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03.04.2017 Kölner Fest für Alte Musik zieht positive Bilanz

 

Mit einem Konzert des englischen Vokalensembles Alamire und einer Lesung der feministischen Autorin Jutta Heinrich ging am Sonntagabend das siebte Kölner Fest für Alte Musik zu Ende. 6400 Besucher genossen in 25 Veranstaltungen Alte Musik in all ihren Facetten. Das Erschließen neuen Publikums und das Wagen ungewöhnlicher Konzertformate und Orte ist eines der Hauptanliegen des Künstlerischen Leiters Thomas Höft.

„Hinein in die Stadt“ tragen die Veranstalter des Kölner Fest für Alte Musik die Originalklänge aus vergangenen Jahrhunderten. Und zeigen, wie man mit einem mutigen und äußerst divergenten Programm den Anspruch der historischen Aufführungspraxis mit den Bedürfnissen völlig neuer Zielgruppen verbinden kann. Wie das aufgeht haben die Konzerte mit dem Fetish Baroque Orchestra und der Koloratursopranistin Marie Friederike Schöder in der Volksbühne Köln, eine überzeugende Darbietung der Zauberflöte mit dem Schlagerbarden Guildo Horn, die Livekunst zu Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ mit dem Maler Tom Lohner und der Videokünstlerin Edda Rosemann in den BALLONI Hallen sowie die Wiederaufnahme des interaktiven Musiktheaterprojekts Musica Fugit, das durch zahlreiche ungewöhnliche Spielstätten in Köln Ehrenfeld führte, bewiesen. Zwei Konzerte im Club Heinz Gaul mit Musikstudentinnen und Studenten aus Köln und Paris lockten junges Publikum an, das sich sonst eher zu aktuellen Klängen hingezogen fühlt.

Bei freiem Eintritt ermöglichten die Wettbewerbskonzerte der Spielwiese und die Aufführungen beim Tag der offenen Tür im ZAMUS einen unverkrampften Zugang zur Alten Musik. Die Kölner Szene hatte Gelegenheit zu Experiment und Konzertpremieren. So präsentierten die Ensembles Candens Lilium und Mixtura ein völlig neues Programm auf den Spuren der originalen Handschriften der Carmina Burana und verbanden gelungen mittelalterliche Musik mit Kompositionen des Zeitgenossen Ehsan Ebrahimi. Der Geiger Florian Deuter spielte ein Soloprogramm mit Partiten und Sonaten von Johann Sebastian Bach, das ZAMUS debütierte mit einer Live-­‐Übertragung des Konzertes im Internet und erzielte dabei 6.000 Aufrufe. Und das Quatuor Romantique steuerte einen sensationellen Salonabend mit Opernstar Iris Vermillion bei.

Alte Musik soll nicht dem Fachpublikum vorbehalten bleiben – dazu ist sie viel zu wertvoll, so Thomas Höft, Intendant dieses grenzüberschreitenden Musikfestes, das ein starker Newcomer in der internationalen Festivallandschaft geworden ist.

In 2018 findet das Kölner Fest vom 9. bis 25. März unter dem Motto „Krieg und Frieden“ statt.

Quelle: http://www.zamus.de

 
 

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