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30.09.2021 Der European Workshop des Deutschen Musikrates gastiert beim Warschauer Herbst

 

Vom 17. bis 23. September fand die diesjährige, vom Podium Gegenwart des Deutschen Musikrates und dem Festival Warschauer Herbst veranstaltete Arbeitsphase des European Workshop for Contemporary Music (EWCM) in Warschau statt. Das international ausgerichtete Ensemble mit 26 Musikerinnen und Musikern aus Deutschland, Polen, China, Iran, Japan, Russland, Spanien, Südkorea und den USA studierte unter der Leitung von Prof. Rüdiger Bohn ein vielseitiges Programm neuer Musik ein, das am 24. September im Rahmen des Warschauer Herbstes präsentiert, live gestreamt und vom Polnischen Rundfunk aufgezeichnet wurde. Als Kooperationspartner des Workshops konnte 2021 zum zweiten Mal die Fryderyk-Chopin-Universität für Musik gewonnen werden, dessen Rektor als Solist bei dem Projekt mitwirkte. 

Festivalleiter Jerzy Kornowicz betonte das enge Band zwischen Deutschem Musikrat und Warschauer Herbst auf künstlerischer, gesellschaftlicher und sozialer Ebene: „Die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Musikrat ist für den Warschauer Herbst sehr wichtig, besonders in der gegenwärtigen politischen Situation und im öffentlichen Leben, das durch zahlreiche neue Entwicklungen und gesellschaftliche Manipulationen geprägt ist.“

Schwerpunktthema des diesjährigen Festivals war „Musik als Objekt“ im Sinne statischer wie immersiver Klangwelten. Als Referenzwerk wurde das Stück Voice and Instruments 1 (1972) in einer erstmals zu hörenden Version für Sopran und Ensemble des US-amerikanischen Komponisten Morton Feldman ausgewählt, das klanglich fast zu stehen scheint. Gouache (2018) für Ensemble der slowenischen Komponistin Nina Šenk zeichnet sich teilweise durch ungestüme akustische Gewalt aus. Matthias Krügers craving your kiss (2020) für großes Ensemble – eine Auftragskomposition des Deutschen Musikrates und des Festivals ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln – ist mit zahlreichen Zitaten und Verweisen gespickt, darunter Weltraumfahrten und die Kultur der neuseeländischen Maori. Die zweite Uraufführung des Konzertprogramms stammte von Monika Szpyrka, ein Auftrag des Warschauer Herbstes.

Der European Workshop for Contemporary Music wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Goethe-Institut und der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit. Nähere Informationen zum EWCM finden Sie hier.

Quelle: https://www.musikrat.de

 
 

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