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16.02.2018 MIZ legt aktuelle Daten zur Erwerbstätigkeit in Musikberufen vor

 

Das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ), ein Projekt des Deutschen Musikrates, hat in Zeitreihen und Überblicksgrafiken aktuelle Daten zur Beschäftigung und zur freiberuflichen Tätigkeit in Musikberufen zusammengestellt. Die Statistiken basieren auf regelmäßig erscheinenden Quellen der Bundesagentur für Arbeit, des Statistischen Bundesamtes und der Künstlersozialkasse, die hinsichtlich musikrelevanter Aussagen ausgewertet und aufbereitet wurden.

Nach Angaben der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit konnten für das Jahr 2016 insgesamt rund 48.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Musikberufen nachgewiesen werden, etwa die Hälfte davon (49,6 %) in den Bereichen Instrumental- und Orchestermusik, Gesang, Dirigieren und Komposition (vgl. Statistik 1). Musikpädagoginnen und -pädagogen an Musikschulen und anderen außerschulischen Einrichtungen stellten mit etwas mehr als einem Drittel (36,4 %) die zweitgrößte Gruppe der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, mit weitem Abstand folgten Berufe in anderen Tätigkeitsfeldern wie dem Musikinstrumentenbau (7,4 %) und dem Musikfachhandel (1,3 %).

Allerdings ist in den Daten nur ein Teil der Musikberufe abgebildet. Musiklehrer/innen an allgemeinbildenden Schulen, Musikdozentinnen und -dozenten an Hochschulen, Musikverleger/innen und andere Musikberufe fließen nur in übergeordneten Kategorien in die Beschäftigungsstatistik ein und können nicht gesondert ausgewiesen werden. Sie fehlen daher bei der Betrachtung ebenso wie Beamte und freiberuflich Tätige.

Über freiberuflich Tätige in Musikberufen informiert die Versichertenstatistik der Künstlersozialkasse (KSK), deren Daten das MIZ ebenfalls dokumentiert. Insgesamt sind in der KSK derzeit rund 53.000 Musiker/innen, Komponistinnen und Komponisten sowie Musikpädagoginnen und -pädagogen versichert (vgl. Statistik 2, Statistik 3); Musikjournalistinnen und -journalisten und andere publizistische Musikberufe sind hier ebenfalls in übergeordneten Kategorien erfasst und können nicht gesondert ausgewiesen werden.

Anders als in der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit stellen unter den freiberuflich Tätigen die Musikpädagoginnen und -pädagogen die größte Gruppe mit rund der Hälfte der Versicherten in der Sparte Musik. Über die Anzahl der Versicherten hinaus veröffentlicht die Künstlersozialkasse auch Angaben zum durchschnittlichen Jahreseinkommen (vor Steuern) pro Versichertem, das im Jahr 2017 je nach Berufsgruppe zwischen 10.740 (Lied-, Oper-, Operetten- und Chorsänger/innen) und 27.130 Euro (Librettistinnen und Librettisten, Textdichter/innen) ausmachte. Jazzmusiker/innen (instrumental) lagen mit rund 12.720 Euro ebenso wie Orchester-, Kammer- und Bühnenmusiker/innen (11.770 Euro) und freiberufliche Musikpädagoginnen und -pädagogen (12.750 Euro) unterhalb des Einkommensdurchschnitts der Gesamtsparte Musik (13.570 Euro). Frauen verdienten im Schnitt etwa 24 Prozent weniger als Männer (vgl. Statistik 3).

Auskunft über das Einkommen von Musiker/innen gibt auch der Mikrozensus des Statistischen Bundesamts (vgl. Statistik 4). Im Gegensatz zu den Vollerhebungen der Künstlersozialkasse und der Bundesagentur für Arbeit basiert der Mikrozensus auf einer repräsentativen Stichprobe (1 % der Bevölkerung in Deutschland). Er unterscheidet sich darüber hinaus auch hinsichtlich des Kreises der erfassten Erwerbstätigen (Angestellte, Arbeiter/innen, geringfügig Beschäftigte und Auszubildende ebenso wie Selbstständige und Beamtinnen und Beamte). Die Ergebnisse des Mikrozensus, der auf Selbstauskünften der Befragten beruht, sind infolgedessen nicht oder nur bedingt mit den vorgenannten Quellen vergleichbar.

Der Mikrozensus 2016 weist Angaben zur Anzahl der Erwerbstätigen für die drei Berufsgruppen „Musik-, Gesang- und Dirigententätigkeiten“ (73.000), „Musikpädagogik“ (54.000) und „Musikinstrumentenbau“ (9.000) aus. Daten zum monatlichen Nettoeinkommen – aufgeteilt in 11 Einkommensklassen – liegen ausschließlich für die Gruppe „Musik-, Gesang- und Dirigententätigkeiten“ vor, wobei mit Blick auf die unteren Einkommensklassen aufgrund von zu geringen Fallzahlen keine Zahlenwerte angegeben werden können. Dokumentiert sind 19.000 Musiker/innen in den Einkommensklassen zwischen 900 und 1.500 Euro sowie 30.000 Musiker/innen in den Einkommensklassen zwischen 1.500 und über 3.200 Euro pro Monat. 11.000 Musiker/innen gaben ein monatliches Nettoeinkommen von mehr als 3.200 Euro an.

Auf einen Blick: Daten des MIZ zum Thema Beschäftigung und Erwerbstätigkeit in Musikberufen

Veröffentlicht sind die Statistiken des MIZ unter: www.miz.org/statistiken/bildung-ausbildung-s1502#6.

Die Statistiken geben z.T. ebenfalls Auskunft über den Frauen- und Ausländeranteil in den einzelnen Berufen, über Berufsabschlüsse der Beschäftigten, über Altersgruppen und Beschäftigungsumfang (Teil-/Vollzeit). Auch finden sich in den Dokumenten detaillierte Hinweise zu den Erhebungsmethodiken der dargestellten Quellen.

Quelle: http://www.miz.org

 
 

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