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16.04.2018 Landesmusikrat Rheinland-Pfalz vergibt erstmals Inklusionspreis Musik

 

Unter dem Motto „Leben wie alle – mittendrin von Anfang an“ vergab der Landesmusikrat Rheinland-Pfalz e.V.  in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur sowie dem Landesbeauftragten für die Belange behinderter Menschen zum ersten Mal den „Inklusionspreis Musik Rheinland-Pfalz“. Kindertagesstätten, Schulen und Musikschulen, soziale Einrichtungen sowie Musikvereine und Chöre konnten ihre Projekte einreichen.

Gesucht wurden Beiträge, die zeigen, wie Inklusion durch Musik im alltäglichen Miteinander realisierbar ist und gelebt wird. Ziel ist es, das gemeinsame Leben und Lernen  mittels der Musik von Menschen mit und ohne Behinderung zu fördern. Unter den zahlreichen Einsendungen wählte eine unabhängige Jury die besten Beispiele aus. Sie orientierte sich dabei an der Aktualität, dem Innovationsgehalt und der Nachhaltigkeit in der Öffentlichkeit. Alle Projekte sollen zur Nachahmung anregen.

Am Samstag, den 14. April 2018 wurden die preisgekrönten Projekte im Rahmen der 2. Inklusionsmesse Rheinland-Pfalz in der Rheingoldhalle in Mainz feierlich ausgezeichnet.

Magnus Schneider, Vorsitzender der Lotto-Stiftung Rheinland-Pfalz übergab die Preise in der Kategorie Allgemeinbildende Schulen an Projekte folgender Schulen:

  • BBS EHS Trier; 2. Preis mit 600 Euro dotiert
  • Peter-Jordan-Schule Mainz; 2. Preis mit 600 Euro dotiert
  • Realschule plus und FOS Kaisersesch; 2. Preis mit 600 Euro dotiert

Johannes Schweizer, Geschäftsführer des  Netzwerks Selbstbestimmung und Gleichstellung überreichte die Preise in den Kategorien Musikschulen und Soziale Einrichtungen an

  • die Musikschule Trier-Saarburg; 1. Preis mit 800 Euro dotiert (Musikschulen)
  • die Musikschule „Spiel mit“ Wittlich; 2. Preis mit 600 Euro dotiert (Musikschulen)
  • fidibus e.V.; 1. Preis mit 800 Euro dotiert (Soziale Einrichtungen)

Als Vertreter des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Demografie übergab Matthias Rösch die Preise in den Kategorien Musikvereine und Chöre und Freie Szene an folgende Projekte

  • Chor LUMOS; 1. Preis mit 800 Euro dotiert (Musikvereine und Chöre)
  • (S)chillaGang; 1. Preis mit 800 Euro dotiert (Freie Szene)

Peter Stieber, Präsident des Landesmusikrats Rheinland-Pfalz, lobte in seiner Ansprache das vorbildliche Engagement der Preisträger und bedankte sich bei den Preisstiftern für die Unterstützung, ohne die eine Realisierung des ersten Inklusionspreises Musik Rheinland-Pfalz nicht möglich gewesen wäre.

Weitere Informationen zum Inklusionspreis Musik Rheinland-Pfalz finden Sie unter www.lmr-rp.de

Kurzbeschreibungen der ausgezeichneten Projekte:

Kategorie Musikvereine und Chöre

Chor LUMOS

Der integrative Chor möchte die musiktherapeutische Arbeit des Chorgesangs in Boßweiler und Umgebung fördern. Dies wird insbesondere durch das Projekt „Leben und musizieren ohne Schranken“ verwirklicht: Freude am gemeinsamen Singen vermitteln, vielfältige Wirkung von Musik nutzen, Integration psychisch kranker Menschen fördern, die Gemeinschaft der Projektteilnehmer fördern und ein Angebot für alle Menschen schaffen, die Freude an der Musik haben. Der Chor hat über das Jahr verteilt viele Projekte und Auftritte. An Weihnachten veranstaltet er ein Weihnachtskonzert, an dem sich alle Mitglieder beteiligen und einbezogen werden. 2016 wurde eine Spendenaktion für das Kinderhospiz Sterntaler geplant. Bei allen öffentlichen Auftritten des Chores wurde dafür gesammelt, um am Ende eine Spende von
3000 € übergeben zu können.

Kategorie Freie Szene

(S)chillaGang

Die (S)chilla Gang ist eine Kooperation von Schülern der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen Schiller-Schule-Höhr-Grenzhausen und des Wilhelm Remy Gymasiums Bendorf. Sie treffen sich außerhalb des unterrichtlichen Rahmens. Zum allerersten Mal trat die Band anlässlich des Tages der Kinderreichte auf. Dies war auch ein Anlass für den Zusammenschluss zwei bestehender Formationen. Bei „First steps“ in Koblenz traten sie zum zweiten Mal auf. Weitere Auftritte sind bereits in Planung.

Kategorie Soziale Einrichtungen

fidibus e.V.

