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12.10.2021 Deutscher Theaterpreis DER FAUST 2021 präsentiert Jahresretrospektive

 

Am 20. November 2021 wird der Deutsche Theaterpreis DER FAUST am Staatstheater Hannover verliehen. Die Solidarität der Künste untereinander steht im Vordergrund der Veranstaltung, die in diesem Jahr auf den Wettbewerbsgedanken verzichtet. Die Theater und Orchester mussten sich im Pandemiejahr großen Herausforderungen stellen. Mit innovativen ästhetischen und pandemiegerechten Konzepten haben die Künstlerinnen und Künstler schnell und kreativ auf die Krise reagiert und gezeigt, dass Theater weit über das Gewohnte hinaus reflektiert und umgesetzt werden kann. Um auf diese Leistung aufmerksam zu machen und der besonderen Situation gerecht zu werden, werden die außergewöhnlichen und vielfältigen Formate im Rahmen einer Retrospektive vorgestellt. Ziel ist es, das Theater als Ort der Gemeinschaft zu feiern und den Fokus auf die kollektive künstlerische Kraft der Theater während der Pandemie zu richten. Durch den Abend führen Opernsänger Michael Kupfer-Radecky und Schauspielerin Tabitha Frehner im Bühnenbild von „Così fan tutte”.

„Dank der großen Kreativität an den Bühnen können wir nach einer Zeit voller Herausforderungen dieses Jahr einen ganz besonderen FAUST-Abend in Hannover präsentieren. Zahlreiche beeindruckende Produktionen sind auch und gerade während der Corona-Zeit entstanden, die wir in einer Retrospektive würdigen möchten. Unser Dank gilt den unermüdlichen Theatermacherinnen und Theatermachern, die den Weg für innovative digitale Formate geebnet, einen fulminanten Neustart an den Bühnen hingelegt und damit ein Zeichen der Hoffnung für den Fortbestand von Kunst und Kultur gesetzt haben“, sagte Dr. Carsten Brosda, Präsident des Deutschen Bühnenvereins.

Neben der Rückschau werden zwei Auszeichnungen vergeben: Der Preis für das Lebenswerk und ein Perspektivpreis der Länder, dessen Preisträger:in am Abend selbst verkündet wird.

Nicole Heesters wird in diesem Jahr mit dem Preis für das Lebenswerk ausgezeichnet. Mit Heesters ehren die Veranstalter:innen eine Ausnahmekünstlerin, die „ihr künstlerisches Schaffen seit Jahrzehnten auf höchstem Niveau in den Dienst des Publikums stellt und dabei über jeden Zweifel erhaben ist“, so die Jury.

Nicole Heesters wurde 1937 in Potsdam geboren, wuchs in Österreich auf und absolvierte eine Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Sie hatte Engagements an fast allen bedeutenden deutschsprachigen Bühnen in Düsseldorf, am Thalia Theater Hamburg, am Schauspielhaus Bochum, den Staatlichen Schauspielbühnen Berlin, am Theater in der Josefstadt Wien, am Residenztheater München, Schauspielhaus Zürich. Sie war die erste weibliche Tatort-Ermittlerin überhaupt und spielte in vielen anspruchsvollen Fernsehfilmen unter der Regie profilierter Regisseure. Im Jahr 2000 wurde sie für fünf Jahre Trägerin des Curt Goetz-Rings. 2006 wurde sie für die Rolle der Honor in „In allen Ehren“ an den Kammerspielen Hamburg für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert. 2014 erhielt Nicole Heesters den Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie „Beste Schauspielerin“ für ihre Darstellung der Vera in „Vor dem Ruhestand“ von Thomas Bernhard am Theater in der Josefstadt. Im selben Jahr wurde sie als beste Schauspielerin beim Fadijr International Theater Festival in Teheran für „Bernarda Albas Haus“ ausgezeichnet. Als Anerkennung für herausragende Leistungen erhielt sie 2015 den Louise-Dumont-Topas im Düsseldorfer Schauspielhaus, 2020 folgte im Rahmen des Deutschen Schauspielpreises der Theaterpreis vom Bundesverband Schauspiel für ihre Solo-Darbietung in „Marias Testament“.

Über den Preis für das Lebenswerk haben der Ausschuss für künstlerische Fragen des Deutschen Bühnenvereins sowie Mitglieder der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste abgestimmt. 

Prof. Dr. Markus Hilgert, Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder: „Die Bühnen haben ein in mehrererlei Hinsicht bemerkenswertes Jahr hinter sich gebracht, geprägt von den großen Herausforderungen der Pandemie, der Diskussion und Reflexion von Rolle und Relevanz von Theatern und Orchestern und der Entwicklung neuer digitaler Formate. Ich freue mich auf einen spannenden Abend des Rückblicks, der gleichermaßen Mut machen und Inspiration sein wird für die Kultur insgesamt.“

Der Deutsche Theaterpreis DER FAUST 2021 wird veranstaltet und gefördert durch das Land Niedersachsen, die Kulturstiftung der Länder, die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste und den Deutschen Bühnenverein. Veranstaltungspartner 2021 ist das Staatstheater Hannover, Medienpartner sind 3sat und Die Deutsche Bühne.  

Der Deutsche Bühnenverein bedankt sich herzlich beim Staatstheater Hannover und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dass sie bereits zum zweiten Mal Gastgeber für den FAUST sind. Bereits 2020 war das Haus in die digitale Verleihung stark eingebunden, nachdem der ursprünglich geplante Live-Abend wegen der Pandemie ausfallen musste. 

Quelle: http://www.buehnenverein.de

 
 

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