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04.09.2019 Neue Dauerausstellung des Leipziger Schumann-Hauses öffnet zum 200. Geburtstag von Clara Schumann

 

Die Schumann-Festwochen vom 12. bis 29. September markieren den Höhepunkt des umfangreichen Leipziger Festjahres CLARA19 zum 200. Geburtstag von Clara Schumann. Die Festwochen warten mit einem reichhaltigen Programm auf: Konzerte, Tanzper formances, Theateraufführungen, das Kammermusikfestival „10 für Clara“ (18.-22.09.) und die Wiedereröffnung des Schumann-Hauses mit dem bunten Inselstraßenfest für Groß und Klein (14.09.).

Die Pianistin Lauma Skride, der Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons und die Musiker des Gewandhausorchesters eröffnen am 12. September, dem Hochzeitstag von Clara und Robert, die Festwochen mit einem „Großen Concert“. Lauma Skride setzt auch den Schlusspunkt der Festwochen, mit einem Konzert im Schumann-Haus am 29.09. Dort interpretiert sie u.a. zusammen mit der Sopranistin Jennifer Porto Auszüge aus dem in Leipzig von Clara und Robert Schumann gemeinsam komponierten Zyklus „Liebesfrühling“.

Am Geburtstag selbst, dem 13. September, wird die neue Dauerausstellung des Schumann-Hauses, kuratiert von Prof. Dr. Beatrix Borchard, mit einer Festveranstaltung für geladene Gäste eröffnet. Es sprechen u.a. Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kultur Dr. Eva-Maria Stange und Schirmherrin von CLARA19, Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung u.a. vom Mendelssohn Kammerorchester unter der Leitung von Peter Bruns, der Urur-Urenkelin von Clara Schumann, Heike-Angela Moser, und der jungen Pianistin Isata Kenneh-Mason aus London. Ebenfalls am 13. September zeigt das Leipziger Tanztheater in der Schaubühne Lindenfels seine neue Produktion „.C.L.A.R.A.’S“ von Wagner Moreira.

Am 14. September ist das Schumann-Haus bei freiem Eintritt von 10 bis 16 Uhr für alle Besucher geöffnet. Die Neugestaltung des Museums wird mit dem großen Inselstraßenfest gefeiert. Vor dem Schumann-Haus sowie im Hof der Freien Grundschule „Clara Schumann“ sind zahlreiche Attraktionen geplant. CLARA19-Partner gestalten das Fest mit: u.a. das Bach-Museum, Breitkopf & Härtel, die Julius Blüthner Pianofortefabrik, das Museum für Druckkunst und der Bleilaus-Verlag. Viele Bastel- und Spielangebote laden zum Mitmachen ein. Musikalische Höhepunkte setzen Künstler des Theaters der Jungen Welt und des Krystallpalasts, das Ensemble MendelsSalon sowie die Bands der Rahn Education. Für das leibliche Wohl sorgen die Bäckereien Göbecke und Kleinert. Außerdem laden die Freie Grundschule und die beiden Kitas der Rahn Education zum Tag der offenen Tür. Die nötige Einstimmung auf das Inselstraßenfest erhalten die Besucher in der „Clara-Tram“. Beginnend um 10:30 Uhr am Hauptbahnhof fährt diese mit Geschichten rund um die Schumanns sowie einigen musikalischen Überraschungen alle Haltestellen zwischen Gördelerring, W.-Leuschner-Platz und Deutschem Platz bis zum Johannisplatz an und retour. (Die letzte Fahrt endet 14:30 Uhr am Johannisplatz.)