Fidibus ist ein ehrenamtlich geführtes Familienzentrum in Trier. Dort möchte man insbesondere allen Kindern einen Zugang zur Musik ermöglichen und dabei Brücken bauen und Barrieren abbauen. Das Projekt „ Mobile Interkulturelle Musikwerkstatt“ bietet fidibus in Kindertagesstätten, Grund- und Förderschulen in Trier und Umgebung an. In dem Projekt bauen sie zusammen elementare Instrumente und musizieren zusammen.

Kategorie Musikschulen
Kreismusikschule Trier-Saarburg

Die Kreismusikschule Trier-Saarburg bietet einen kostenlosen, wöchentlichen Unterricht für die 247 Kinder der „Förderschule ganzheitliche Entwicklung Schweich“ an. Dabei singen sie Spiel-, Rhythmus und Bewegungslieder, jeweils angepasst an den jeweiligen Entwicklungsstand der Kinder. Dabei setzen sie auch die Gebärdensprache ein und können somit eine Einbeziehung aller Teilnehmer unterschiedlicher Beeinträchtigungsstärke garantieren. Die Teilnahme an diesem Unterricht zeigt Fortschritte in der Konzentration, der Aufmerksamkeit, der Koordination und der Merkfähigkeit bei den Schülern. Ziel ist die musikalische Frühförderung der Schüler mit Beeinträchtigung. Zudem soll es möglichst kostenfrei angeboten werden.

Musikschule „Spiel mit“ Wittlich

Das Projekt PowerOrchester vereint junge Musiker, spätberufene Instrumental-Neueinsteiger und Menschen mit Handicap, sie musizieren ganz ohne Leistungsdruck. Eine Altersstruktur von 7 bis 80 Jahre deckt eine breite Masse ab. Ziel dieses Projekts ist das Zusammenspiel in einem Orchester und die Integration in einen regionalen Musikverein, um die neuen Musiker auf entsprechendes Leistungsniveau zu bringen. Da das Projekt generationenübergreifend ist, entsteht eine rege kollegiale Kommunikation zwischen jungen Musikern und Erwachsenen.

Kategorie: Allgemeinbildende Schulen
BBS EHS Trier

Schüler mit und ohne Beeinträchtigung nehmen an diesem Projekt teil, es ist als Wahl-pflichtfach in den Stundenplan integriert. Die Teilnehmer erwerben folgende Kompetenzen:
Fachkompetenz: musikalische Themen werden besprochen, Noten gelernt, vom Blatt gesungen sowie der Aufbau und die Spielweise eines Instrumentes lernen die Schüler kennen.
Methodenkompetenz: durch englische Musikstücke (Lieder) werden die Englischkenntnisse erweitert, Gefühle werden durch die Musik verarbeitet, neue Motivation für den Alltag wird gefunden.
Sozialkompetenz: Konflikte werden  durch gemeinsames Musizieren bearbeitet,
das Selbstbewusstsein wird gefördert.
Personalkompetenz: Gefühle werden mit einer neuen Methode verarbeitet, es wird sich selbst neu erlebt und wahrgenommen.
Das Ziel des Projektes ist die Verbesserung des Verständnisses zwischen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung sowie die Stärkung der Selbstständigkeit des Einzelnen.

Peter-Jordan-Schule Mainz

„Wir sind wer…ein Inklusionsprojekt“ ist das Projekt der Band der Peter-Jordan-Schule. Die Band, zusammengesetzt aus Schülern*innen mit Beeinträchtigung, schreibt eigene Songs, deutschsprachige Lieder mit leicht verständlichen Texten (Deutschrock). Die Schüler können selber Texte schreiben und nehmen dabei Bezug zu Problemen im Alltag etc.. Das Projekt setzt auf kreatives Musizieren, nicht auf professionelles Musizieren. Das Projekt ist außerdem auch nachhaltig: Es ist in der dritten Generation, ehemalige Schüler werden in Proben und Auftritten integriert. Bereits 5 Auftritte für 2018 sind schon geplant (z.B. Mainz lebt auf seinen Plätzen)

Das Projekt basiert auf der Freiwilligkeit und des Ehrenamtes, Kosten werden durch Spenden und Spesen gedeckt.

Realschule plus und FOS Kaisersesch

Das Projekt „Das Schulmusical-Projekt ‚ Diabolo‘ “ ist ein Projekt der Realschule plus und FOS Kaisersesch. Seit 15 Jahren begleitet die Musical-AG  das Schulleben, die der Lehrer Andreas Heinrich leitet. Aufgeführt werden seine eigenen Musicals. Das Ziel des Musicalprojektes ist, seine Erfahrungen seinen Schülern zu vermitteln, was der normale Schulalltag nur eingeschränkt bieten kann: eigene Fähigkeiten entfalten, Teil eines großes Projekts sein. Die AG trifft sich wöchentlich, sie ist für alle Schüler offen. Die Aufführungen im Jahr 2016 Projekt basieren auf der Freiwilligkeit und des Ehrenamtes, Kosten werden durch Spenden und Spesen gedeckt.

Quelle: http://www.lmr-rp.de

 
 

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