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13.02.2018 Gewandhausorchester und Boston Symphony Orchestra unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

 

Die künstlerische Kooperation des Gewandhausorchesters mit dem Boston Symphony Orchestra (BSO) ist am 9. Februar 2018 von Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke, dem Oberbürgermeister Bostons, Martin J. Walsh, Gewandhausdirektor Andreas Schulz, dem Managing Director des BSO , Mark Volpe, und Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons in Boston feierlich unterzeichnet worden.

"Hier finden zwei Orchester wieder zusammen, die bereits eine lange gemeinsame Geschichte verbindet, angefangen mit dem Leipziger Georg Henschel, der 1881 der erste Dirigent des Boston Symphony Orchestras geworden war. Diese Tradition führen wir jetzt in die Zukunft und beleben die Verbindungen zwischen den Orchestern neu: mit Kooperationen und mit Bildungs- und Austauschprogrammen. Unter dem Motto 'two worlds - one music' stärkt diese Kooperation die kulturellen Beziehungen zwischen den USA und Europa", sagte Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke zu der Kooperation.

Andris Nelsons, der ab 23. Februar 2018 als 21. Gewandhauskapellmeister die künstlerische Leitung des Gewandhausorchesters übernimmt, ist seit 2014 auch "Music Director" des Boston Symphony Orchestra (BSO). Aus dieser Verbindung ist die Idee entstanden, auf verschiedenen Ebenen eine Kooperation der beiden Spitzenklangkörper ins Leben zu rufen. Die Vereinbarung umfasst unter anderem gemeinsame Uraufführungsaufträge, Austausch von Musikerinnen und Musikern, die Kooperation der Mendelssohn Orchester Akademie mit dem Tanglewood Music Centre sowie die "Boston-Woche" bzw. "Leipzig-Week" im Spielplan des jeweils anderen Partnerorchesters.

Leipzigs neuer Gewandhauskapellmeister erweckt mit dieser Zusammenarbeit eine Verbindung zu neuem Leben, die auf das Jahr 1881 zurückgeht: Bei der Gründung des BSO wurde der am Leipziger Konservatorium ausgebildete Georg Henschel als erster Dirigent des jungen Orchesters engagiert. In der Folge wurden immer wieder Dirigenten berufen, die in Leipzig ausgebildet worden waren, oder zuvor Stellen beim Gewandhausorchester innehatten - wie beispielsweise Arthur Nikisch oder, in den 1960er Jahren, Charles Münch. Darüber hinaus haben sich Architekten und Akustiker beim Neubau der Boston Symphony Hall im Jahre 1900 vom zweiten Gewandhaus inspirieren lassen.

"Die Kooperation der beiden Orchester bringt für das Publikum eine wunderbare Erweiterung des Spielplanes mit sich und liefert für die Musikerinnen und Musiker anregende künstlerische Impulse. Ich freue mich sehr, dass das Potenzial dieser  Orchesterkooperation auch auf kulturpolitischer Ebene erkannt und genutzt wird, um die Beziehungen zu Boston auf andere Bereiche aus zu weiten und die Partnerschaft weiter zu denken", sagt Gewandhausdirektor Andreas Schulz.    

Die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung ist Teil der USA-Reise einer Leipziger Delegation, in deren Mittelpunkt die Vertiefung der Beziehungen in Kultur, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft im Mittelpunkt steht.

Quelle: http://www.leipzig.de

 
 

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