In den darauffolgenden Tagen erwartet das Publikum weitere Konzerte u.a. mit dem Gewandhausquartett (15.09.) und dem Gewandhaus Jugendchor (ebenfalls am 15.09.) sowie ein interdisziplinäres Kompositionsprojekt „Clara im Rückspiegel“ in der Peterskirche (20./21.09). Das Konzert mit Ragna Schirmer am 15.09. ist bereits ausverkauft. In die geheimnisvolle Märchenwelt entführen Schüler der Musikschule J.S. Bach im Familienkonzert „Gespenstermärchen“ (21.09.). Von Clara Schumann inspiriert sind auch die Programme des Vogler Quartetts (25.09.), von amarcord (27.09.) und der Pianistin Susanne Grützmann (28.09.) im Schumann-Haus. Zudem sind am 26.09. die beiden Urur-
Urenkelinnen von Clara Schumann, die Pianistin Heike-Angela Moser und die Oboistin Anke-Christiane Beyer im Schumann-Haus zu erleben.

Zehn international geschätzte Musiker treffen sich vom 18. bis 22.09. zum Kammermusikfestival „10 für Clara“ im Rahmen der Festwochen. Sie ehren Clara Schumann in vier Europäischen Kulturerbestätten: im Bach-Museum, Schumann-Haus, in der Alten Nikolaischule und der Grieg-Begegnungsstätte. Eine Woche lang wird gemeinsam geprobt, fünfmal konzertiert und mit einander gefachsimpelt und geplaudert. Letzteres in Lounge-Atmosphäre von „Claras Club“ im Schumann-Haus nach den Konzerten. Untermalt mit DJ-Sets von Johannes Malfatti geben die Künstler einen Ausblick auf das nächste Konzert und kommen mit dem Publikum ins Gespräch. Auf dem Programm stehen Werke von Clara und Robert, ihren engen Freunden und prägenden Komponisten. Zu den „10 für Clara“ zählen u.a. die Geigerin Antje Weithaas, Pauline Sachse (Viola), Marie-Elisabeth Hecker und Peter Bruns (Violoncello) sowie Martin Helmchen (Klavier).

Die neue Dauerausstellung im Schumann-Haus ist als Paarmuseum konzipiert und damit einzigartig in der Musikermuseumslandschaft. Mittels Visualisierter Features, und klangakustischer Installationen sowie einiger originaler Objekte wie beispielsweise der Abdruck von Clara Schumanns Hand wird der Besucher eingeladen, in die Leipziger Zeit der Schumanns einzutauchen. Er erhält zahlreiche Denkansätze, durch die ganz persönliche Perspektiven über das „Experiment: Künstlerehe“ entstehen.

CLARA19: Leipzig feiert Clara Schumann!

Zum weltweit umfangreichsten Festjahr für Clara Schumann „CLARA19“, unter der Schirmherrschaft von Leipzigs Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke und der künstlerischen Leitung von Gregor Nowak (Geschäftsführer des Schumann-Vereins Leipzig), sind von Januar bis Dezember über 200 Veranstaltungen in der Musikstadt zu erleben. Gestaltet werden sie von rund 60 Institutionen der Leipziger Kulturszene (u.a. Gewandhausorchester, Leipziger Ballett, MDRRundfunkchor, Bach-Museum, Schumann-Haus) und international renommierten Künstlern. Die Beschäftigung mit Clara Schumann reicht dabei weit über Orchester- und Kammermusikkonzerte hinaus: Theater- und Ballettproduktionen, Ausstellungen, Kolloquien sowie Wanderungen, Radtouren, Mitsingkonzerte in den Parks und ein Freiluftfgottesdienst sind inspiriert von der Vielseitigkeit des Stars des 19. Jahrhunderts.

Clara Schumann verbrachte ihre ersten 25 Lebensjahre in Leipzig und heiratete hier Robert Schumann. Im Alter von neun Jahren gab sie ihr erfolgreiches Konzertdebüt im Leipziger Gewandhaus. Als anerkannte Künstlerin feierte sie in der Leipziger Zeit Konzerterfolge in Paris, Wien, Kopenhagen, St. Petersburg u.a. Anlässlich ihres 50-jährigen Künstlerjubiläums wurde sie 1878 im Leipziger Gewandhaus geehrt.

Quelle: https://www.schumannhaus.de