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10.01.2019 Symposium der Staatsoper Unter den Linden beleuchtet die Geschichte der Staatskapelle Berlin von 1919 bis 1955

 

Im Jahr 2020 feiert die Staatskapelle Berlin ihr 450-jähriges Bestehen – damit ist sie eines der weltweit ältesten Ensembles ihrer Art. Im Vorfeld dieses Jubiläums veranstaltet die Staatsoper Unter den Linden seit der Spielzeit 2015/16 eine Serie von Symposien, die sich interdisziplinär mit Spezialistinnen und Spezialisten aus dem In- und Ausland der Geschichte des Orchesters, seiner prägenden Rolle für das Berliner Musikleben sowie seiner internationalen Bedeutung und Ausstrahlung widmet.

Das vierte Symposion findet vom 18. bis 20. Januar 2019 unter dem Titel »Freiheiten und Zwänge: Die Staatskapelle Berlin zwischen 1919 und 1955« statt und ist den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts gewidmet, vom Zusammenbruch des Kaiserreiches über die Weimarer Republik, das Dritte Reich, die »Stunde Null« und die frühen Jahre der DDR – eine bewegte Zeit voller Umbrüche, welche die Geschichte und Geschicke des Orchesters maßgeblich beeinflussten. Die Umwandlung der Königlich Preußischen Hofkapelle in »Staatskapelle Berlin« ist in diesem Zusammenhang ebenso von Interesse wie das Auftreten neuer Dirigenten wie Wilhelm Furtwängler, Erich Kleiber, Otto Klemperer oder Herbert von Karajan, die eine einzigartige Reihe »großer Namen« bilden und den Klang der Staatskapelle, in Tonaufnahmen dokumentiert, geprägt haben. Welche Entfaltungsmöglichkeiten und künstlerischen Höhenflüge es im Berlin der Zwanziger gab, aber auch welche Verstrickungen in das Repräsentationsstreben und in die Kulturpolitik des NS-Regimes existierten, soll in Vorträgen und Diskussionen zur Sprache kommen, desgleichen die Zeit des Zweiten Weltkrieges und der schwierige, dennoch chancenreiche Neubeginn in den Jahren nach 1945 im zerstörten und erst nach und nach wieder kulturell belebten Berlin – bis hin zum Einzug in die wiedererrichtete Staatsoper Unter den Linden, dem traditionellen Wirkungsort der Berliner Hof- und Staatskapelle.

Eingeleitet wird das Symposion am 18. Januar im Weißen Saal des Schloss Charlottenburg mit Grußworten von Vertretern der Staatsoper sowie den kooperierenden Partnern, der Humboldt-Universität Berlin sowie der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, einem »Keynote«-Vortrag von Philipp Blom zur Kultur- und Mentalitätsgeschichte in der Zwischenkriegszeit sowie musikalischen Beiträgen von Mitgliedern der Staatskapelle Berlin, die Kammermusik von Sergej Prokofjew spielen werden. Am 19. und 20. Januar wird das Symposion im Apollosaal der Staatsoper Unter den Linden mit zahlreichen Vorträgen populärwissenschaftlicher Art fortgesetzt. Der Eintritt an allen drei Tagen ist frei.

Zu den Referentinnen und Referenten zählen Katharina Hottmann, Alexander Gurdon, Ullrich Scheideler, Tobias Robert Klein, Reinke Schwinning, Arne Stollberg, Burkhard Meischein, Tobias Reichard, Benjamin Wäntig, Dörte Schmidt, Matthias Henke, Detlef Giese sowie Matthias Tischer.

450 JAHRE STAATSKAPELLE BERLIN – SYMPOSION IV
Freiheiten und Zwänge: Die Staatskapelle Berlin zwischen 1919 und 1955
18. Januar 2019, 18:00 Uhr – Schloss Charlottenburg | Weißer Saal
19. und 20. Januar 2019, jeweils ab 10:00 Uhr – Staatsoper Unter den Linden | Apollosaal

Weitere Informationen zum Programm finden Sie unter: https://www.staatsoper-berlin.de/de/veranstaltungen/symposion-450-jahre-staatskapelle-berlin.2747/#event-26880

Quelle: http://www.staatsoper-berlin.de