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22.01.2019 TONALi19-Akademisten stehen fest

 

Aus 25 zugelassenen Aufnahmeprüfungsteilnehmern aus sieben Nationen wählte eine Jury vergangene Woche die Teilnehmer für die TONALi19 Akademie aus. Die Jury, bestehend aus Julija Botchkovskaia-Bertheau, Lilit Grigoryan, Markus Groh, Per Rundberg sowie Hanni Liang, Boris Matchin und Amadeus Templeton, wählte nach einem jeweils 20-minütigen Vorspiel und einem 10-minütigen Motivationsgespräch folgende elf PianistInnen im Alter zwischen 18 und 21 Jahren aus:

  • Hamlet Ambarzumjan (Deutschland, Jahrgang 1999)
  • Julian Gast (Deutschland, Jahrgang 1999
  • Luka Hauser (Spanien, Jahrgang 1997)
  • Ron Maxim Huang (Deutschland, Jahrgang 2001)
  • Ellen Lee (USA, Jahrgang 1998)
  • Jorma Marggraf (Deutschland, Jahrgang 1998)
  • Josefa Schmidt (Deutschland, Jahrgang 1998)
  • Johannes Daniel Schneider (Deutschland, Jahrgang 1999)
  • Clara Isabella Siegle (Deutschland, Jahrgang 2000)
  • Jun-Ho Gabriel Yeo (Deutschland, Jahrgang 1998)
  • Antong Zou (Deutschland, Jahrgang 1998)

Der zwölfte TONALi19-Akademist Aurel Dawidiuk (Deutschland, Jahrgang 2000), wurde per Direktmandat von "Jugend musiziert" auf einen der zwölf TONALi-Plätze nominiert. Erstmals wurde der Kreis der Bewerber ausgedehnt auf Studierende nicht nur in Deutschland, sondern auch Österreich und der Schweiz.

Boris Matchin und Amadeus Templeton zeigten sich im Anschluss an die Live Auditions im eigenen TONALi SAAL begeistert: „„Nun haben wir seit unserer Gründung genau 108 TONALi-Musiker aufgenommen. Eine so große Familie zu haben, ist ein Geschenk. Und wenn die Neuen so herausragend als Künstler, so zukunftsweisend als Menschen und so motiviert als Akademisten sind, dann macht das einfach nur Freude auf all das, was kommen wird.“

Für die zwölf Akademisten stehen in den kommenden zwölf Monaten als erstes der Workshop an der Privaten Universität Witten Herdecke vom 17. bis 21. Februar, sowie Workshops, Schulkonzerte, der Wettbewerb vom 17 bis 22. Juni mit dem Finale mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen im großen Saal der Elbphilharmonie und im November das TONALi-Festival „Klassik in deinem Kiez“ auf dem Programm.

Parallel zu den Auditions wurde der TONALi19 Kompositionspreis vergeben. Eine Jury, bestehend aus der letztjährigen Kompositionspreis-Gewinnerin Michaela Catranis, Hans-Peter Dott, Moritz Eggert, Graham Lack, Fabian Müller, Gabriel Teschner und Manfred Trojahn wählte unter der Schirmherrschaft von Sofia Gubaidulina gestern Abend die 40jährige Judit Varga zur Gewinnerin des TONALi19 Kompositionspreises. Ihr Stück „PENDULUM“ für Klavier solo wird somit das Pflichtstück für alle TONALi19-Akademisten. Neben der Aufführung der Gewinnerkomposition im Rahmen des TONALi Festes im Juni – Uraufführung am 17. Juni beim Eröffnungskonzert und Aufführung von „PENDULUM“ im Rahmen des TONALi19-Finales in der Elbphilharmonie am 22. Juni 2019 – winkt der ungarischen Komponistin und Pianistin Varga die Herausgabe ihrer Komposition in den Hans Sikorski Musikverlagen. Der mit 4.000 Euro dotierte Kompositionspreis wird von der Oscar und Vera Ritter-Stiftung gestiftet.

2020 wird der TONALi Kompositionspreis ein anderes Format bekommen, denn in diesem Jahr wird sowohl das 10-jährige Bestehen TONALis gefeiert als auch Ludwig van Beethovens 250. Geburtstag. TONALi lädt fünf namhafte KomponistInnen ein, sich mit der Persönlichkeit und dem Schaffen Beethovens grundlegend zu befassen und für eine einstündige Gemeinschaftskomposition „beenigma“ jeweils einen von insgesamt fünf (unabhängigen) Teilen mit einer Dauer von je 10 Minuten zu komponieren. Das Wort „beenigma“ setzt sich aus den ersten drei Buchstaben „Bee – thovens“ sowie dem Wort „enigma (Rätsel)“ zusammen. „beenigma“ wird die Persönlichkeit und das Schaffen Beethovens aus individuellen Blickwinkeln porträtieren, ihn dabei jedoch nicht offensichtlich oder direkt zitieren. Das, was in den fünf beauftragten KomponistInnen an „Beethovschem“ lebt, soll in den jeweiligen Kompositionsteilen sehr persönlich und frei zum Ausdruck kommen. Der Auftrag für einen sechsten Text-Teil von „beenigma“ wird an Timo Brunke vergeben, der als renommierter KonzertPoet zu den Gründern der europäischen PoetrySlam-Szene gehört. Sein Text-Teil wird als „roter Faden“ die fünf Kompositionsteile miteinander verbinden. Den Input für Brunkes Text kann jeder geben: Über die Webseite tonali.de werden seit Dezember 2018 weltweit Personen befragt, wer Beethoven heute für sie ist, wie er heute in ihnen lebt, was seine Ideale als zeitlos erscheinen lassen. Aus dieser Sammlung an Beethoven-Schnipseln wird sich Timo Brunke den Text formulieren. „beenigma“ soll im Rahmen des TONALi20-Finales am 19. Juni 2020 im großen Saal der Elbphilharmonie vom in diesem Jahr zu gründenden TONALi Orchestra uraufgeführt werden.

Quelle: http://www.tonali.de