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04.06.2018 Hamburger Elbjazz zieht positive Festivalbilanz

 

Mit jeweils 15.000 Besuchern an den beiden Haupttagen des Festivals – insgesamt waren über 21.000 Tages- und 2-Tageskarten verkauft worden – verzeichnete das diesjährige ELBJAZZ einen neuen Rekord und konnte die bisherige Bestmarke aus dem Vorjahr sogar noch einmal um fast 2.000 Karten steigern. Bereits am Donnerstagabend war die achte ELBJAZZ-Ausgabe mit drei Konzerten in der Elbphilharmonie gestartet, auf die mehr als 50 weitere auf insgesamt acht außergewöhnlichen Bühnen – neben dem Großen und Kleinen Saal der Elbphilharmonie u.a. in den Laderäumen eines ehemaligen Kühlfrachters, im Kirchenschiff von St. Katharinen und natürlich auf dem Werftgelände von Blohm+Voss – folgten. Insbesondere bei Blohm+Voss erwartete die Besucher dabei wieder eine einzigartige Kulisse aus rauhem Industriecharme, aufwändigen Illuminationen, gigantischen Projektionen, liebevollen Dekorationen und natürlich den für ELBJAZZ mittlerweile obligatorischen Disco-Kugeln an den Haken der Ladekräne.

Dank des optimierten Shuttlekonzepts mit größeren Barkassen und einer höheren Pendelfrequenz der Busse konnten die Besucher dabei noch entspannter als in den Vorjahren zwischen den Bühnen wechseln und sich voll und ganz auf das ELBJAZZ-Prinzip des „Entdecken und Erleben“ einlassen. Und zu entdecken und erleben gab es eine Menge: Zum ersten Mal in seiner Geschichte hatte Elbjazz einen „artist in residence“ verpflichtet: Michael Wollny war der überragende Künstler in diesem Jahr. Es gibt nur wenige Pianisten in Europa, die über eine Kreativität und Energie verfügen, wie Wollny. Mit drei verschiedenen Programmen riss er das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin.

Den Großen Saal zum Tanzen brachte die CMQ Bigband. Mit ihren eleganten schwarz-weißen Outfits ließen die 17 jungen Musiker kubanischen Mambo und Bolero wiederauferstehen, wie er in den 40er- und 50er-Jahren in Havanna gespielt wurde. Die Band aus Madrid war bei ihrer Deutschland-Premiere die Überraschung des Festivals. Überhaupt prägten Bigbands das diesjährige Festival wie nie zuvor. Bereits am Donnerstag legte das Andromeda Mega Express Orchestra mit einem wilden Avantgarde-Mix in der Elbphilharmonie vor, einen Tag später wurde es auf der Hauptbühne brasilianisch, als die NDR Bigband mit Alon & Joca südamerikanisches Flair verbreitete. Die SWR Bigband und der Pianist und Arrangeur Django Bates zeigten am letzten Festivaltag, was man alles mit Beatles-Kompositionen anstellen kann. „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ und andere Beatles-Klassiker bekamen unter Bates Leitung ein neues Gewand.

Der US-Saxofonist Kamasi Washington schließlich reiste zwar nicht mit einer Bigband an, doch seine Combo hat die mitreißende Energie eines Großensembles. Washington setzte den Schlusspunkt eines stilistisch abwechslungsreichen Festivals: Urban Jazz mit Nils Wülker und seinen Gästen Nico Suave, Maxim und DJ Mad traf auf den erdigen Blues der Marcus King Band; die legendären The Cookers weckten Erinnerungen an den Jazz der 60er-und 70er-Jahre, der sich von allen Fesseln befreit hatte; afrikanische Elemente wurden von der Sängerin Nneka und Schlagzeuger Tony Allen und seiner Band beigesteuert; mit dem Franzosen Michel Portal und seinem deutschen Kollegen Heinz Sauer zeigten zwei Veteranen des modernen Jazz, dass man auch mit mehr als 80 Jahren für magische Momente sorgen kann.

Die ELBJAZZ-Künstler, egal ob Newcomer oder Legende, versprühten eine Spiellust, die sich nicht nur auf die vielen Tausend Besucher, die je nach Konzert gebannt lauschten oder ausgelassen tanzten, sondern scheinbar auf den ganzen Hafen übertragen hatte. Diese Begeisterung auf und vor den Bühnen konnte auch eine Gewitterfront am Freitagabend nicht schmälern. Aufgrund des Starkregens musste das Programm auf den beiden Open Air-Bühnen bei Blohm+Voss zwar für rund zwei Stunden unterbrochen werden, das Programm auf den fünf Indoor-Bühnen des Festivals lief aber wie geplant und auch die Konzerte auf den beiden Outdoor-Bühnen auf der Werft konnte fortgesetzt werden. Für die Werftbesucher wurden zwischenzeitlich zwei zusätzliche Hallen geöffnet, in denen sie vor dem Regen Zuflucht fanden. Lediglich der Auftritt des Michael Wollny Trios fiel den Wassermassen zum Opfer, da es aufgrund des 23-Uhr-Konzertes des Trios in der Elbphilharmonie keine Möglichkeit gab, später zu spielen. Die drei Musiker gaben daraufhin spontan ihre Zusage, beim ELBJAZZ 2019 bei Blohm+Voss aufzutreten.

Aber nicht nur musikalische Premieren und Highlights waren beim diesjährigen ELBJAZZ zu finden: Neu war auch das Format Business Mixer, eine Branchen-Plattform mit Networking-Events für Künstler und Musikwirtschaftende aus der ganzen Welt, der sich mit 65 Teilnehmern in seinem ersten Jahr bereits einer beträchtlichen Beliebtheit erfreute.

Nach dem Festival ist vor dem Festival: Die Vorbereitungen für das ELBJAZZ 2019 sind in vollem Gange, der Termin steht bereits fest. Das ELBJAZZ findet im kommenden Jahr am 31. Mai und 1. Juni statt. Wer sich schnell entscheidet, kommt in den Genuss der preisvergünstigten Early Bird-Karten für 85 Euro inkl. aller Gebühren für das gesamte Festival-Wochenende inkl. eines Konzertes in der Elbphilharmonie – erhältlich ab sofort unter www.elbjazz.de.

Quelle: https://www.elbjazz.de

 
 

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