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22.10.2021 Dresdner Briefwechsel von Clara und Robert Schumann veröffentlicht

 

„Vom Postbeamten bis König Friedrich August II. – die 500 bis 600 verschiedenen Briefe, die Clara und Robert Schumann mit Korrespondent:innen in Dresden schrieben, decken eine große gesellschaftliche Bandbreite ab. Sie umfassen einen Zeitraum von fast 70 Jahren und offenbaren damit spannende Einblicke in das bürgerliche Leben in Dresden im 19. Jahrhundert“, so Carlos Lozano Fernandez, Promotionsstudent bei Prof. Dr. Michael Heinemann, zu der Herausgabe seines zusammen mit Renate Brunner herausgegebenen Bandes „Briefwechsel mit Freunden und Kollegen in Dresden“ der Robert und Clara Schumann Briefedition. Gemeinsam mit dem Robert-Schumann-Haus Zwickau und der Akademie der Wissenschaften Leipzig forscht die Dresdner Hochschule für Musik seit 2008 an den Korrespondenzen der beiden bedeutenden deutschen Musiker. In den vergangenen 13 Jahren erschienen über 30 Bände, zwei neue wurden soeben veröffentlicht.

„Der Umzug des Ehepaars scheint eine viel bewusstere Entscheidung gewesen zu sein, als es bislang den Anschein hatte. Während Clara als berühmte Pianistin hervorragende Beziehungen zu einigen der einflussreichsten Dresdner Familien unterhielt, war Robert als Redakteur der Neuen Zeitschrift für Musik durch Zuschriften von Mitarbeitern und Lesern sehr gut über die Strukturen des Musiklebens in der Stadt informiert“, so Lozano Fernandez. Es sei spannend zu beobachten, wie strategisch Robert Schumann mit manchen Briefpartnern umgegangen ist, wenn es darum ging, persönliche Ziele zu erreichen.

Lozano Fernandez studierte Musikwissenschaft und Kunstgeschichte an der Technischen Universität Dresden und arbeitet seit 2018 an seiner Dissertation über Robert und Clara Schumanns Wirken und Leben in Dresden. Die Edition historischer Briefe bürge so manche Überraschung. „Viele Briefwechsel liegen zum ersten Mal ediert vor, etwa mit der Bankiersfamilie Kaskel, Carl Gustav Carus oder dem Ehepaar Serre“, so Lozano Fernandez. Daneben gäbe es aber auch kleinere Sensationen, wie etwa die Entdeckung des Fragments einer bislang unbekannten Komposition Clara Schumanns. Die Briefe seien zum Teil über die ganze Welt verteilt. Besonders wichtig für diese Bände wären die wertvollen Kooperationen mit der Biblioteka Jagiellońska in Kraków und der Sächsischen Landesbibliothek- Staats- und Universitätsbibliothek gewesen.

Quelle: https://www.hfmdd.de

 
 

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