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15.11.2021 Bayerische Akademie der Schönen Künste lädt zum Abschlusskonzert der ersten Hans Zender Akademie

 

Am 22. November 2021 um 19 Uhr lädt die Bayerische Akademie der Schönen Künste zum Abschlusskonzert der ersten Hans Zender Akademie ein. Die Nachwuchskünstlerinnen und Nachwuchskünstler präsentieren neben Hans Zenders vom Dadaismus inspirierten „Cabaret Voltaire“ Werke von Nikolaus Brass, Arnold Schönberg, Filippo Lepre und Minzuo Lu. Die Sängerin Salome Kammer, die diesen Meisterkurs gemeinsam mit dem Komponisten Nikolaus Brass sowie mit Dozentinnen und Dozenten des Ensemble Modern leitet, wird den Abend moderieren.

Der Komponist Hans Zender (1936-2019), langjähriges Mitglied der Abteilung Musik der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, ist Namensgeber eines neuen Meisterkurses am Bodensee, der »Hans Zender Akademie«. Auf Initiative der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA) und in Kooperation mit der Stadt Meersburg hat sie das Ziel, Kenntnisse und Erfahrungen der Aufführungspraxis an die nächste Generation weiterzugeben, um das zeitgenössische Repertoire in seiner Vielfalt zu erhalten und auch künftig adäquat zu Gehör zu bringen.

Im Gedenken an Hans Zender, der am 22. November seinen 85. Geburtstag hätte feiern dürfen, und im kooperativen Dialog mit der IEMA freut sich die Bayerische Akademie der Schönen Künste, das Abschlusskonzert in ihren Räumen in München durchzuführen. Der Kurs vom
13.–22. November 2021 in Meersburg richtet sich an fortgeschrittene Studierende bzw. Berufsanfänger und Berufsanfängerinnen in den Bereichen Instrumentalspiel, Gesang/Stimme und Komposition. Ermöglicht wird er durch die Hans und Gertrud Zender-Stiftung und die Ensemble Modern Patronatsgesellschaft e.V. 

Unter Anleitung erfahrener Dozenten und Dozentinnen des Ensemble Modern, der Sängerin Salome Kammer und dem Komponisten Nikolaus Brass wird ein breites Repertoire erarbeitet, in dessen Mittelpunkt Hans Zenders »Cabaret Voltaire« steht. Hans Zender beschrieb seine kompositorische Auseinandersetzung mit Dada, insbesondere mit den frühen Lautgedichten Hugo Balls, wie folgt: „Die Aufgabe des Musikers konnte nur darin bestehen, diese strukturellen Keime – Silbenform, repetitive Reihung, Silbenzahl pro Zeile, Zeilenzahl – aufzunehmen und zu komplexen (in manchen Fällen polyrhythmischen) Netzen zu verbinden.“ Weitere Werke von u. a. Giacinto Scelsi, Paul Hindemith, Nikolaus Brass, Maurice Ravel und Arnold Schönberg werden dieser Klanglichkeit von Sprache in einem breiteren musikgeschichtlichen Kontext nachspüren.

Die Internationale Ensemble Modern Akademie 

Die Internationale Ensemble Modern Akademie (IEMA) ist die Ausbildungsstätte des Ensemble Modern und wurde 2003 mit dem Ziel gegründet, neben der Vermittlung des zeitgenössischen Repertoires neue Wege des heutigen künstlerischen Schaffens aufzuzeigen. Sie bietet Ausbildungsprogramme für verschiedene Zielgruppen von Education-Projekten über internationale Meisterkurse für Instrumentalisten und Instrumentalistinnen bis hin zu Formaten für Nachwuchskünstler und Nachwuchskünstlerinnen zu Beginn ihres Berufseinstiegs an. Ab 2022 etwa initiiert sie für junge Komponisten und Komponistinnen sowie Dirigenten und Dirigentinnen gemeinsam mit dem Ensemble Modern und der Aventis Foundation das neue Mentoringprogramm ICCS (International Composer & Conductor Seminars).

Den Schwerpunkt aber bildet der Masterstudiengang, der seit 2006 in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK) durchgeführt wird. Jeder Jahrgang bildet dabei ein eigenes IEMA-Ensemble. Durch u. a. die Förderung der Kunststiftung NRW, der GVL (Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten) sowie weitere Projektmittel können Studenten und Studentinnen unterschiedlicher Disziplinen (Instrumentalspiel, Klangregie, Dirigat und Komposition) ein Jahr lang mit den Musikern und Musikerinnen des Ensemble Modern sowie renommierten Gastdozenten und Gastdozentinnen am zeitgenössischen Repertoire arbeiten. 

Zudem versteht sich die IEMA als Plattform für diskursive Formate. So begründete sie 2018 gemeinsam mit Hans Zender und der Stadt Meersburg die Meersburger KonzertGespräche, konzipiert als Denkwerkstatt mit öffentlichen Proben, Vorträgen und Konzerten. Ab 2021 wird das Format um einen neuen Meisterkurs, die Hans Zender Akademie, erweitert. 2019 veranstaltete die IEMA ein Symposium zu Entwicklungen in der Ensemblelandschaft in der aktuellen Musik; ein nächstes Symposium ist 2022 geplant.

Quelle: https://www.badsk.de

 
 

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