergestellt und zugänglich gemacht werden.
  • Das Zeitbudget der künstlerischen Fächer im Stundenkanon der Schule muss sichergestellt sein.
  • Die Position der künstlerischen Fächer an Schulen muss gestärkt werden.
  • Die Infrastruktur der außerschulischen Kulturellen Bildung muss gestärkt werden.
  • Beschäftigungsverhältnisse brauchen stabile Strukturen und faire Honorare.
  • Die kulturelle Bildung muss in Kultureinrichtungen gestärkt werden und einer diversen Bevölkerung offenstehen. Sie ist ein unverzichtbarer Teil von kultureller Teilhabe, deshalb müssen Strukturen der wechselseitigen Zusammenarbeit von Kultureinrichtungen und Bildungsakteur*innen ausgebaut und gefestigt werden.
  • Analog zum Theater-und-Orchester-Pakt fordern wir die Stärkung der kommunalen Einrichtungen der Kulturellen Bildung.

Quelle: https://www.kulturrat-nrw.de

 
 

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