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11.02.2019 "We will live after Babylon" – Europäisches Zentrum für Jüdische Musik und Deutsch-Armenische Gesellschaft veranstalten Tagung

 

Juden und Armenier waren jahrhundertelang zur Staatenlosigkeit und einem Leben außerhalb der Heimat gezwungen und im 20. Jahrhundert drohte ihnen im Schatten zweier Weltkriege die kollektive Vernichtung. Das Europäische Zentrum für Jüdische Musik und die Deutsch-Armenische Gesellschaft nehmen diese Konvergenz zum Ausgangspunkt für eine gemeinsame internationale Tagung, die mit wissenschaftlichen Vorträgen und kulturellem Beiprogramm jüdische und armenische Existenzerfahrungen in den Blick nimmt.

Wann: 24.–27. Februar 2019
Wo: Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4, 30161 Hannover
Veranstalter: Europäisches Zentrum für Jüdische Musik (EZJM) der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und Deutsch-Armenische Gesellschaft (DAG)

Im Rahmen der internationalen wissenschaftlichen Tagung „We Will Live After Babylon. Armenische und jüdische Existenzerfahrung zwischen Vertreibung, Exil und Vernichtung“ referieren namhafte Persönlichkeiten aus Disziplinen wie Jüdische und Armenische Studien, Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Soziologie, Politikwissenschaft und Kulturwissenschaft. Die Themen der Tagung bilden die gemeinsame Dimension der armenischen und der jüdischen Kondition ab: Diaspora, Minderheitenproblematik, Völkermorde, die Erinnerung an sie und ihre Rezeption sowie das Verhältnis zwischen Juden und Armeniern heute. Den Auftakt zur Tagung unternimmt der Historiker Prof. Dr. Dr. h. c. Dan Diner (ehemaliger Direktor des Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon-Dubnow) mit der Keynote Lecture „Imperiale Residuen – Über Minderheit, Nationalstaat und Genozid“.

Der wissenschaftliche Teil der Konferenz schließt am 27. Febr. 2019 von 16:30 bis 18:00 mit einer öffentlichen Podiumsdiskussion, in deren Rahmen bekannte Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Politik, darunter Prof. Dr. Micha Brumlik (Erziehungswissenschaftler und Publizist), Prof. Dr. Julius Schoeps (Historiker und Politikwissenschaftler), Dr. h. c. Herbert Schmalstieg (Oberbürgermeister der Stadt Hannover a. D.) und Ulla Jelpke MdB (Innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag und Obfrau für die Linksfraktion im Innenausschuss) unter der Leitung von Dr. Raffi Kantian (Vorsitzender der DAG) über die in Deutschland sehr unterschiedliche Erinnerungspolitik im Umgang mit dem Holocaust und dem Völkermord an den Armeniern diskutieren.

Eingerahmt wird die wissenschaftliche Tagung von einem kulturellen Beiprogramm, bestehend aus:

  • Dokumentarfilmen mit Einführung
  • Workshops für Lehrkräfte und Schulklassen
  • der Theateraufführung on Edgar Hilsenraths „Das Märchen vom letzten Gedanken“ durch das Hannoveraner Ensemble ZAKHOR (Leitung Stefan Habel)
    26. Februar, 19:30 Uhr, Kulturzentrum Pavillon, Hannover
  • dem Konzert „Wir standen nicht klagend an den Flüssen Babylons“ mit dem jüdischen Kantor Assaf Levitin, dem Pianisten Na’aman Wagner, der armenischen Band Individual u. a.
    27. Februar, 20:00 Uhr, Kulturzentrum Pavillon, Hannover

Weitere Informationen

Europäisches Zentrum für Jüdische Musik: https://www.ezjm.hmtm-hannover.de/de/aktuelles/meldungen/zwischen-vertreibung-exil-und-vernichtung/

und auf der Website der Deutsch-Armenischen Gesellschaft: http://www.deutscharmenischegesellschaft.de/

Veranstaltungsort Kulturzentrum Pavillon Hannover: https://pavillon-hannover.de

Quelle: http://www.hmtm-hannover.de