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11.09.2020 Preisträgerensembles des Kammermusik-Förderpreises NRW stehen fest

 

In den Räumen der Landesmusikakademie NRW konnten nun – mit einem halben Jahr Verspätung – 24 jugendliche Ensembles aus ganz NRW, die sich für den Kammermusik-Förderpreis NRW beworben hatten, der Jury ihr Können zeigen. Insgesamt 79 junge Leute im Alter zwischen zwölf und 19 Jahren boten erstaunliche Leistungen und zeigten deutlich, welch große Freude es ihnen machte, endlich wieder einmal vorspielen zu können.

Die Jury hatte die Aufgabe, drei Hauptpreisträger auszusuchen, und konnte zudem zehn Anerkennungspreise vergeben. Stifter dieses Preisregens sind die Andreas Mohn Stiftung aus Bielefeld und die in Senden beheimatete Stiftung Jugend und Schlösser. Beide Stiftungen waren sich einig, dass in diesem Ausnahmejahr zusätzliche Preise ermöglicht werden sollten und stifteten neben dem Preisgeld von 2.500 Euro, das zwischen den drei Hauptpreisträgern aufgeteilt wird, weitere 2.000 Euro für die zehn Anerkennungspreise. Die Hauptpreisträger können außerdem durch die Stiftungen bezahlte Probewochenenden mit Lehrkräften ihrer Wahl an der Landesmusikakademie durchführen. Zudem stiftet die Fördergesellschaft der Landesmusikakademie NRW für drei ausgewählte Ensembles CD-Aufnahmen im Tonstudio der Akademie.

Hauptpreisträger sind das Streicherduo der Schwestern Mika Cichon (15, Violine) und Naomi Cichon (12, Viola) aus Bochum, ein Saxofonquartett mit Lewin Losemann (17, Duisburg), Constanin Cremer (17, Krefeld), Paulina Schoers (18, Krefeld) und Matthias Deregowski (18, Krefeld) sowie das Alte-Musik-Ensemble „Baroque Drops“ mit Seema Gupta, Blockflöte (14, Bonn), Carla Just, Blockflöte (18, Neuwied), Luc Winkelmann, Cembalo (16, Bonn) und Leonard Schrahe, Kontrabass (15, Köln).

Die Schwestern Cichon erspielten sich den Preis durch ihr makelloses Zusammenspiel und die dichte expressive Gestaltung von Werken von Martinu und Klengel; ihre Freude am gemeinsamen Musizieren war deutlich sicht- und hörbar. Das Saxofonquartett überzeugte klangschön, höchst differenziert mit großem Ton und fließendem Zusammenspiel mit dem Werk „Blow!“ von Perry Goldstein. Die „Baroque Drops“ musizierten souverän und energiegeladen Werke von Werner und Reali, als wären diese historischen Kompositionen eben erst entstanden.

Als Jurymitglieder wirkten Michael Bender (Landesmusikrat NRW), Sven Schaper (Andreas Mohn Stiftung), Prof. André Sebald (Robert-Schumann-Hochschule), Ulrike Sinapius (Stiftung Jugend und Schlösser), Katharina von Colson (Verein zur Förderung von Landesjugendensembles) und Antje Valentin (Landesmusikakademie NRW). Das Preisträgerkonzert mit den drei Hauptpreisträgern und der Preisvergabe wird voraussichtlich im Frühsommer 2021 stattfinden.

Die Landesmusikakademie NRW wirkt seit 1989 für ganz Nordrhein-Westfalen als Veranstalterin musikalischer Fort- und Weiterbildungen, als Bildungsstätte und Probenort sowie als Vernetzungspartnerin und Projektträgerin. Sie wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft institutionell gefördert und bildet mit Kursen, Lehrgängen, Tagungen, Konzerten und Projekten einen Knotenpunkt musikalischer Arbeit in NRW.

Quelle: https://www.landesmusikakademie-nrw.de

 
 

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