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11.03.2020 Kritische Situation des Musikunterrichts in der Grundschule – Deutscher Kulturrat fordert Kultusministerien der Länder zum Handeln auf

 

Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, begrüßt, dass der Deutsche Musikrat, die Konferenz der Landesmusikräte im Deutschen Musikrat und die Bertelsmann Stiftung mit der Studie „Musikunterricht in der Grundschule“ Datenmaterial zur aktuellen Situation des Musikunterrichts in der Schule sowie den Perspektiven vorgelegt haben.

An deutschen Grundschulen fehlen laut der genannten Studie 23.000 Musiklehrkräfte. Dies hat zur Folge, dass 43 Prozent des Musikunterrichts von Lehrkräften erteilt werden, die nicht dafür ausgebildet sind.

Schon lange war zu beobachten, dass ein erheblicher Teil des Musikunterrichts fachfremd erteilt wird und dass immer mehr Musiklehrerinnen und -lehrer in der Grundschule fehlen. Der Fachlehrermangel schlägt auch im Fach Musik an der Grundschule durch.

Gerade in der Grundschule besteht die Chance alle Schülerinnen und Schüler unabhängig von Herkunft und Geldbeutel der Eltern für Musik zu begeistern. Hier kann die Spur für ein lebenslanges Interesse an Musik gelegt werden.

Was der Deutsche Musikrat, die Konferenz der Landesmusikräte im Deutschen Musikrat und die Bertelsmann Stiftung für das Fach Musik vorgelegt haben, könnte eine Blaupause für die anderen künstlerischen Fächer Kunst und Theater sein. Es wurde ein Instrumentarium entwickelt und erprobt, dass auch auf andere Fächer übertragbar ist.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Es ist sehr verdienstvoll, dass mit der Studie „Musikunterricht in der Grundschule“ des Deutschen Musikrates, der Konferenz der Landesmusikräte im Deutschen Musikrat und der Bertelsmann Stiftung nun schwarz auf weiß belegt wird, wie kritisch die Situation des Musikunterrichts in der Grundschule ist. Jetzt liegen die Zahlen vor. Die Kultusministerien der Länder können den Missstand nun nicht mehr länger leugnen. Jetzt muss endlich gehandelt werden.“

Quelle: https://www.kulturrat.de